Goldstern belohnt die Vorzeige-Firmen

Erstellt: 26. Februar 2011, 00:00 Uhr
Goldstern belohnt die Vorzeige-Firmen Einen neuen Wettbewerb hat die Sparkasse Pforzheim Calw ausgeschrieben: Gesucht werden die Glanzlichter der regionalen Wirtschaft. Im Bild die Sparkassen-Direktoren und die Partner des Projekts. Foto: Kollros

Sparkasse und ihre Partner suchen die „Glanzlichter“ der regionalen Wirtschaft

Besonders kreativen, innovativen und in sonstiger Weise die Strahlkraft der heimischen Wirtschaft abbildenden Betrieben winkt bei einem neuen Wettbewerb der „Goldene Stern“ der Sparkasse Pforzheim Calw und ihrer Partner. Gesucht werden die „Glanzlichter der regionalen Wirtschaft“.

Von Norbert Kollros

Enzkreis/Pforzheim. Mit dieser neuen Mittelstandsinitiative will das Geldinstitut die „Global Player“ der Region ebenso wie auch kleine und mittlere Unternehmen in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, wenn diese mit ungewöhnlichen Ideen und anderen Top-Leistungen schlichtweg „spitze“ sind. So beschrieb Sparkassen-Direktor Dr. Herbert Müller bei der Vorstellung des Wettbewerbs am Freitag seine Zielsetzung. Analog der fünf Sternspitzen der Trophäe werden mit diesem Wettbewerb Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleister und Freiberufler zur Teilnahme aufgerufen, die sich in einer der fünf Themenbereiche Technologie, Sozialkompetenz, Ökologie, Unternehmensethik und gesellschaftliches Engagement bewerben können.

 Unterstützer dieser Initiative sind die Industrie- und Handelskammer, die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die Pforzheimer Hochschule, die Handwerkskammer Karlsruhe und die Kreishandwerkskammern Pforzheim/Enzkreis und Calw sowie regionale Medienpartner wie das Mühlacker Tagblatt. Obendrein hat Ministerpräsident Stefan Mappus die Schirmherrschaft übernommen.

 Insgesamt sollen 100 Preisträger ermittelt werden – aus potenziell einigen tausend in Frage kommenden Unternehmen. Das Prozedere sieht vor, dass sich interessierte Firmen über eine eigens eingerichtete Internet-Plattform mit einer ausführlichen Beschreibung der jeweiligen betrieblichen Leistung bis Ende Mai bei der Sparkasse bewerben. Eine Fachjury aus Vertretern aller Partner des Wettbewerbs ermittelt dann die 100 Preisträger.

 Diesen winken neben dem vom Pforzheimer Designer Reinhard Krause geschaffenen „Goldenen Stern“ Urkunden, spezielle Gütesiegel, ein Portrait in dem geplanten Buch „Glanzlichter der Wirtschaft“ sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an einer zweitägigen Ausstellung im Pforzheimer Congress-Centrum. Sparkassen-Chef Müller verspricht den Siegern zudem weitere medienwirksame Aktivitäten.

 Dass es sicher nicht ganz einfach werde, aus der Vielzahl der zu erwartenden Bewerbungen die Sieger herauszufiltern, räumt der Chef-Banker durchaus ein: „Das wird eine schwierige Herausforderung, aber die zu meistern, dafür sind wir ja da.“ Von dem Wettbewerb verspricht sich Müller nicht nur ein Stück weit Wirtschaftsförderung, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit für die Unternehmen, die häufig weltweit agierten und weltweit Spitzenleistungen erbrächten: „Oft weiß man ja gar nicht, was dort hinter den Werkstoren entsteht.“

 Die fünf Institutionen und Verbände als Unterstützer der Initiative (Initiatoren) haben je einen Themenbereich besetzt, den sie in der Pressekonferenz kurz erläuterten:  

Technologie: Der zuständige IHK-Ressort-Geschäftsführer Markus Wexel betonte, dass Unternehmen allein mit Tüftlergeist nicht mehr zukunftsfähig seien, vielmehr müsse sich die Wirtschaft insgesamt vermehrt um den Einstieg in zukunftsweisende Technologien bemühen. Der Wettbewerb sei daher geeignet, die Kompetenzen der Unternehmen über die Region hinaus bekannt zu machen und anderen Unternehmen ermunternde Beispiele zu geben.

 Sozialkompetenz: Viele Betriebe bewiesen soziale Kompetenz, indem sie auf die Bedürfnisse und Lebensumstände ihrer Mitarbeiter eingingen, zeigte der Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, Joachim Wohlfeil, auf. Beispiele hierfür seien die Förderung benachteiligter Jugendlicher, die Beschäftigung älterer Mitarbeiter oder die Integration von Behinderten in den Betriebsalltag. So seien die Unternehmen unverzichtbarer Bestandteil der Gesellschaft.

 Ökologie: „Nur wer heute verantwortlich mit den Ressourcen wirtschaftet, wird auch morgen noch erfolgreich sein“, zitierte der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Jens Mohrmann, den Landeswirtschaftsminister Ernst Pfister. Deshalb beeinflussten Begriffe wie nachhaltiges Wirtschaften, regenerative Rohstoffe und Umweltschutz richtigerweise das Handeln vieler Unternehmen. Der Wettbewerb könne andere Unternehmen dazu ermutigen, sich ebenfalls verstärkt in diesem Bereich zu engagieren.

 Unternehmensethik: Unternehmen, die eigene Leitlinien formulieren und ihre Geschäftspolitik nach ethischen Grundsätzen ausrichten, hätten künftig nicht nur einen unternehmerischen Vorsprung, sondern auch eine klare Vorbildfunktion, ist Hochschul-Rektor Professor Dr. Martin Erhardt, überzeugt. Der Glanzlichter-Wettbewerb biete eine hervorragende Chance, sich öffentlich mit seinen klassischen Unternehmertugenden zu positionieren.

 Bürgerschaftliches Engagement: Dies sei ein Mittel, mit dem auch kleinere Betriebe ihre Stärken definieren könnten, sagte Mathias Morlock von der Kreishandwerkerschaft. Viele Unternehmer – aber auch deren Mitarbeiter – bekleideten Ehrenämter und setzten sich freiwillig und unentgeltlich in ihrer Freizeit für gemeinschaftliche Ziele oder Aufgaben ein. Auch solches Engagement und nicht nur technologisches Know-how könne den Betrieb zum Glanzlicht aufsteigen lassen.

www.glanzlichter-der-wirtschaft.de

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