Heißer Einsatz bei MDS Abele

Erstellt: 16. August 2008, 00:00 Uhr
Heißer Einsatz bei MDS Abele Letzter Schliff: Die Kollegen helfen sich beim Anlegen des Atemschutzes.

Gussmaschine gerät in Brand – Großaufgebot der Feuerwehr rückt aus

Mühlacker – Großeinsatz für die Feuerwehr Mühlacker: Bei der Firma MDS Abele hat sich gestern gegen 18.30 Uhr eine Druckgussmaschine entzündet. „Metallbrand – das sind Temperaturen bis zu 1500 Grad“, weiß Kreisbrandmeister Bernd Straile.

VON FRANK GOERTZ, 
MAIK DISSELHOFF
UND THOMAS SADLER

„Die Löscharbeiten sind nicht ganz ungefährlich. Vor allem, weil die Maschine anfangs auch noch unter Strom stand.“ Auch Oberbürgermeister Arno Schütterle wurde alarmiert und ist – wie bei allen großen Einsätzen – gleich zur Unglücksstelle geeilt. Dort ließ er sich von Kreisbrandmeister Straile, der zugleich Kommandant der Mühlacker Wehr ist, über den Stand der Dinge informieren. „Das Problem war, dass die Maschine gleich an mehreren Stellen gebrannt hat“, so Straile. „Die Maschine ist etwa sechs mal acht Meter groß und sechs Meter hoch.“  Was die Sache besonders knifflig machte, waren die extrem hohen Temperaturen durch das brennende Metall. „In solch einem Fall können wir nicht mit Wasser löschen“, erklärt Straile. Drei Trupps haben sich mit Atemschutz ins Innere der Halle vorgewagt und den Brand mit kleinen Metallbrandlöschern bekämpft, die in dem Betrieb vorrätig waren.

Knifflige Aufgabe für drei Feuerwehrtrupps

Mit kleinen Geräten einen Brand an einer extrem heißen, großen Maschine zu löschen, die auch noch verwinkelt und verbaut ist – diese knifflige Aufgabe haben die drei Feuerwehrtrupps innerhalb weniger Minuten gelöst. Wobei später auch noch Schaumlöscher der Feuerwehr zum Einsatz kamen. Parallel zum gefährlichen Vorstoß an der Maschine, musste auch noch das Dach gelöscht werden, das sich durch die Hitzeentwicklung entzündet hatte. Dabei kam die nagelneue Drehleiter zum Einsatz, damit die Wehrmänner möglichst nahe an den Brandherd kamen, um die Flammen gezielt löschen zu können. Gegen 19.15 hellten sich die Mienen der Mühlacker Feuerwehrmänner auf: „Der Brand ist gelöscht“, lautete die Meldung aus der Produktionshalle.

 Und noch eine gute Nachricht: Es gab bei dem Feuer keine Verletzten. Die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes blieben zum Glück ohne Beschäftigung. Die Feuerwehrleute aus Mühlacker und Lomersheim waren derweil noch längere Zeit mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Zur Brandursache erklärt Bernd Straile nach dem Einsatz: „Wie es aussieht, hat sich ein Hydraulikschlauch eingeklemmt, ist geplatzt, und dann hat sich das Öl an der heißen Maschine entzündet.“

 „Die Rauchentwicklung hat sich in Grenzen gehalten und der Boden der Produktionshalle ist versiegelt. Es bestand also keine Gefahr für die Bevölkerung“, berichtet Straile. Ebensowenig seien Umweltschäden zu befürchten. Der Sachschaden konnte gestern Abend von den Experten noch nicht exakt beziffert werden. Nach ersten Einschätzungen dürfte er aber im Millionenbereich liegen.

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