Illinger Amtsleiter tauschen die Plätze

Erstellt: 30. September 2006, 00:00 Uhr
Illinger Amtsleiter tauschen die Plätze Heidi Schmid.

Bürgermeister verteilt Aufgaben neu – Heidi Schmid wird Kämmerin und Rainer Scheible Hauptamtsleiter.

Illingen (the) – Interne Umbesetzungen hat Bürgermeister Harald Eiberger im Illinger Rathaus angeordnet. Die spektakulärste Neuerung: Hauptamtsleiterin Heidi Schmid und Kämmerer Rainer Scheible tauschen die Plätze.

Eine Nachricht, die bei den Illingern Erinnerungen weckt. Hat es doch in ihrer Gemeindeverwaltung in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Veränderungen geben – und das nicht nur an der Spitze.

 Insbesondere Eibergers Vor-Vorgänger Jochen Protzer hatte bereits Aufgabenbereiche kräftig durcheinandergewirbelt, indem er unter anderem den damaligen Hauptamtsleiter Rainer Scheible zum Leiter der Kämmerei ernannte und dafür Ralph Gerster ins Hauptamt holte. Womit deutlich wird: Ein Wechsel zwischen diesen beiden zweitwichtigsten Posten im Rathaus ist in Illingen keine neue Erfahrung.

 Ralph Gerster hat die Gemeinde in der Ära Hintermayer verlassen, und Heidi Schmid wurde als neue Hauptamtsleiterin verpflichtet. Mit Beginn des neuen Monats ist sie nun für die kommunalen Finanzen zuständig, während Rainer Scheible nach acht Jahren ins Hauptamt zurückkehrt. Gleichzeitig werden die Aufgaben neu definiert: Scheible behält trotz des Wechsels den Bereich Liegenschaften, der künftig dem Hauptamt zugeordnet ist, und Heidi Schmid bleibt auch als Kämmerin für die Aufgaben des Ordnungsamts zuständig.

 „Ich bin überzeugt: In dieser Konstellation lassen sich die vor uns liegenden Aufgaben am besten bewältigen“, begründet Bürgermeister Harald Eiberger die interne Umstrukturierung, die im Übrigen auch einige andere Bereiche und Mitarbeiter der 20-köpfigen Verwaltung betreffe. Die Fraktionen im Gemeinderat habe er, wie auch die betroffenen Mitarbeiter, im Vorfeld über seine Entschlüsse informiert.

 Nun liegt der Verdacht nahe, dass, wenn es künftig besser laufen soll, bislang nicht alles nach Wunsch gelaufen ist. „Es geht darum, die Aufgaben so zu verteilen, dass jeder seine Stärken am besten einsetzen kann“, umschreibt es Eiberger. „und mir persönlich geht es dabei immer nur um die Sache.“ Weder Sympathiefragen noch atmosphärische Störungen oder ein konkretes Versäumnis eines Beteiligten hätten bei der Entscheidung eine Rolle gespielt.

 Auch mit der Wahl und der daraus resultierenden Konstellation – gewählter Bürgermeister und eine gescheiterte Kandidatin als Hauptamtsleiterin – habe der Vorgang nichts zu tun. Eiberger: „Es wurde schließlich niemand degradiert.“

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