Keine Fahne von der Stange

Erstellt: 29. April 2009, 00:00 Uhr
Keine Fahne von der Stange Blickfang: Der Entwurf von Johanna Egerer (v. li.), Ann-Kathrin Hirsch und Jessica Braun wird zum Werbeträger. Foto: Disselhoff

Schüler des Maulbronner Salzach-Gymnasiums gestalten die Flagge für die Zentralveranstaltung des Unesco-Welterbetags

Bunt und knallig – so hat sich die Jury in Maulbronn die Fahnen gewünscht, die am Welterbetag am 7. Juni in der Stadt wehen sollen. Die Schülerinnen Ann-Kathrin Hirsch, Jessica Braun und Johanna Egerer wussten mit ihrem Entwurf zu überzeugen.

Von Maik Disselhoff

Maulbronn. Ein gotisches Spitzbogenfenster, der berühmte dreischalige Brunnen, der von einer Menschenkette umschlossen ist. Das Ganze in knalligen Farben und mit der Botschaft des Unesco-Welterbetags „Wir haben geerbt“ versehen. Die 14 Jahre alten Schülerinnen Ann-Kathrin Hirsch, Jessica Braun und Johanna Egerer haben sich mit ihrem Entwurf für die Fahne, die auf die Zentralveranstaltung zum bundesweiten Welterbetag in Maulbronn an 14 Stellen in der Stadt aufmerksam machen soll, durchgesetzt.

 Die Klasse 8c des Maulbronner Salzach-Gymnasiums hatte sich unter Anleitung der Kulturwissenschaftlerinnen Anna Weißhaar und Paula Vonderheydt Gedanken über das Kloster Maulbronn und die Unesco gemacht. Dazu gab der Kunststudent Tobias Talbot praktische Tipps bei der Umsetzung der Ideen auf Papier.

Projekt schlägt Brücke zu jungen Menschen

Bereits zum zweiten Mal arbeitet die Behörde Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg nun mit Schülern des Salzach-Gymnasiums zusammen. „Es ging uns darum, den Bogen vom Welterbetag zu den jungen Menschen in der Stadt zu schlagen“, sagte Dr. Karin Stober, stellvertretende Leiterin der Abteilung Entwicklung und Projekte von Staatliche Schlösser und Gärten. Das dreitägige Projekt kam bei den 27 Achtklässlern offensichtlich gut an. Davon zeugen die insgesamt 16 farbenfrohen Fahnen-Entwürfe, die am Welterbetag in Maulbronn im Frühmesserhaus ausgestellt werden sollen. „Es hat uns Spaß gemacht“, betonten die drei kreativen Köpfe des Siegerteams. Im Zuge der Arbeit hat das Mädchen-Trio einen anderen Blick auf das Maulbronner Welterbe bekommen. „Wir haben das Kloster noch nie so genau angeschaut.“

  Jury-Mitglied Andreas Felchle, Bürgermeister der Stadt Maulbronn, war von der Vielfalt der Ideen beeindruckt. Was ihm am Siegerentwurf besonders gut gefallen hat: „Die Kombination der verschiedenen Gestaltungselemente und die Menschenkette um den Brunnen, die zum Ausdruck bringt, dass wir diejenigen sind, die das Welterbe gemeinsam schützen und an die nächste Generation weitervererben“

 Der Rathauschef betonte, dass es der Jury wichtig sei, dass der Entwurf der Schüler eins zu eins umgesetzt werde. „Es wird keine Überarbeitung durch Profis geben. Es soll ganz bewusst erkennbar sein, dass es sich um ein Schülerprojekt handelt.“ Dazu passt Stobers Anliegen, dass das Maulbronner Kloster nicht über der Stadt schweben, sondern als lebendiges Denkmal fest in der Stadt verwurzelt sein soll. Von Ende Mai an werden die 3,50 auf 1,20 Meter großen Flaggen in Maulbronn zu sehen sein.

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