Helden üben für den Katastrophenfall

Erstellt: 29. Juni 2010, 00:00 Uhr
Helden üben für den Katastrophenfall Oberbürgermeister Frank Schneider, Gemeinderäte und Feuerwehrkommandant Ralph Keipp lassen sich vom THW informieren. Foto: Appich

Mühlacker Gemeinderat informiert sich beim Technischen Hilfswerk Mühlacker – Fahrzeuge stehen in Lienzingen

Sie rücken aus im Katastrophenfall, sie leisten technisch-humanitäre Hilfe auch weltweit, und ihr Funkname ist „Heros“ (griechisch „der Held“): die ehrenamtlichen Helfer vom Technischen Hilfswerk Mühlacker (THW).

Von Rainer Appich

Mühlacker-Lienzingen. Der Ortsverband Mühlacker hat seinen Sitz in der Lienzinger Schelmenwaldstraße. Dort sind Fahrzeuge und Gerätschaften deponiert. Am Donnerstag besuchte eine Abordnung des Mühlacker Gemeinderates mit Oberbürgermeister Frank Schneider, Bürgermeister Winfried Abicht und Feuerwehrkommandant Ralph Keipp das THW. Der Ortsbeauftragte des THW, Lothar Drung, und Zugführer Steffen Bandle informierten die Besucher über Personalstärke, Fuhrpark, Ausstattung, Einsatzmöglichkeiten und Unterbringung des Ortsverbands. Vor 51 Jahren sei der Ortsverband in Mühlacker gegründet worden, erklärte Drung. Nach vielen Jahren unter einem gemeinsamen Dach mit der Feuerwehr mietete sich das THW in das Areal eines ehemaligen Handwerksbetriebs in der Lienzinger Schelmenwaldstraße ein.

 Momentan besteht der Ortsverband aus 50 aktiven Helfern, vier Althelfern und rund einem Dutzend Reservisten. Geübt wird jede Woche, und ein- bis dreimal im Jahr rückt die technische Einheit zu einem Ernstfall aus. Zugführer Bandle: „Das technische Hilfswerk kommt auf Anforderung.“ Es untersteht dem Bund und wird von ihm auch ausgestattet. Man lege heutzutage verstärkten Wert auf die multifunktionale Nutzung der Fahrzeuge, sagte Bandle über einen erst unlängst in Dienst gestellten Mehrzweck-Lkw, dessen hydraulische Bordwand ein schnelles Umladen ermöglicht. Zum Fuhrpark des Ortsverbands gehören sowohl ausgemusterte Bundeswehrfahrzeuge mit vielen Dienstjahren, relativ wenig Laufleistung und einfacher, robuster Technik wie auch hochgerüstete Gerätewagen, Mannschaftstransporter, Boote, Radlader, Lichtwagen und ein leistungsstarkes Notstromaggregat.

 Ob beim THW in Mühlacker, ähnlich wie bei der Freiwilligen Feuerwehr, die Quote der weiblichen Helfer ansteige, wollte Stadträtin Ulrike Fuchs wissen. Man würde es begrüßen, doch bis jetzt sei dies nicht der Fall, so Zugführer Bandle.
  Die aktiven Helfer des THW rekrutierten sich zu rund 80 Prozent aus dem Kreis jener Wehrpflichtigen, die diesen Dienst der Bundeswehr vorzögen. Und die vielfach nach Ablauf ihrer fünf Pflichtjahre beim THW bleiben.

 Darin könne in Zukunft ein Problem liegen, sollte tatsächlich die Wehrpflicht wegfallen, stellte der Dürrmenzer Stadtrat Rolf Leo fest, der beim Jahrhunderthochwasser die Dienste des Technischen Hilfswerks beim Auspumpen des Kellers schätzen lernte.

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