Großbrand zerstört Scheune im Ortskern

Erstellt: 28. September 2007, 00:00 Uhr
Großbrand zerstört Scheune im Ortskern Dramatische Szenen aus der Brandnacht in Dürrn: Beim Eintreffen der Feuerwehr steht die Doppelscheune im Hinterhof lichterloh in Flammen. Foto: Walter Thieme

Mehr als 50 Feuerwehrleute kämpfen in Dürrn gegen ein Flammenmeer – Nachbarhäuser bleiben verschont.

Ölbronn-Dürrn – Ein Großbrand in der Ortsmitte von Dürrn hat in der Nacht auf Donnerstag die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Dabei wurde eine Doppelscheune völlig zerstört. Rund 50 Feuerwehrleute aus Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Mühlacker und Kieselbronn konnten mit ihrem gemeinsamen Einsatz verhindern, dass die Flammen auf die Nachbargebäude übergriffen.

VON THOMAS EIER

Um 1.55 Uhr wurde in Dürrn die Alarmstufe 3 für die Feuerwehr ausgerufen. Als kurze Zeit später die ersten Helfer aus dem Ort in der Dürrner Hauptstraße eintrafen, bot sich ihnen ein dramatisches Bild: Die Doppelscheune im rückwärtigen Bereich eines Doppelhauses stand bereits lichterloh in Flammen. „Erste Aufgabe der Löschtrupps war es, die Nachbargebäude gegen das Feuer abzuschirmen“, beschreibt der Gesamtkommandant der Feuerwehr von Ölbronn-Dürrn, Jürgen Braun, die Strategie seiner Abteilungen, die von Kameraden aus Ötisheim, Mühlacker und Kieselbronn unterstützt wurden. Allein die Feuerwehr war mit insgesamt zehn Fahrzeugen vor Ort.

 Rund anderthalb Stunden dauerte der Kampf gegen die Flammen, der unter anderem von der Mühlacker Drehleiter aus in Angriff genommen wurde. Außergewöhnliche Schwierigkeiten hätten sich dabei nicht ergeben, zieht Kommandant Braun ein positives Fazit aus dem Großeinsatz, der sich für einen Teil der Helfer noch bis in den gestrigen Nachmittag hinein ausdehnte. „Kameraden aus Ölbronn und Dürrn waren noch längere Zeit mit Nachlöscharbeiten beschäftigt und haben die Brandwache gestellt sowie altes Heu aus einem Teil der Scheune geräumt“, berichtet Braun.

 Auch der umfangreiche Löscheinsatz konnte nicht verhindern, dass die eine Hälfte der zweigeteilten Scheune bis auf die Grundmauern abbrannte und der Nebentrakt ebenfalls stark beschädigt wurde. Der Sachschaden, hieß es von der Polizei, dürfte bei mehr als 100000 Euro liegen.

 Verletzt wurde niemand. Die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes, die mit einem Dutzend Helfer in fünf Fahrzeugen nach Dürrn angerückt waren, kümmerten sich um die vier Hausbewohner, die ins Freie geflüchtet waren. „Sie mussten zwar nicht medizinisch versorgt werden, wurden aber – mit ihrem Schrecken und in Regen und Kälte – von den Mitgliedern unserer Dürrner Ortsgruppe betreut“, schildert der DRK-Einsatzleiter Rüdiger Scheffelmaier die Situation der Betroffenen.

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