Glanzlichter strahlen bei großer Gala

Erstellt: 30. März 2009, 00:00 Uhr
Glanzlichter strahlen bei großer Gala Das Symphonieorchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums Mühlacker eröffnet die Sparkassen-Gala mit einem Walzer von Dmitri Schostakowitsch. Foto: Tilo Keller

Sparkasse Pforzheim-Calw feiert mit jungen Talenten aus der Region sein 175-jähriges Bestehen

Pforzheim/Enzkreis – „Junge Glanzlichter der Region“ zeigten am Samstagabend bei der Jubiläums-Gala zum 175-jährigen Bestehen der Sparkasse Pforzheim-Calw ein beeindruckendes Bild musikalischer und sportlicher Talente aus der Region.

 VON CLAUDIA KELLER

Schon beim Sektempfang im Foyer des CongressCentrums Pforzheim stimmte die Big-Band der Fritz-Erler-Schule auf das vielfältige Programm des Abends ein und begeisterte mit ihrem flotten Sound die zahlreichen Gäste, darunter auch viel Prominenz aus Wirtschaft und Politik.

 „Ich hatte die Idee, Ihnen Anna Netrebko zu bieten“, erklärte Sparkassenvorstand Dr. Herbert Müller bei der Begrüßung. „Als ich aber erfuhr, dass dieser Star für einen Abend mehr bekommt als ich in einem ganzen Jahr, war das Thema erledigt.“ Doch etwas Besonderes sollte den Gästen bei diesem wichtigen Anlass trotzdem geboten werden, weshalb die Wahl auf die Glanzlichter der eigenen Region fiel.
 Eine ganze Bühne voller junger Stars bot das Symphonieorchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums Mühlacker unter der Leitung von Wolfhard Bickel, das mit einem Walzer von Dmitri Schostakowitsch überzeugte. „Ein ganz besonderes Orchester“, stellte Moderator Markus Brock, bekannt aus dem SWR-Fernsehen, fest. „Sie waren im Herbst auf Chinatournee.“

 Genauso hochkarätig ging es weiter. Die Aurelius Sängerknaben aus Calw haben bereits mit so berühmten Orchestern wie den Wiener Philharmonikern musiziert und sind 2007 mit dem Record Akademic Price Tokyo ausgezeichnet worden. Unter der Leitung von Bernhard Kugler rissen die sangeskräftigen Knaben das Publikum mit den Liedern „Horch was kommt von draußen rein“, „Kein schöner Land“ und „Höchste Eisenbahn“ mit.

 Ebensolche Begeisterung löste der Chor der Christoporus-Kantorei Altensteig aus. Passend zum Gastgeber hatten sie unter ihren mit Humor gespickten Gesangsstücken auch das Lied „Ich wär so gerne Millionär“ von den Prinzen ausgewählt.
 Zu den Gästen auf der Bühne gehörte auch das Gitarrenensemble der Jugendmusikschule Pforzheim, die mit einigen Stücken einen schwungvollen Ausschnitt aus ihrem Programm zeigten. Die 16 Musiker sind Preisträger im internationalen Gitarrenwettbewerb und werden im Juni einige Konzerte in Singapur geben.

  Auch junge Solisten standen an diesem Abend auf der Bühne. Akkordeon-Weltmeister Michael Rettig aus Wiernsheim ließ die Finger in atemberaubender Geschwindigkeit über die Tasten seines Instruments fliegen. Zweifel an der Verteidigung seines Titels bei der im Mai anstehenden Weltmeisterschaft kamen im Publikum sicher nicht auf. Auch wenn der inzwischen volljährige Akkordeonweltmeister nun in der Senioren-Klasse teilnehmen wird.

 Eine weitere Meisterin der Tasten ist die 13-jährige Pianistin Marina Müllerperth aus Maulbronn-Schmie, die bereits zahlreiche Preise, nicht zuletzt in den USA, gewonnen hat. Sie ging ganz in den Musikstücken „Teuflische Einflüsterung“ von Sergej Prokofieff und Bela Bartoks „Tanz im bulgarischen Rhythmus“ auf. Auch im Interview mit Moderator Brock, in dem sie verriet, mit drei Jahren auf einem „lumpigen“ Klavier begonnen zu haben, überzeugte die junge Künstlerin mit schlagfertigen Antworten.
 Wirbelnde Körper in Perfektion zeigten die Jugendturner vom KTV Straubenhardt unter der Leitung von Fayad Sultan-Kassem. Als „Sieben Zwerge“ liefen die Nachwuchssportler auf, zeigten danach aber eine atemberaubende, reife Leistung.
 Das festliche Programm beendete der Überraschungsgast Lucas Wecker. Der vielfach ausgezeichnete Zwölfjährige Nachwuchsgeiger aus dem hohen Norden hat seinen musikalischen Mentor am Badischen Staatstheater Karlsruhe und ist durch mehrere Fernsehauftritte bekannt. Mit seiner großartigen Fingerfertigkeit nahm er auch das Pforzheimer Publikum für sich ein.

 Umso bedauerlicher die böse Überraschung kurz nach 23 Uhr. Die Aggression einer Frau, die von der Straße in das Foyer eindrang, entlud sich beim Stehempfang am falschen Ort. Innerhalb weniger Minuten beschimpfte und drangsalierte die Frau wahllos mehrere Gäste, fegte Gläser vom Tisch, bevor sie draußen weiter pöbelte und schließlich von der Polizei festgenommen werden musste.

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