Kampf gegen Äste und Felsbrocken

Erstellt: 26. Oktober 2006, 00:00 Uhr
Kampf gegen Äste und Felsbrocken Heidi Hillengardt holt den Sieg in der Klasse der Twinshocker. Foto: Küppers

Oldtimer-Trial und Gedächtnislauf beim RMSC: Schöne Maschinen und ein hohes sportliches Niveau

Mehr als 90 Sportler sind am Samstag auf dem Ölbronner Trial-Gelände unterwegs gewesen. Sie zeigten auf ihren Oldtimer-Motorrädern beim Endlauf zum Deutschland-Cup Geschicklichkeit auf höchstem Niveau.

VON RALPH KÜPPERS

Bereits zum sechsten Mal fand der Oldtimer-Trial beim RMSC Ölbronn statt, schon mehrfach war der Verein Ausrichter von Endläufen auf Bundesebene. Entsprechend hochrangig war das Teilnehmerfeld besetzt, im Fahrerlager waren Dialekte aus ganz Deutschland zu hören. Einige der einheimischen Starter zeigten sich sehr gut in Form und kamen trotz der starken Konkurrenz auf vorderste Plätze. So gewann Heidi Hillengardt vom RMSC Ölbronn die zweitschwierigste Klasse der Twinshocker. Das sind Motorräder mit zwei Stoßdämpfern, ein Indiz für ein gewisses Alter, da die heutigen Trial-Maschinen nur noch mit einem Stoßdämpfer gebaut werden. In der gleichen Klasse kam der für Ölbronn startende Albert Bott aus Großvillars auf den zweiten Platz.
 In der Anfängerklasse der Twinshocker belegte Karl-Heinz Laber Rang eins, seine Vereinskollegin Christine Lutz wurde Fünfte. Bei den Fortgeschrittenen belegte Michael Keller einen zehnten Platz für den RMSC. Björn Asmus ging als einziger Vertreter des gastgebenden Vereins in der Classic-Klasse an den Start, die den Motorrädern mit Baujahr vor 1965 vorbehalten ist. Er kam bei den Fortgeschrittenen auf Rang elf.
 Es war schon ein besonderes Erlebnis, im Ölbronner Steinbruch und dem umgebenden Gelände beinahe hundert alte Motorräder zu sehen und zu hören. Gerade die Geräuschentwicklung ist bei den historischen Maschinen höher als bei den heutigen Trials. Doch das Gelände des RMSC Ölbronn liegt weit genug ab vom Wohngebiet, so dass es in dieser Hinsicht keine Probleme gab.

Für Sportler und Fans gibt’s viel zu fachsimpeln

Für die Sportler und einige Schlachtenbummler gab es viel zu schauen und zu fachsimpeln. In vielen Fällen war es so, dass die Sportler und ihre Motorräder schon seit vielen Jahren gemeinsam am Start sind und sich im Lauf der Zeit auch gemeinsam den Ehrentitel „Oldtimer“ gesichert haben. Ebenso wie bei den jungen Sportlern auf aktuellen Trial-Motorrädern kam es bei dieser Veranstaltung darauf an, schwieriges Gelände möglichst ohne abzusteigen zu bewältigen. Steilhänge, rutschiger Untergrund und Äste oder Felsbrocken als Hindernisse verlangten den Fahrern einiges ab. Die Veranstalter achteten darauf, dass sich sämtliche Sektionen mit den historischen Motorrädern befahren ließen. Dass entsprechender Sachverstand in Ölbronn vorhanden ist, beweisen die erfolgreichen Teilnehmer des RMSC.

 Die Ölbronner Trial-Veranstaltung ist am Sonntag mit dem „Lothar Arnold-Gedächtnislauf“ in die zweite Runde gegangen. Damit erinnerte der RMSC Ölbronn an ein über viele Jahre hinweg engagiertes und bei Trialsportlern aus Nah und Fern bekanntes Vereinsmitglied. Lothar Arnold gehörte im Jahr 1955 zu den Gründern des RMSC, er ist im vergangenen Oktober mit 66 Jahren gestorben. Am Sonntagmorgen erinnerten sich die Sportler im Rahmen einer Andacht an ihn und hielten auch kurz inne, um einen Blick auf ihr eigenes Leben zu werfen.

 Die Veranstaltung stand auch am zweiten Tag auf einem sportlich hohen Niveau, weil die meisten Teilnehmer des Deutschland-Cups die Gelegenheit nutzten, noch einmal mitzufahren. Auch der Sonntag bescherte den Gastgebern mehrere sehr gute Platzierungen. Uwe Lilge, der zweite Vorsitzende des RMSC, setzte sich in der schwierigsten Klasse der Twinshocker ganz an die Spitze des Teilnehmerfelds. In der zweiten Klasse kamen Albert Bott und Heidi Hilligardt auf die Ränge zwei und drei. Karl-Heinz Laber gewann die Anfängerklasse der Twinshocker.

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