Kampfansage aus dem Enztal

Erstellt: 18. Februar 2010, 00:00 Uhr
Kampfansage aus dem Enztal Letzte Feinjustierung beim TSV Mühlhausen: Bis zum Derby beim TSV Großglattbach in gut einer Woche muss alles passen – nicht zuletzt die Abwehr bei Freistößen. Archivfoto: Eigner

Nach einer intensiven Vorbereitung sieht sich der TSV Mühlhausen für das Derby in Großglattbach gerüstet.

Der TSV Mühlhausen hat sich in der Kreisliga B5 berappelt. Der Aufsteiger liegt auf Rang neun im Mittelfeld. Doch das Ziel Klassenerhalt ist keineswegs schon erreicht. Dafür heißt es schuften. In gut einer Woche geht es zum Punktspiel nach Großglattbach. Und da ist noch eine Rechnung offen.

Von Steffen-Michael Eigner

Mühlacker-Mühlhausen. An das Hinspiel am 12. September gegen den TSV Großglattbach erinnert sich Mühlhausens Fußball-Abteilungsleiter Daniel Kunsek nicht allzu gerne. Nicht nur wegen der 2:5-Niederlage, auch wegen des Zustandekommens derselben.

 Schon nach acht Minuten lag Mühlhausen damals mit 0:2 zurück, weil Dirk Schäfer zweimal per direktem Freistoß getroffen hatte. Mühlhausen kam zurück, glich durch Tore von Steffen Weissert (12.) und Patrick Landefeld (19.) aus, ehe abermals Schäfer das 2:3 (25.) erzielte und Großglattbach nach der Halbzeit durch Kai Scheible (58., Foulelfmeter) und Güngör Topal (63.) zwei weitere Treffer markierte. Obendrein sah Daniel Kunsek nach 58 Minuten Gelb-Rot, weil er sich zu vehement über den Elfmeterpfiff des Schiedsrichters beschwert hatte.

 Keine Frage: Da ist aus Mühlhausener Sicht noch eine Rechnung offen, die beim Rückspiel in gut einer Woche beglichen werden soll. Und die Vorzeichen stehen mittlerweile anders.

 Damals, am zweiten Spieltag, war Großglattbach Tabellenführer. Aufsteiger Mühlhausen hingegen stand an vorletzter Position, hatte keine 14 Tage zuvor Trainer Gerd Gerlacher entlassen, weil dieser sich nach Meinung der Vereinsspitze öffentlich etwas zu abfällig über seine Mannschaft geäußert hatte. Seither hat sich einiges getan. Großglattbach ist von Platz zwei auf Rang sieben abgerutscht, Mühlhausen auf Platz neun geklettert. Zeitweise waren die beiden Teams sogar Tabellennachbarn, als Großglattbach an Nummer acht rangierte.

 Entsprechend selbstbewusst geben sich die Mühlhausener vor dem neuerlichen Derby, das auf den 28. Februar vorverlegt worden ist, weil der TSV Mühlhausen zum ursprünglichen Termin am 6. März den IVV-Volkswandertag ausrichtet.

 „In Großglattbach gibt es für uns nur eines: Auf Sieg spielen“, sendet Kunsek schon mal eine Kampfansage aus dem Enztal rauf auf die Platte, wohl wissend, dass der TSV Großglattbach derzeit ein paar personelle Probleme hat. „Das ist jetzt ein direkter Konkurrent in der Tabelle, da wollen wir gewinnen. Letztendlich wäre aber auch ein Punkt okay. Damit würden wir uns im Mittelfeld festsetzen.“

Viermal Training pro Woche:
„Das war ganz schön hart“

 Topfit wollen die Mühlhausener dort antreten, haben dafür eine knackige Rückrundenvorbereitung absolviert. Insgesamt zwölfmal bat Trainer Martin Klotz seine Jungs in den vergangenen drei Wochen zum Training. „Das war ganz schön hart“, so Kunseks Urteil. Nach zwei weiteren Einheiten in der laufenden Woche – vorgestern und heute Abend – absolvieren die Mühlhausener am kommenden Wochenende ein Trainingslager in Bad Wildbad. Dass dort voraussichtlich noch Schnee liegt, sieht Kunsek nicht als Hinderungsgrund: „Dort gibt es einen Kunstrasen. Für Konditionstraining genügt das allemal.“

 Was die Mühlhausener auf jeden Fall loswerden wollen, ist das Image, eine Fahrstuhlmannschaft zu sein. Seit Mühlhausen am Ende der Saison 2005/2006 nach mehreren Jahren in der Kreisliga B in die C-Liga absteigen musste, ging es im jährlichen Wechsel rauf und wieder runter. „Das wollen wir nicht wieder erleben“, stellt Daniel Kunsek klar, „aber dafür muss man gehörig arbeiten.

 Für die Rückserie ist der Mühlhausener Abteilungsleiter und Spieler optimistisch. „Unsere Hinrunde war im Rahmen des Machbaren optimal, vor allem nach dem ganzen Trubel zu Beginn“, ist Kunsek zufrieden, „Noch einmal so viele Punkte, und wir sind gerettet.“ Der Klassenerhalt bleibt weiterhin das vorrangige Ziel, des Aufsteigers, dessen Kader in der Winterpause unverändert blieb. Denn noch sind es nur sechs Punkte Vorsprung auf die Gefahrenzone. Nur zwei Patzer, und das beruhigende Polster könnte schon dahin sein.

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