Hopp: Am Geld nicht scheitern lassen

Erstellt: 31. August 2007, 00:00 Uhr
Hopp: Am Geld nicht scheitern lassen Wohin geht die Reise in der Fauststadt? Bürgerforen sollen in Knittlingen planerisch die Weichen stellen. Foto: Archiv

Knittlinger Bürgerforen sollen Ende September wieder tagen – Weiterer Arbeitskreis denkbar

Knittlingen (cb) – Wichtige Impulse für die strategische Entwicklung Knittlingens erhofft sich die Stadtverwaltung von den im März gegründeten Bürgerforen. Diese sollen Ende September zum zweiten Mal zusammentreten. Noch in diesem Jahr könnten erste Ergebnisse präsentiert werden.

Stadtmarketing im besten Sinn, denkt Bürgermeister Heinz-Peter Hopp an die werbewirksame Fernsehübertragung der Deutschland-Tour zurück, sei unlängst die TV-Übertragung der Etappe durch Knittlingen gewesen. Stadtmarketing – und zwar im Sinne einer über die positive Außenwirkung hinaus reichenden Weiterentwicklung – nennen Verwaltung und Gemeinderat auch jenen Prozess, in den sie mit der vor einigen Jahren durchgeführten Haushaltsbefragung eingetreten sind. Und genau so, wie sich die Radsportler abstrampelten, ist auch die strategische Zukunftsplanung mit einiger Mühe verbunden.

 Angeleitet von zwei Professoren der Pforzheimer Hochschule, haben sich Knittlinger Bürger am 31. März dieses Jahres erstmals getroffen, um in den beiden Foren „Stadtbild und Stadtleben“ sowie „Wirtschaft und Handel“ Vorschläge zu erarbeiten, in welche Richtung sich die Stadt langfristig entwickeln soll und welche Maßnahmen kurzfristig angegangen werden könnten. Die avisierte zweite ganztägige Runde soll, wie der Rathauschef ankündigt, Ende September folgen.

 Was sich in der Zwischenzeit getan hat und welche Vorschläge möglicherweise schon Gestalt angenommen haben, darüber mag Heinz-Peter Hopp öffentlich nicht spekulieren. Schließlich wolle die Verwaltung die Foren zwar unterstützen, ihnen aber nicht hineinreden und schon gar nicht das Heft aus der Hand nehmen. „Wir können auch mit kritischen Ergebnissen leben“, betont der Bürgermeister. „Mitte, Ende Oktober“, hofft er, könnte dem Lenkungsgremium und dem Gemeinderat Bericht erstattet werden. Der Prozess Stadtmarketing werde sich aber über einen sehr langen Zeitraum erstrecken. „Sofortmaßnahmen wollen wir gleich umsetzen, für längerfristige Dinge jetzt die Weichen stellen“, sagt Heinz-Peter Hopp.

 Wie viel Geld aber steht im kommenden Jahr für die Umsetzung von Sofortmaßnahmen zur Verfügung? Hier verweist der Bürgermeister auf die Haushaltsberatungen: „Über die Prioritätenliste entscheidet der Gemeinderat.“

 6500 Euro hat Knittlingen bisher in die Arbeit des Professorenteams investiert. „Das ist nicht viel Geld, wenn man bedenkt, dass auf der Basis von ehrenamtlicher Arbeit hier wichtige Impulse für die Zukunft der Stadt entwickelt werden“, sagt Hopp. Daher sollte seiner Ansicht nach auch ein drittes Forum zu den Themenbereichen Jugend, Bildung und Soziales nicht an den Finanzen scheitern.

 „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“, bemüht der Bürgermeister die Polizeirechtssprache, fänden sich auch hierfür genügend Mitstreiter, stamme doch der Vorschlag aus der Bevölkerung. Außerdem sei das Themengebiet breit gefächert und umfasse beispielsweise auch die von einigen Knittlinger Bürgern gewünschte Skateanlage.

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