Hospitäler suchen junge Ärzte

Erstellt: 31. März 2009, 00:00 Uhr
Hospitäler suchen junge Ärzte Edwin Beckert hört 2010 auf Edwin Beckert, seit 15 Jahren Klinik-Chef in Ludwigsburg, geht Anfang 2010 in den Ruhestand. Für den 65-jährigen Krankenhausmanager wird ein jetzt ein Nachfolger gesucht. Dieser ist, wie Beckert, für die Klinik-Gesellschaft Ludwigsburg-Bietigheim, für die Enzkreis-Kliniken, für die Orthopädische Klinik Markgröningen und der Klinikholding Ludwigsburg, Enzkreis und Karlsruhe verantwortlich. Foto: Franz

Aufsichtsrat der Enzkreis-Kliniken tagt in Mühlacker – Diskussion um Kapazitäten

Mühlacker/Enzkreis – Die Suche nach jungen Ärzten für Krankenhäuser und Arztpraxen wird immer schwieriger. Darüber ist gestern der Aufsichtsrat der Enzkreis-Klinken informiert worden. Thema war auch die Versogung von Schwerverletzten nach Unfällen.

VON GERHARD FRANZ

Kreisräte, Mitarbeiter des Landratsamtes und Beschäftigte der Enzkreis-Klinken nehmen an den Aufsichtsratssitzungen teil.

 Eines der Themen im öffentlichen Teil war am Montag die Versorgung von Schwerverletzten nach Verkehrsunfällen (das MT berichtete). Dabei wurden im Aufsichtsrat kritische Stimmen laut, weil der Kommandant Bernd Straile, dessen Namen in der Sitzung allerdings nicht genannt wurde, diesen Punkt kürzlich bei der Hauptversammlung der Mühlacker Feuerwehr öffentlich angesprochen hatte. Daraufhin hatten die Kreisräte Rolf Leo und Günter Bächle eine Anfrage an die Krankenhaus-Leitung gerichtet. Antwort: Alle Kliniken rund um Mühlacker können aus Kapazitätsgrenzen nur einen Schwerverletzten nach einem Verkehrsunfall oder Unfall versorgen.

 Weitere Personalkapazitäten, sagte Geschäftsführer Edwin Beckert gestern, würden von den Krankenkassen nicht finanziert. Wichtig sei, so die Medizinische Geschäftsführerin der Enzkreis-Kliniken, Dr. Andrea Grebe, und der Mediziner und Kreisrat Dr. Till Neugebauer, dass die Patienten in die Krankenhäuser kommen, in denen sie optimal versorgt werden können. Neugebauer wehrte sich dagegen, dass in der öffentlichen Diskussion der Eindruck entsteht, die Patienten würden nach einem Unfall nicht richtig versorgt. „Dem ist nicht so.“

 Bei einem Tansport von Patienten im Hubschrauber, gab Andrea Greb zu bedenken, spiele die Entfernung in ein Krankenhaus keine so gravierende Rolle wie bei einer Fahrt im Rettungswagen.

 Angesprochen wurde von Kreisräten das bundesweite Dilemma, dass es nicht genügend junge Ärzte gebe. Problematisch sei derzeit die Situation in der Chirurgie in Neuenbürg, hieß es. Von Schwierigkeiten, ausreichend Stellen mit jungen Ärzten zu besetzen, seien auch die Krankenhäuser in Vaihingen und Marbach/Neckar betroffen.

 Die Fallzahlen im Krankenhaus Mühlacker hätten sich 2008 weiter stabilisiert. Sie seien um vier Prozent beziehungsweise 343 Fälle gestiegen, und die Geburtenzahlen hätten um 2,7 Prozent zugenommen. Einen guten Zuspruch findet die Privatstation im Mühlacker Krankenhaus. Die Belegungsquote liegt bei 85 Prozent. Kreisrat Bächle wollte wissen, ob es Pläne gebe, die Kapazitäten zu erweitern. Regionaldirektorin Susanne Jansen: „Jetzt müssen wir einmal die Entwicklung beobachten und nicht in einen Aktionismus verfallen.“

 Ab dem 3. August wird der Klinik-Neubau in Neuenbürg bezogen. Bewährt habe sich auch der neue Notarztstandort in Neuenbürg, erklärte Susanne Jansen.
 Die Sanierung der Ost-Fassade am Krankenhaus Mühlacker ist Ende 2008 abgeschlossen worden.

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