Kampfsieg im Kellerduell

Erstellt: 29. November 2011, 00:30 Uhr
Kampfsieg im Kellerduell Erleichterung bei Trainer Edin Pivac: „Das war kein Selbstläufer.“ Archivfoto: Rubner

Linkenheim-Hochstetten. Na bitte! Der zweite Saisonsieg ist endlich geschafft! Blau-Gelb Mühlacker gewinnt beim Landesliga-Schlusslicht HSG Linkenheim- Hochstetten-Liedolsheim mit 36:29. Damit kommen die Handballer aus Mühlacker zwar vorerst noch nicht vom vorletzten Tabellenplatz weg, doch nach Eichhörnchen-Manier soll dies in den kommenden Wochen gelingen. Ein Heimsieg gegen den Tabellennachbarn SG Stutensee am kommenden Samstag – Anpfiff in der Enztalsporthalle ist bereits um 17 Uhr – und der erste Platz wäre bereits gutgemacht. Eine Woche später geht es zur SG Langensteinbach, die derzeit zwar drei Plätze, aber eben auch nur drei Punkte besser liegt als die Blau-Gelben. „Aber so weit vorausschauen will ich noch gar nicht“, bremst Edin Pivac. „Ein Schritt nach dem anderen.“ Denn auch der letztlich ungefährdete Sieg vorgestern Abend war ein hartes Stück Arbeit.

Zwar lag Mühlacker in Linkenheim von Beginn an vorne und führte bei Halbzeit bereits mit 19:13. Doch die Gastgeber hatten noch einmal alles in die Wagschale geworfen. „Da wurden sogar Spieler reaktiviert, die längst zurückgetreten waren“, berichtet Blau-Gelb-Präsident Thomas Ufrecht, der fast ein wenig Mitleid mit „LiHoLi“ hat. Von der Oberliga ist die HSG Linkenheim-Hochstetten-Liedolsheim mittlerweile bis in die Landesliga durchgereicht worden. Und auch dafür genügt es offenbar nicht mehr.

Gegner reaktiviert sogar ehemalige Spieler

„Man hat gemerkt, dass das für den Gegner quasi die letzte Hoffnung war, in dieser Hinrunde doch noch Punkte zu holen“, kommentiert Pivac das entschlossene Auftreten der Heimmannschaft gegen dennoch überlegene Mühlackerer. Trotzdem boten auch die Blau-Gelben keine Glanznummer: „Es war Sand im Getriebe, ein typisches Kellerduell eben. Ein verkrampftes Spiel mit viel Nervosität“, charakterisiert Trainer Pivac den Spielverlauf, attestiert seiner Mannschaft aber „gut gekämpft zu haben.

Seinen ersten Einsatz im blau-gelben Trikot absolvierte Pierre Hag, der jüngst erst nach Mühlacker gewechselt war. Bei seinem vorherigen Verein HSG Pforzheim hatte der Rückraumschütze bereits unter Trainer Pivac in der Landesliga gespielt. In Linkenheim zeigte der Neuzugang eine gute Leistung und steuerte drei Treffer bei.

Ein anderer allerdings fehlte: Ralf Kilper, vor der Saison von der SKV Rutesheim gekommen, hat sich bis dato zwar nicht als Torjäger hervorgetan. „Aber er hat sich mit der Zeit zu unserem besten Abwehrmann entwickelt“, lobt Pivac den 23-Jährigen, der vorgestern erstmals seit langem wegen einer Verletzung aussetzen musste. „Das hat man in unserer Defensive schon gemerkt.“ Sichtlich angeschlagen ist weiterhin Jörg Bidlingmaier, der wegen einer Schulterverletzung seinen rechten Arm nur eingeschränkt bewegen kann. Zwei seiner drei Tore warf Bidlingmaier vorgestern Abend mit Links.

Erfolgreichster Torschütze für Mühlacker war Carl Reiß, der insgesamt neunmal traf und am Siebenmeterstrich seine vier Strafwürfe allesamt verwandelte. Acht Treffer aus dem laufenden Spiel heraus gelangen David Laurinyecz. Sechs Tore gingen auf das Konto von Christian Jaehdeke, Daniel Ufrecht traf fünfmal.

„Vor dem Spiel habe ich gesagt, dass mir genügen würde, wenn wir mit einem Tor Vorsprung gewinnen. Aber natürlich erwartet beim Schlusslicht jeder einen Sieg mit 20 Treffern Unterschied“, erzählt Edin Pivac und fügt hinzu: „Das war kein Selbstläufer, aber jetzt geht’s weiter. Am Samstag kommt Stutensee.“

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