Gutacher als Schlichter im Heidenwäldle

Erstellt: 3. August 2006, 00:00 Uhr

In der Vergangenheit nur Gas als Brennstoff zugelassen – Mühlacker Gemeinderat gibt Luftgutachten in Auftrag

Mühlacker – Ein Luftgutachten wird die Stadt Mühlacker für das Wohngebiet Heidenwäldle erstellen lassen. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen. Grund: Vor Jahrzehnten wurde bei Baugenehmigungen im Heidenwäldle festgeschrieben, dass Holz und Kohle als Brennstoff ausgeschlossen sind (unsere Zeitung hat berichtet).

 VON GERHARD FRANZ

Das Thema sorgt in jüngster Zeit im Heidenwäldle für Aufregung. Es gibt von Bewohnern Überlegungen, die bisherigen, strengen Auflagen nicht mehr zu erfüllen und auch Festbrennstoffe einzusetzen. Dieser Vorstellungen widersetzen sich jedoch wiederum andere Hausbesitzer im Heidenwäldle. Der Stadt lagen deshalb, nachdem zunächst die SPD nachgehakt hatte, zwei aktuelle Anfragen der CDU- und FDP-Fraktion vor. Frühere Gemeinderatsbeschlüsse über die Inhalte der von der Stadt abzuschließenden privatrechtlichen Vereinbarungen zur Heizungsart seien heute nicht mehr nachvollziehbar, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Nach einer ersten Übersicht sei bar 1966 in Kaufverträgen ein Verbot von Öl- und Kohlefeuerungsanlagen vereinbart worden. Dies wurde 1971 um ein Verbot von Feuerungsanlagen zur Verbrennung von festen Brennstoffen erweitert – was Holz ebenfalls ausschloss. Weiter unterrichtete die Verwaltung darüber, dass der Verwaltung bis dato keine Anträge zur Nutzung von Holzöfen bekannt seien. Die Anlagen bedürften lediglich einer Anzeige beim zuständigen Bezirksschornsteinfeger und müssten dem Stand der Technik entsprechen.

 Sowohl Befürworter als auch Gegner einer Freigabe von Holzheizungen hätten Unterschriftenlisten angekündigt, wurde im Ratssaal bekannt. Einige Bewohner des Heidenwäldle verfolgten persönlich die Debatte im Ratssaal. CDU-Fraktionssprecher Günter Bächle setzte sich dafür ein, den Bebauungsplan zu ändern. Er sprach unter anderem vom Vertrauensschutz. Rolf Leo (FW) forderte als Entscheidungshilfe ein Luftgutachten. Stadträtin Marga Kucher, selbst Bewohnerin des Heidenwäldles, setzte sich dafür ein, bei den Heizungen weiterhin nur Gas zuzulassen. Frank Schneider (FDP) plädierte ebenfalls für eine Bebauungsplanänderung. „Wir wollen eine einheitliche Regelung.“

 Klemens Köberle (Liste Mensch und Umwelt) vertrat die Meinung, moderne Pelletsheizungen hätten vergleichsweise so gute Werte wie eine Gasheizung. Bürgermeister Pisch erinnerte daran, dass bisher formell die Baugenehmigung gelte. Jetzt will man zunächst das Luftgutachten abwarten.

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