Kooperation soll Kosten senken

Erstellt: 5. November 2009, 00:00 Uhr
Kooperation soll Kosten senken Reiner Bähr wartet das Innenleben eines der modernsten Computer-Tomografen der Region, der in der Praxis Kress, Weidenmaier und Schnabel in Mühlacker beheimatet ist. Foto: Disselhoff

Neubau für die radiologische Praxis Kress, Weidenmaier und Schnabel bei Mühlacker Klinik

Mühlacker. Die radiologische Gemeinschaftspraxis der Mediziner Konrad Kress, Werner Weidenmaier und Karl Schnabel beabsichtigt, von der Friedrichstraße 24 ans Mühlacker Krankenhaus umziehen. Dort will die Klinik im nächsten Jahr einen Neubau für die Radiologen realisieren und diesen dann an das Ärzte-Trio vermieten (wir berichteten).

Von Maik Disselhoff

 „Durch die Anbindung an das Krankenhaus werden unsere Geräte besser ausgenutzt“, erklärt Weidenmaier den Grund für den Umzug. Und sein Kollege Schnabel ergänzt: „Es handelt sich um eine klassische Win-win-Situation, von der beide Seiten profitieren.“ Wichtig ist den Radiologen dabei die Feststellung, dass ihr „Zentrum für bildgebende Diagnostik“ selbstständig bleibt.

 Auch wenn die Klinik mit dem Bau des rund 1000 Quadratmeter großen, eingeschossigen Hauses, das direkt mit dem Krankenhaus verbunden sein wird, finanziell mit rund 1,5 Millionen Euro in Vorleistung geht, spart sie am Ende bares Geld. Denn die Radiologen bringen kostspielige Hightech von der Stadtmitte an die B10 mit. Ein Beispiel: Die Anschaffung eines Magnetresonanz-Tomografen (MRT), mit dem verschiedene Krankheitsbefunde sichtbar gemacht werden können, schlägt mit über 1,1 Millionen Euro zu Buche. Zur seit vielen Jahren geplanten Kooperation sagt Marianne Mayer, Leiterin der Wirtschaftsabteilung im Mühlacker Krankenhaus: „Für uns bedeutet das Ganze eine Verbesserung, denn wir haben keine vergleichbare gerätetechnische Ausstattung.“ Zudem seien die Wege für die Patienten kürzer. „Das spart Kosten und ist schonender.“ Durch die Anbindung an die Radiologie werde das Krankenhaus gestärkt.

 Mit den Jahren sind die Räume der Gemeinschaftspraxis an der Friedrichstraße eng geworden. Für Weidenmaier, Kress und Schnabel ist der Neubau auch insofern ein Segen, als sie ihre moderne Diagnostik künftig auf einer Ebene in nagelneuen Räumlichkeiten anbieten können. Die teils tonnenschweren Geräte würden nach und nach an die Klinik transportiert. „Zuerst wird unser Kernspin-Tomograf die Reise in den Neubau antreten.“ Das Krankenhaus spart sich nicht nur die Investition in die Diagnose-Geräte, sondern auch deren Wartung und Nachrüstung. „Um auf dem neuesten Stand bleiben zu können, rüsten wir die Geräte pro Jahr für bis zu 250000 Euro nach.“

 Die Krankenkassen setzen den Radiologen eine Grenze bezüglich der Zahl ihrer Patienten. Auch hier ergibt die Kooperation mit der Klinik einen Sinn, denn „die Patienten der Klinik zählen extra“, so Weidenmaier. Die drei Mediziner könnten mit ihren Diagnosemöglichkeiten auch für den Ärzte-Nachwuchs interessant sein. „Die Klinik wird attraktiv für angehende Radiologen“, betont Weidenmaier. Mit Blick auf die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus sprechen die drei Ärzte unisono von einer „fantastischen Kooperation“. Langfristig werden die Radiologen auch Röntgenleistungen für die Klinik übernehmen, so Weidenmaier. Und Marianne Mayer von der Klinik macht klar, dass sie sich in Zukunft einen weiteren Zuzug von Fachärzten vorstellen könnte.

Weiterlesen

Keine Sensation in Sternenfels

Kreisliga B5: Phönix II verbessert seine Lage im Abstiegskampf Von Lars Westermann SV Sternenfels – TSV Oberriexingen 2:3 Sternenfels hat gegen den Tabellenführer Oberriexingen einen Überraschungssieg verpasst und mit 2:3 verloren…. »