Kaminfreunde dürfen hoffen

Erstellt: 28. März 2009, 00:00 Uhr

Generelles Verbrennungsverbot am Illinger Hummelberg könnte kippen.

Illingen – Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass die Illinger Ratssitzung am Mittwoch auf starke Resonanz bei den Anwohnern des Hummelbergs stößt. Schließlich steht die von der Initiative „Pro Kamin“ gewünschte Änderung des Bebauungsplans hinsichtlich des Verbrennungsverbots auf der Tagesordnung.

VON FRANK GOERTZ

Seit geraumer Zeit ist es Wunsch des Gemeinderats, das Verbrennungsverbot aufzuheben. Dem steht allerdings ein Gutachten entgegen, dass im Oktober 2007 festgestellt hat, dass bei einer Aufhebung des Verbrennungsverbots die zulässigen Geruchsimmissionen überschritten werden. Die Feinstaub-Grenzwerte würden allerdings eingehalten werden.

 Die Initiative „Pro Kamin“ hat jedoch von Anfang an die Aussagen des Gutachtens bezweifelt. Ihre Kritik fußte unter anderem darauf, dass das Gutachten in den Sommermonaten erstellt wurde zu einer Sachlage die aber erst im Winter auftritt. Inzwischen liegt ein zweites Gutachten vor, das einen Lösungsweg aufzeigt.

 Die Verwaltung schlägt dem Gemeinderat auf der Grundlage dieses Gutachtens vor, den Bebauungsplan dahingehend zu ändern, dass das generelle Verbrennungsverbot ersetzt wird durch das Verbot der Verwendung bestimmter luftverunreinigender Stoffe wie Scheitholz und Hackschnitzel.

 Wie der Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung am 4.März erfahren hat, könnten zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes bestimmte luftverunreinigende Stoffe ausgeschlossen werden. Eine Beschränkung der Festsetzungen auf bestimmte Feuerungsanlagen sei nicht möglich.

 Um eine Ergänzung der Übersicht der luftverunreinigenden Stoffe am Hummelberg, auch hinsichtlich der Geruchsimmissonen, zu bekommen, soll das bereits vorliegende Gutachten ergänzt werden.

Gemeinde will Bürger direkt informieren

In der jüngsten Vergangenheit haben sich die Hummelberg-Bewohner heftig über die Informationspolitik der Gemeinde beklagt und dabei zuletzt auch die Bürgerfragestunden des Gemeinderats als Podium genutzt. Jetzt will die Verwaltung die Bürger direkt informieren und schlägt eine Informationsveranstaltung vor, an der auch die Fachleute teilnehmen sollen. Allerdings könnte diese Informationsveranstaltung erst stattfinden, wenn die Ergebnisse des Gutachtens vorliegen.

Weiterlesen
Zug der Gläubigen
preist den Herrn

Zug der Gläubigen preist den Herrn

Illingen. Die Illinger Prozession findet im jährlichen Wechsel mit Mühlacker statt, bilden doch die katholischen Kirchengemeinden eine gemeinsame Seelsorgeeinheit. So kamen zahlreiche Gäste aus der Nachbarstadt in die Stromberggemeinde. „Die… »