Jugendfeuerwehr: 24 Stunden im Einsatz

Erstellt: 30. Oktober 2007, 00:00 Uhr
Jugendfeuerwehr: 24 Stunden im Einsatz Jugendfeuerwehr: 24 Stunden im Einsatz

Übung der Sternenfelser Nachwuchs-Floriansjünger – Realistische Szenarien vom Brand bis zur Vermisstensuche

Sternenfels – Sich einmal fühlen wie ein echter Berufsfeuerwehrmann – das konnten am Wochenende die Mitglieder der Sternenfelser Jugendfeuerwehr. Für die 14 Jungen und ein Mädchen im Alter zwischen acht und 17 Jahren hatte das Betreuerteam eine 24-Stunden-Übung mit einer Vielzahl unterschiedlicher Einsätze organisiert.

VON ANDREA GARHÖFER

„Die Jugendlichen haben sich unbedingt einmal wieder eine 24-Stunden-Übung gewünscht“, so Andreas Burger, Stefan Schäfer und Melanie Hildwein vom Jugendfeuerwehr-Leitungsteam. Im Jahr 2004 hatte diese Übungsform Premiere bei der Sternenfelser Jugendfeuerwehr. „Die Jugendlichen waren damals total begeistert und wir vom Betreuerteam auch, denn diese Art der Übung motiviert und ist effektiv“, erklärten Burger, Schäfer und Hildwein.

 Die Jugendlichen sollten den Alltag von Berufsfeuerwehrleuten in möglichst vielen Facetten kennen lernen – dazu gehörten neben acht Einsätzen auch Fehlalarme, die Fahrzeug- und Gerätewartung und nicht zuletzt auch der Koch- und Küchendienst. Ein Mülleimerbrand, ein Verkehrsunfall, die Suche nach einer vermissten Person oder auch ein Gebäudebrand waren angenommene Situationen, an denen die Jugendlichen die Einsätze übten.

 Wert legten die Ausbilder dabei auf ein möglichst realistisches Szenario. Die Verletzten der „Unfälle“, dargestellt von Kameraden aus der aktiven Wehr, waren gekonnt geschminkt und auch „schauspielerisch“ fit, so dass sie beispielsweise eine Person im Schockzustand darstellen konnten. „Wir wollen die Jugendlichen fordern, aber nicht überfordern“, sagte Andreas Burger. Auf alle Übungen seien die Jugendlichen vorbereitet gewesen, beispielsweise durch einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für Kinder, den alle Sternenfelser Jugendfeuerwehrler gemeinsam absolviert hatten. „Außerdem gab es auch spezielle Übungseinsätze nur für die Älteren beziehungsweise nur für die Jüngeren.“

 „Die Übung war total klasse, am spannendsten war die Personensuche in der Nacht in den Weinbergen“, sagte Ali Ince (12). Begeistert von der Übung war auch Susi Kassab (10), derzeit das einzige Mädchen in der Sternenfelser Jugendfeuerwehr. Löschen, eine Ölspur abbinden oder Verletzte versorgen – „es hat alles Spaß gemacht“, sagte sie.

 Beim letzten Übungseinsatz, einem „Gartenhausbrand“ in den Diefenbacher Weinbergen, verfolgten auch Bürgermeisterin Sigrid Hornauer und der Sternenfelser Feuerwehrkommandant Günter Steinle den Jugendeinsatz. „Wir sind sehr froh über das große Engagement unseres Jugendfeuerwehr-Teams. Hinter dieser 24-Stunden-Übung steckt nicht nur eine Menge Arbeit, solche Veranstaltungen sind auch sehr wichtig für unsere Nachwuchsarbeit und damit für unsere gesamte Feuerwehr“, so Kommandant Steinle und Bürgermeisterin Hornauer unisono.

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