Kinder in Gefahr: Spielplatz gesperrt

Erstellt: 31. August 2010, 00:00 Uhr
Kinder in Gefahr: Spielplatz gesperrt Kinder in Gefahr: Spielplatz gesperrt

Sturm knickt auf der Anlage bei der Mühlhäuser Sporthalle Bäume um – Lose Äste sorgen für Bedrohung

Der Spielplatz bei der Mühlhäuser Sporthalle ist bis auf Weiteres gesperrt. Grund: Von Windböen abgerissene Äste drohten herunterzufallen und Kinder zu verletzen.

Von Thomas Sadler

Mühlacker-Mühlhausen. In der Nacht auf Montag und gestern tobten wieder mal kräftige Windböen übers Land. Doch bereits Ende voriger Woche sorgten, wie erst gestern bekannt geworden ist, Stürme für eine ganz konkrete Gefahr – und zwar speziell auf dem Spielplatz in Mühlhausen. Am Freitag oder vielleicht sogar bereits in der Nacht zuvor – genau wissen es Stadtverwaltung und Feuerwehr nicht – verursachte nach Angaben von Jörg Soulier, stellvertretender Leiter des Tiefbauamts, eine „Windhose“ einen folgenschweren säulenförmigen Wirbel. Im zerstörerischen Sog des Wirbels seien fünf oder sechs Bäume am Spielplatz beschädigt und, wie Soulier hinzufügt, zwei Bäume sogar umgeknickt worden.

 Die Feuerwehr entdeckte das verheerende Werk des Windes am Freitag. „Gefällte“ Bäume lagen auf dem Boden, von den Böen abgerissene Äste hingen lose in den Kronen. „Wir haben loses Geäst mithilfe der Drehleiter weggeräumt“, sagte Kommandant Ralph Keipp gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Offenbar wurde die Gefahr, die von Zweigen, die jeden Moment herunterfallen können, ausgeht, unterschätzt. „Es war für uns erschreckend, dass da noch Kinder spielten. Eltern waren auch dabei“, berichtet Keipp kopfschüttelnd. Glücklicherweise sei jedoch niemand verletzt worden.

 Um konsequent jedes Risiko zu vermeiden, sperrte der Bauhof auf Anordnung des Ordnungsamts den Spielplatz ringsum mit Bändern und einer Barriere mit der erläuternden Aufschrift „Sturmschaden“ ab.

 Wegen des schlechten Wetters und weiterer Sturmattacken hätten die auf dem Spielplatz gelandeten Stämme und Äste noch nicht völlig beseitigt werden können, sagt Jörg Soulier. Ohnehin seien für die weiteren Arbeiten von jetzt an Experten gefordert. „Man muss in die Bäume reinsteigen“, weiß Jörg Soulier. Für derartige Einsätze bedürfe es erfahrener Fachleute. „Wir holen gerade Angebote von Spezialfirmen ein und wollen den Auftrag so bald wie möglich vergeben.“ Der Spielplatz bleibe bis dahin vorerst gesperrt.

 Indes kann auch von sturmgeschädigten Bäumen an anderer Stelle innerhalb des Stadtgebiets eine von Passanten gar nicht wahrgenommene Bedrohung ausgehen. Deshalb, so Soulier, „werden die Bäume von der Stadtverwaltung regelmäßig auf Bruchgefahr untersucht“. Doch im Fall des Spielplatzes seien die vom Sturm angegriffenen Gewächse ja nicht schon morsch, sondern durchaus gesund gewesen. Bis sie Opfer einer Naturgewalt geworden sind.

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