Illinger Eck: Kreuzung wird saniert

Erstellt: 22. April 2006, 00:00 Uhr
Illinger Eck: Kreuzung wird saniert Testbohrungen geben Aufschluss über Schäden am Illinger Eck. Foto: Hansen

Verformungen und Spurrillen im Verkehrsknoten festgestellt – Arbeiten sollen Anfang August anlaufen

Illingen – Voraussichtlich im August wird am Illinger Eck gebuddelt. Grund: Der dortige Kreuzungsbereich bedarf einer Sanierung, weil die Fahrbahnen einige sichtbare Schäden aufweisen. Am Donnerstag haben zu dem Vorhaben schon mal vorbereitende Untersuchungsbohrungen stattgefunden.

VON THOMAS SADLER

„Es steht eine Sanierung der Fahrbahnoberfläche an“, sagte gestern Armin Burster vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Außenstelle Freudenstadt, dem Mühlacker Tagblatt. „Verformungen der Straße und Spurrillen“ machten eine umfangreiche Reparatur erforderlich, so der Experte. Zur genauen Feststellung des Schadens und der Schadensursachen wurden am Donnerstag Testbohrungen auf den Bundesstraßen 10 und 35 beim Illinger Eck vorgenommen. Weil die Untersuchungen erst noch ausgewertet werden müssen, stehe noch nicht fest, wie lange die Arbeiten dauern werden. Zurzeit gehe man von ungefähr vier Wochen aus. Der Startschuss soll Anfang August fallen.

 Zwar herrscht momentan auch noch keine 100-prozentige Klarheit über die Ursachen der Straßenschäden, doch sei erwiesen, dass zwei Faktoren dabei auf jeden Fall eine entscheidende Rolle spielen: das hohe Verkehrsaufkommen im Allgemeinen und die starke Frequentierung durch Schwerlastverkehr im Besonderen.

 Zwei Deckschichten, so Armin Burster, gelte es zu erneuern. An Stellen, wo Verformungen vorhanden seien, reiche dies allerdings nicht aus: Dort müsse die Sanierung – eine Maßnahme des Bundes, die vom Baureferat des Regierungspräsidiums durchgeführt wird – bis in tiefere Fahrbahnschichten ausgedehnt werden. Mithin können sich die Autofahrer schon mal auf Sperrungen und Verkehrsbehinderungen in der Sommerzeit einstellen.

 Auch der Enzkreis wird „im Zusammenhang mit den Belagsarbeiten“ tätig, wie Verkehrsamtsleiter Wolfgang Rittmann ankündigt. Und zwar würden auf dem Mittelstreifen der B35 bei der Jet-Tankstelle „Klemmfix“-Baken aufgestellt. Dadurch möchte das Landratsat verhindern, dass weiterhin Autofahrer, die zurück in Richtung Vaihingen fahren wollen, verbotenerweise auf der Bundesstraße wenden, anstatt einen kleinen, aber korrekten Wende-Umweg in Kauf zu nehmen. Durch die unzulässigen Manöver, weiß Rittmann, „hat es bereits mehrere Unfälle und Beinahe-Unfälle gegeben“.

 Apropos Illinger Eck. Seit Juli vorigen Jahres lauert dort eine Blitzanlage, die nicht nur unerwünschte Fotos von Rasern schießt, sondern auch von Verkehrsteilnehmern, die bei Rot durchbrausen. Bisherige Bilanz: Bis Ende 2005 wurden 3453 Schnellfahrer geblitzt, 194 Rotlichtsünder und 24 doppelt Erwischte – also Autofahrer, die nicht nur bei der falschen Ampelfarbe, sondern auch noch zu eilig den „Starenkasten“ passiert hatten.

 Des einen Freud, des anderen Leid: Während die Ertappten zur Kasse gebeten werden, kann sich der Enzkreis über die Einnahme von Bußgeldern in erklecklicher Höhe freuen. In einem Jahr, wird laut Wolfgang Rittmann kalkuliert, kämen da circa 180000 bis 200000 Euro zusammen.

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