Jugendpfleger kommt gut an

Erstellt: 26. Januar 2012, 00:30 Uhr
Jugendpfleger kommt gut an Unter anderem im Rahmen des Kinderferienprogramms hat Gino Becht (Mitte) – hier bei einem Angebot für junge Skater – zahlreiche Kontakte zu Kindern und Jugendlichen geknüpft.Appich

Maulbronn. Die Stelle ist aufgeteilt in 75 Prozent Jugendarbeit und 25 Prozent Schulsozialarbeit. Becht ist seit einem Jahr im Amt. „Er geht in seinem Amt auf und hat schon viel bewegt“, lobte Bürgermeister Andreas Felchle dessen Arbeit.

„Für mich war es zunächst wichtig, gute Kontakte zu den Jugendlichen zu knüpfen“, berichtete Becht. Per Umfragebogen habe er deren Interessen abgefragt. „Inzwischen bin ich ein fester Ansprechpartner und auch Bezugsperson für viele“, sagte er. Ein Jugendrat wurde eingeführt, Jugendliche angeleitet, dort Verantwortung zu übernehmen, zahlreiche Projekte angestoßen und ausgeführt, zum Beispiel die Umgestaltung des Jugendraumes. Angebote, die allen Jugendlichen offen stehen: kicken in der Halle, in der auch ein Kraftraum genutzt werden kann, Inlineskaten in der Schule am Silahopp, zu dem auch Kinder aus dem Kinderzentrum kommen, das Jugendcafé in Zaisersweiher und ein Sommerferienprogramm der Jugendpflege. Zwischen sieben und 26 Teilnehmer nutzten jeweils pro Aktionstag die Angebote für sich, informierte Becht.

Die Besucherzahlen im Jugendraum Maulbronn, der dreimal in der Woche geöffnet ist, pendelten 2011 zwischen 240 Besuchern im Juli und der Höchstzahl 390 im März – insgesamt ein sehr gutes Ergebnis, das zeigt, dass Gino Becht bei den Jugendlichen ankommt.

Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund seien gleich stark vertreten, erfuhren die Stadträte. Der Jugendrat mit 16 Mitgliedern setze sich im Verhältnis 40 Prozent weiblich und 60 Prozent männlich zusammen. „Ich bedaure es, dass bei den vielen Jugendlichen mit türkischem Hintergrund in Maulbronn keiner von ihnen mitmacht“, sagte Becht. Der Beratungsbedarf bei problematischen Kindern und Jugendlichen habe sich gravierend erhöht, stellte Becht fest. „Umso erfreulicher sei es, „dass auch Jugendliche aus ,geordneten‘ Verhältnissen in den Jugendraum kommen und sich einbringen“. Stadträtin Karin Bohn-Abt begrüßte es, dass die Stelle mit einem Mann besetzt wurde, fehle doch Kindern, sie denke an die Grundschule, oft eine männliche Bezugsperson. Den Bericht des Jugendpflegers quittierte der Gemeinderat mit Beifall.

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