Hocketse ist heute ein Großereignis

Erstellt: 6. August 2007, 00:00 Uhr
Hocketse ist heute ein Großereignis Hocketse ist heute ein Großereignis

Mühlhäuser Fischerfest hat sich aus bescheidenen Anfängen vor 30 Jahren zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt

Mühlacker-Mühlhausen –  Zu einem wahren Publikumsmagneten hat sich am Wochenende wieder das Fischerfest in Mühlhausen entwickelt. Bei herrlichem Festwetter strömten an drei Tagen tausende von Besuchern zur 30. Auflage, die keine Wünsche offen ließ.

VON ULRIKE STAHLFELD

„Wo’s was zum Essa gibt, do kann man uns finda.“ Wer gestern um die Mittagszeit auf dem Festgelände eintraf, der musste schon nach einem freiem Platz Ausschau halten. Hunderte von hungrigen Festgästen füllten das Festzelt, und draußen waren auch die Garnituren unter den Sonnenschirmen in kürzester Zeit restlos besetzt.
 Rund 1000 Besucher zählten die Gastgeber vom Sportfischerverein am Sonntag. Genauso viele Gäste dürften es auch am Freitag und am Samstag gewesen sein, die rund 120 Helferinnen und Helfer gewaltig auf Trab hielten. Wie viele Kilogramm Fische verzehrt wurden, konnte Ehrenvorsitzender Wolfgang Schreiber nicht sagen. Eines aber wusste er genau: Noch am Sonntagvormittag hatten 20 Frauen sieben Zentner Kartoffeln zu Salat verarbeitet.

 „Alles handgemacht, bis zum hin zum Kuchen“, unterstrich Schreiber. Der „ganze Flecka“ habe im Vorfeld dafür gebacken. Er erinnere sich noch gut an das erste Fest vor 30 Jahren, als alles mit einer bescheidenen Behelfsbedachung begonnen hatte. Im zweiten Jahr sei dann der große Hagelsturm gekommen und habe das Fest in fünf Minuten „platt gemacht“, blickte Schreiber auf beschwerliche Anfänge zurück. Dennoch ließen sich die Sportfischer nicht beirren und starteten eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile steht auf dem Festplatz ein 35 auf 15 Meter großes Zelt.

 Den großen Erfolg führt Schreiber zum einen auf die für Kinder ideale Lage des Festgeländes mit dem großen Spielplatz in der direkten Nachbarschaft zurück. Zum anderen auf den Termin in den veranstaltungsarmen Ferien, aber auch auf das Angebot: „Alles wird frisch gebraten.“

 Weiteres Zugpferd war am Freitagabend die Gruppe „Five Live“, die gleich zum Festauftakt das Publikum strömen ließ. Das Quintett begeisterte mit beliebten Rock- und Poptiteln der 60er und 70er Jahre. Das Trommler- und Pfeifercorps aus Mühlacker begrüßte am Samstag die Gäste, bevor am Abend der Amadeus Dance- und Showband die Bühne gehörte. Zünftig ging es dann am Sonntag mit den Ensinger Dorfmusikanten in die letzte Runde.

 Einziger Wermutstropfen beim Fischerfest: Beim Kameradschaftsfischen am gestrigen Sonntagmorgen wollten die Fische in der Enz nicht so recht anbeißen. Vorsitzender Jochen Benz: „Es war zu warm.“ Nur 39,325 Kilogramm fingen die rekordverdächtigen 100 teilnehmenden Angler, darunter auch neun Jugendliche. Als stärkste Mannschaft zeichnete Bürgermeister Hans-Jürgen Pisch den ASV Mühlacker aus, der mit 29 Mitgliedern gekommen war. Es folgten der ASV Unterriexingen (24 Teilnehmer) und der SFV Enztal Mühlacker (19 Teilnehmer).

 Die Fischer des SFV Enztal Mühlacker verzeichneten mit insgesamt 16950 Gramm den größten Fang, dahinter rangierten mit 8845 Gramm der BFV Vaihingen und mit 7955 Gramm der ASV Mühlacker. Den schwersten Brocken zog Thomas Reuter von den Enztal-Fischern aus der Enz: eine Brachse mit 2550 Gramm. In der Einzelwertung hatte Stephan Castek (FSV Enztal) mit 3605 Gramm die Nase vorn. Erfolgreichster Jugendlicher war Adrian Mannhardt vom ASV Illingen mit 1640 Gramm.

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