Hilfe für Litauen rollt an

Erstellt: 31. Oktober 2009, 00:00 Uhr
Hilfe für Litauen rollt an Die Litauer sind ein Völkchen, das reich gesegnet ist mit musikalischen Talenten, aber viele Menschen leiden wirtschaftlich unter Armut. Foto: p

Verein transportiert mit einem 40-Tonner erneut Spendengüter ins Baltikum – Kurzfristige Lagermöglichkeit gefunden

Der Verein „Hilfe für Litauen“ organisiert einen weiteren Hilfstransport ins Baltikum. Mitte November geht der Laster auf die Reise. Spendengüter können zuvor in Knittlingen-Hohenklingen abgegeben werden.

Enzkreis (pm/cb). „In den letzten Monaten haben mich so viele Menschen gefragt, wann denn der nächste Transport stattfindet, und ich musste sie immer wieder vertrösten. Jetzt ist es endlich soweit“, freut sich Heinz Daferner, der Erste Vorsitzende des Vereins, der vor 15 Jahren gegründet wurde und seither zahlreiche Hilfstransporte organisiert hat – zuletzt trotz immer größerer organisatorischer Probleme. Der Verein hatte, wie berichtet, die über Jahre hinweg genutzte Lagerhalle verloren. Nun stehe aber kurzfristig ein geeigneter Raum zur Verfügung, berichtet Heinz Daferner.

„Unsere materielle und finanzielle Hilfe wird dringend gebraucht“
Heinz Daferner, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Litauen“

 Unterstützung für Litauen sei nach wie vor notwendig, betont der Vereinsvorsitzende. Viele Leute glaubten, dass es seit der EU-Mitgliedschaft des Landes allen Menschen dort besser gehen müsse. Tatsache sei jedoch, dass es einem Großteil der Armen, der Älteren und der Kranken noch schlechter gehe als zuvor, vor allem im ländlichen Raum. EU-Gelder flössen überwiegend in Straßenbau und Gebäuderenovierung. Soziale Verpflichtungen folgten wesentlich später und spärlich.

 „Deshalb hat diesmal unser Transport wieder die Hafenstadt Klaipeda an der Ostsee zum Ziel, wo wir vor über zehn Jahren in der Diakoniestation Sandora eine Suppenküche aufgebaut und eineinhalb Arbeitsplätze eingerichtet haben und auch finanzieren. Unsere materielle und finanzielle Hilfe wird dort dringend gebraucht“, sagt Heinz Daferner.
 
Fast ein Jahr lang arbeite der Verein nun an der Organisation eines neuen Transports. Erst vor wenigen Tagen habe sich die Möglichkeit ergeben, eine Lagerhalle für zwei Wochen benutzen zu dürfen und einen Lkw mit einem Fahrer zu erhalten. Er danke dafür den Firmen Holzschuh und Athos in Hohenklingen und der Firma Craiss in Mühlacker. Ein zweiter Fahrer werde aber immer noch gesucht. „Da wir weiterhin mit diesen Schwierigkeiten rechnen, ist dies wieder vorläufig der letzte Transport nach Litauen“, bedauert Daferner. Falls es im kommenden Jahr doch gelingen solle, die organisatorischen Hürden ein weiteres Mal zu überspringen, werde er sich an die Öffentlichkeit wenden.

 Für den aktuellen Transport stehe ein 40-Tonner bereit und warte auf die Ladung. „Jetzt freuen wir uns zusammen mit dem ehrenamtlichen Diakonie-Team unter der Leitung von Magdalena Piklaps über alles, was gut erhalten und ordentlich in Kartons zum Stapeln verpackt ist“, sagt Heinz Daferner. Abgegeben werden können beispielsweise Kleider, Geschirr, Hausrat, Waschpulver, Seife, Fahrräder, Brillen, Baby- und Kindersachen, Spielzeug, Decken, Gardinen, Handtücher, Bettwäsche und mehr. Nicht mitgenommen werden Kinderwagen und dreiteilige Matratzen. Da die Unkosten erneut gestiegen seien, werden darüber hinaus auch Geldspenden benötigt.

 Weitere Auskünfte gibt es telefonisch unter der Nummer 07045/2556.

Die Sammelstelle befindet sich dieses Mal in Hohenklingen, Im Köbler 2, bei der Firma Athos neben der Firma Holzschuh. Sammeltermine sind nur am Montag, 9. November, und am Donnerstag, 12. November, jeweils von 14 bis 16 Uhr.

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