Iptinger jubeln in allerletzter Sekunde

Erstellt: 29. Mai 2006, 00:00 Uhr
Iptinger jubeln in allerletzter Sekunde Jubel beim Iptinger Anhang. Jetzt geht es in die Relegation. Fotos: Fotomoment

Knapper 1:0-Sieg bei der Phönix-Reserve sichert dem SVI den Platz in der Relegationsrunde.

Der SV Iptingen hat sich bei der Lomersheimer Reserve in allerletzter Sekunde doch noch den Relegationsrang gesichert. Christoph Glashauser war der umjubelte Mann nach dem Schlusspfiff, hatte er doch in der 93. Minute zum Siegtreffer eingenickt. Mit diesem Tor sicherte er seiner Mannschaft den Platz in der ersten Runde der Aufstiegsrelegation. Es war der letzte Ball in den Strafraum vom TSV Phönix Lomersheim II, der das Match schlussendlich entschied.

VON MIRKO BÄHR

Eigentlich hatte sich schon jeder mit dem 0:0-Unentschieden abgegeben. Sogar die Iptinger Elf, die mit hängenden Köpfen über den Rasen schlich. Es fehlte das letzte Aufbäumen, die Lomersheimer Reserve hielt dagegen und brachte somit die Gäste zur Verzweiflung.

 Der SVI resignierte schon, als Christoph Glashauser beim letzten Angriff der Gäste goldrichtig stand. Eine Flanke von der linken Seite köpfte er ins linke Toreck, TSV-Keeper Pietro Morgante, der nach 48. Minuten für Markus Gayer in die Partie kam, hatte keine Abwehrchance. Die vielen Schlachtenbummler jubelten und die Kicker auf dem Rasen fielen sich überglücklich in die Arme. Damit hatte keiner mehr gerechnet. Die Vaihinger Kicker, die selbst spielfrei waren und sich das Match natürlich nicht entgehen ließen, mussten mit ansehen, wie der Relegationszug in letzter Sekunde doch ohne sie abfährt. Die Iptinger werden nun am Samstag, 3. Juni, in Tamm gegen den FV Löchgau II antreten. Gewinnen die Mannen von Trainer Ulrich Hein dieses Match, geht es am Mittwoch, 7. Juni, gegen den TSV Kleinglattbach um den Platz in der A-Liga.

 Der SV Iptingen legte gestern los, wie die Feuerwehr. Eftal Cebeci hätte in den ersten drei Minuten seine Farben schon mit 2:0 in Führung schießen müssen. Er vergab aber die beiden Möglichkeiten, was nicht gerade dazu führte, dass die Gäste lockerer wurden. Zwar versuchte Iptingen das Match in die Hand zu nehmen, doch Phönix II hielt dagegen und kam ebenfalls zu Chancen. Nikolaus Knapp vergab nach 20 Minuten aus kurzer Distanz. Das Spiel war ausgeglichen, weitere Strafraumszenen gab es allerdings bis zur Pause nicht.

 Auch nach dem Wechsel plätscherte das Spiel erst einmal vor sich hin. Erste Annäherungsversuche der Iptinger nach einer Stunde, als Michael Knödl sich über rechts durch tankte Iptingen tat sich sehr schwer, die Hein-Elf wurde, je länger das Match dauerte, immer nervöser. Es klappte nichts mehr. Zu wenig Bewegung war im Spiel der Gäste, ideenlos agierten sie über weite Strecken. Die Lomersheimer witterten nun ihre Chance. In der 72. Minute versuchte es Nikolaus Knapp aus 16 Metern. Um ein Haar mit Erfolg, doch der Ball klatschte an den Pfosten. Die Hausherren waren dem 1:0 näher. Es blieb aber torlos.

 Die Schlussphase war spannend. SVI-Angreifer Eftal Cebeci hatte in der 85. Minute noch eine Möglichkeit aus dem Gewühl heraus, während Claus Piayda auf der Gegenseite einmal mehr einen Schuss nicht im Tor der Gäste unterbringen konnte. Vier Minuten dauerte schließlich die Nachspielzeit. Drei davon waren bereits absolviert, als Christoph Glashauser die Gäste dann doch noch erlöste.

 Ulrich Hein war nach dem Schlusspfiff natürlich erleichtert:  „Ich glaube wohl an mehr, als meine Spieler“, so der Coach, der von einem „glücklichen Sieg“ sprach. Klar, dass er mit diesem Resultat zufrieden sei. „Es gibt aber keinen Grund zu feiern, es geht weiter“, so Hein. Am Samstag gegen Löchgau muss sich der SVI von seiner besten Seite zeigen. Denn: „Die Löchgauer wollen unbedingt hoch, die können sich auch noch mit Jugendspielern verstärken“,blickt Hein schon voraus.

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