Illinger A-Junioren erleben ein Déjà-Vu

Erstellt: 18. Juni 2010, 00:00 Uhr
Illinger A-Junioren erleben ein Déjà-Vu Gegen die technisch besseren und in den Zweikämpfen robusteren Ditzinger (in Grün) fehlt den Illinger Junioren nur ein wenig Glück. Foto: Eigner

Gegentor in der Nachspielzeit vereitelt den Einzug ins Endspiel des Bezirkspokals

Irgendwie kommen sich die A-Jugend-Fußballer des SV Illingen vor wie in der Wiederholung eines schlechten Films. Wie schon beim Heimspiel in der Bezirksliga verlieren sie auch das Bezirkspokal-Halbfinale gegen die TSF Ditzingen durch ein Gegentor in der Nachspielzeit mit 0:1.

Von Steffen-Michael Eigner

Illingen. „So ein Mist“, faucht einer der Illinger Spieler und kickt den Ball gegen die mittlerweile leere Reservebank. Seine Mannschaftskameraden lassen die Köpfe hängen. Die beiden Trainer Nicola Corrado und Klaus Höger versuchen aufzumuntern. Viel hat nicht gefehlt, ein gutes Spiel gegen den frischgebackenen Bezirksliga-Meister mit einem Tor zu krönen.

 Vor allem in der ersten Halbzeit enttäuschen die Gäste. Ditzingen hat zwar mehr Ballbesitz, spielt jedoch insgesamt zu statisch. Illingen, in der Bezirksliga Vierter geworden, hat die besseren Chancen. Zweimal taucht Marcel Liebendörfer vor TSF-Keeper Simon Kretschmer auf. Einmal traut er sich nicht mit links und wird abgedrängt (19.), das andere Mal zieht er aus der Drehung ab, doch Kretschmer packt sich das Leder mit einem Panthersprung (29.). Giuseppe Drogo verfehlt das Tor aus 20 Metern knapp (38.). Die einzige dicke Gelegenheit für die Turn- und Sportfreunde ist ein Pfostenschuss von Laurin Vasile. „Das war kein Fußball. Wir müssen unsere Positionen besser halten und laufen. Wir bewegen uns gar nicht“, redet TSF-Trainer Manuel Fuchs in der Pause Tacheles, während sein Gegenüber Klaus Höger zufrieden ist: „Wir spielen clever.“

 Nach dem Wiederanpfiff nimmt die Partie an Fahrt auf, wird phasenweise zum offenen Schlagabtausch. Marcel Liebendörfer alleine könnte das Spiel für Illingen entscheiden. Doch der Stürmer bleibt aus ausichtreichen Positionen immer wieder an einem der TSF-Verteidiger hängen oder scheitert an Keeper Simon Kretschmer. Einen möglichen Foulelfmeter verweigert ihm Bahri Muharemi. Der Unparteiische aus Nussdorf zieht stattdessen Gelb für eine angebliche Schwalbe (63.).

 Auch im Illinger Strafraum ist nun aber deutlich mehr los. Daniele Garafalos 16-Meter-Schuss zischt nur Zentimeter über das Tor (56.). Felix Todten hämmert den Ball aus 20 Metern ans Lattenkreuz (74.). Bei Schüssen von Dennis Schranz (73.) und David Astore (82.) zaubert SVI-Schlussmann Mathias Rösler jeweils eine Glanzparade hervor. Es sieht nach Verlängerung aus, als abermals Liebendörfer alleine auf Kretschmer zustürmt. Doch der Illinger legt sich den Ball zu weit vor. Kretschmer fängt ihn ab. Den Gegenzug schließt Felix Rapp zum 0:1 ab (90.+1.).

 „Ein glücklicher Sieg, aber aufgrund unserer Chancen in der zweiten Hälfte verdient“, findet TSF-Coach Fuchs. Sein Illinger Amtskollege Nicola Corrado trauert den vergebenen Chancen nach: „Eine davon muss man halt einfach machen.“
Tore: 0:1 Felix Rapp (90.+1)

SV Illingen: Rösler – N. Gatsas, Hitzler, Rehfuß, Köppl, Platia, Liebendörfer, Brenner, Drogo, Knödler, M. Gatsas / Gutjahr, Wanko, Theuerkauf, Fellini
TSF Ditzingen: Kretschmer – Wolf, Schranz, Sezairi, Todten. Bozkurt, Astore, Stotz, Vasile, Garafalo, Gebbert / Dulla, Hummel, Grau, Rapp

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