Genossen ziehen an einem Strang

Erstellt: 24. November 2010, 00:00 Uhr
Genossen ziehen an einem Strang Die Vorstandsriege mit Karl Schäfer (WG Sternenfels), Dieter Epple (WG Freudenstein-Hohenklingen), Ulrich Heckele (WG Oberderdingen), Martin Werthwein (WG Diefenbach), Markus Scholl (WG Knittlingen) und der Bevollmächtigte der neuen Genossenschaft, Karlheinz Hofmann, präsentieren die Vielfalt des neuen Zusammenschlusses Weinkultur Westlicher Stromberg. Armin Doll vom Genossenschaftsverband Baden-Württemberg wachte über die Wahl (v. li.) Foto: Hansen

Wengerter schließen sich unter der Dachmarke „Weinkultur Westlicher Stromberg“ zusammen

Von Isabel Hansen

Enzkreis. Zur besseren Vermarktung ihres Angebotes ziehen die fünf Weingärtnergenossenschaften Oberderdingen, Knittlingen, Freudenstein-Hohenklingen, Sternenfels und Diefenbach gezielt an einem Strang. Unter dem Dach der neu gegründeten Genossenschaft „Weinkultur Westlicher Stromberg eG“ wollen sie über ihre Grenzen hinauswachsen und den Bekanntheitsgrad ihrer Qualitäten außerhalb des Anbaugebietes erhöhen.
 Die Kooperation hat die erste Test- und Erprobungsphase bereits erfolgreich gemeistert. Schon für die Weintour Westlicher Stromberg oder die Weinmesse in Maulbronn, die dieses Jahr Premiere feierte, hatten sie ihre Kräfte gebündelt.
 Mit der Gründung der Weinkultur Westlicher Stromberg sind die Genossenschaften jetzt noch einen Schritt weiter gegangen: „Bisher handelte es sich um eine lose projektbezogene Zusammenarbeit. Künftig wollen wir unsere Kräfte noch besser bündeln. So verfügt die Genossenschaft Weinkultur Westlicher Stromberg eG über ein eigenes Budget“, erklärt Dieter Epple vom Vorstand der Weingärtnergenossenschaft Freudenstein-Hohenklingen. Die fünf Genossenschaften, die überwiegend direkt an Kunden verkaufen, wollen sich so außerhalb ihres Stammgebietes als Adresse für gute Tropfen etablieren. „Wir werden uns künftig in größeren Städten in der Umgebung präsentieren: in Pforzheim, Bretten, Bruchsal und Karlsruhe“, ergänzt Markus Scholl von der WG Knittlingen. Martin Werthwein von der WG Diefenbach verweist gleich auf den positiven Nebeneffekt für den Ausflugstourismus. „Das stärkt unsere Region insgesamt.“
 Berührungsängste kennen die fünf WG’s nicht: „Jede Genossenschaft bleibt selbstständig, hat ihr eigenes Angebot, ihre Preispolitik und ihr Etiketten-Design. Das macht schließlich auch die Attraktivität des Anbaugebietes aus: Vielfalt und die Auswahl vor Ort. Nur muss der Kunde erst einmal den Weg zu uns finden. Um große Veranstaltungen zu stemmen, von denen alle profitieren, brauchen wir die Gemeinschaft“, sagt Markus Scholl. Als Zugpferd sei ein gemeinsamer Name hilfreich: „Der Name Westlicher Stromberg als attraktives Weinbaugebiet ist sicherlich einprägsamer als die Namen von fünf Genossenschaften.“  Die neu gegründete Genossenschaft plant schon die nächsten gemeinsamen Auftritte, darunter die Neuauflage der Weinmesse in Maulbronn am 26. und 27. März und die Weintour Westlicher Stromberg, die am 15. Mai die Besucher in die Region locken soll.
 Insgesamt repräsentiert die neue Genossenschaft über 150 Hektar Anbaufläche und rund 420 Mitglieder. In der Chefetage kommt jeder gleich groß raus. Jede Genossenschaft stellt einen Vorstand und hat eine Stimme. Für die kommenden drei Jahre wurden gewählt: Karl Schäfer (WG Sternenfels), Dieter Epple (WG Freudenstein-Hohenklingen), Ulrich Heckele (WG Oberderdingen), Martin Werthwein (WG Diefenbach), Markus Scholl (WG Knittlingen). Zum Ersten Bevollmächtigten als gemeinsamer Ansprechpartner wurde Karlheinz Hofmann (WG Oberderdingen) bestimmt.

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