Im Stroh macht Hüpfen mehr Spaß

Erstellt: 27. Juni 2006, 00:00 Uhr
Im Stroh macht Hüpfen mehr Spaß Keine Angst vor großen Tieren - drei Jahre alt ist Colin aus Großvillars. Foto: Appich

Bauernhof der Familie Bonnet in Kleinvillars: Vielseitiges Programm beim Tag der „Gläsernen Produktion“

Knittlingen-Kleinvillars – Im Rahmen der Aktion „Gläserne Produktion“ hatte die Familie Bonnet am Sonntag die Tore ihres Bauernhofs im Baumbachweg für jedermann weit geöffnet.

VON RAINER APPICH

Zu Fuß, als Radwanderer, mit Pkw oder Motorrad waren zahlreiche Besucher der Beschilderung zum Baumbachhof gefolgt, wo sie ein abwechslungsreiches Programmangebot erwartete. Viele Helfer – auf rund 25 bis 30 Leute schätzte Auszubildender Jochen Bonnet die Zahl der mithelfenden Familienangehörigen, Freunde und Hofangestellten – kümmerten sich sowohl um das leibliche Wohl der Gäste als auch um die vielen Aktionen in und um den Hof.

 Stündlich führte Tobias Bonnet, der 27-jährige Leiter des landwirtschaftlichen Bereichs, Besuchergruppen durch die weitläufige Hofanlage. Eine Milchleistung von rund 300 Litern pro Tag erziele er von seinen derzeit 16 Milchkühen, erläuterte er im offenen Kaltstall. Ein beträchtlicher Teil davon werde in der hofeigenen Käserei weiterverarbeitet. Seit rund 30 Jahren wirtschaften die Bonnets nach biologisch-dynamischen Richtlinien. Im Hofladen verkaufen sie selbst angebaute und verarbeitete Lebensmittel. „Ungefähr 50 Prozent unserer Produkte werden selbst vermarktet“, schätzte Seniorchef und Vermarktungsleiter Gerhard Bonnet, der die Besucher per Traktor über die Feldflur führte.
 „Ins Stroh springen macht mehr Spaß als Hüpfen in einer Plastikhüpfburg“, meinte der fünfjährige Tobias Österle aus Bad Liebenzell, der mit seiner Oma einen Ausflug nach Kleinvillars gemacht hatte und sich von der Strohballen-Hüpfburg gar nicht mehr losreißen konnte. Kühe oder Schweine füttern, Ponys reiten, sich vorsichtig zwei Alpakas nähern oder sich lustig schminken lassen – die Kinder hatten jedenfalls viel Spaß auf dem Baumbachhof.

 Ihr sei wichtig, dass Kindern gezeigt werden kann, wo Milch, Fleisch oder Brot eigentlich herkommen, erklärte die Mutter des dreijährigen Dario.

 Wer trifft am besten? Am Bogenschießstand konnten sich die Hobbyschützen als Indianer oder Robin Hood fühlen. In den wilden Westen versetzt fühlten sich die Besucher auch bei Berthold Grammel. In seinem Tipi fertigte der Dietlinger Sattler, Messer-, Gold- und Silberschmied kunstvolle Lederwaren und zeigte seine Künste im Schmiedehandwerk.
 Einerseits ein traditioneller, landwirtschaftlicher Mischbetrieb mit Schlachtviehhaltung, Milchwirtschaft, Getreide- und Feldfrüchteanbau und auf der andern Seite eine Hofanlage mit moderner, innovativer Technik wie Solaranlage und Hackschnitzelheizung – so präsentierte sich der Baumbachhof der Familie Bonnet seinen Besuchern.

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