Ganztageskindergarten in Illingen ab 2007

Erstellt: 28. Juli 2006, 00:00 Uhr

Betreuung im Kindergarten „Vierzehn Morgen“ wird von 7.15 Uhr bis 16.30 Uhr angeboten

Illingen – So viel Lob quer durch alle Fraktionen prasselt selten auf die Illinger Gemeindeverwaltung nieder, wie dies in der Sitzung am Mittwoch der Fall war, als über die Einrichtung eines Ganztageskindergartens sowie die Kindergartenplanung im Allgemeinen gesprochen wurde.

VON ULRIKE STAHLFELD

Klaus Kluge (SPD) freute sich darüber, dass Illingen einer „familienfreundlichen Gemeinde immer näher komme“. Ingeborg Beller (UBL) sah in den Beschlüssen einen „Einstieg in die richtige Richtung“. Peter Pförsich (Grüne) sprach angesichts der genau durchgeplanten Vorschläge von einer „eierlegenden Wollmilchsau“.
 Nach dem Willen des Gemeinderates sollen zum Kindergartenjahr 2006/2007 sieben weitere Plätze für Kinder ab zwei Jahren in den Kindergärten Schützingen und Ensinger Straße eingerichtet werden. Damit werde, so Bürgermeister Harald Eiberger, der Rückgang der Kinderzahlen aufgefangen. Es sichere Gruppen und Arbeitsplätze.
Des Weiteren werden in allen Kindergärten die Öffnungszeiten von 30 auf rund 33 Stunden pro Woche verlängert. Zum nächsten Schuljahr wird außerdem eine zweite Gruppe in der Kernzeitbetreuung angeboten werden.

 Neuland betritt die Gemeinde Illingen mit der Einrichtung eines Ganztagskindergartens. Von 7.15 Uhr bis 16.30 Uhr werden ab dem 1. Januar 2007 die Kinder der Ganztagesgruppe im Kindergarten „Vierzehn Morgen“ betreut. Damit werde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter gestärkt, betonte der Illinger Schultes. Die Gruppe erfordere einen Personalmehrbedarf, der eventuell durch die Kürzung der Freistellungszeit der Leiterin abgedeckt werden könne.

 Da die Ganztagsbetreuung ein Mittagessen vorsieht, sei die Einstellung einer Küchenhilfe (400 Euro-Kraft) erforderlich. An Sachkosten für Schlafmöglichkeiten und Geschirr fielen 4000 Euro an. Die Gebühren sind noch festzulegen.

 Ihr sei ein interkommunaler Jugendpfleger alle mal lieber als ein interkommunales Gewerbegebiet, betonte Ingeborg Beller (UBL) und auch ihre Kollegen hatten keine Probleme damit, sich in der Jugendarbeit weiterhin mit der Stadt Maulbronn zusammenzutun.

 Die Zusammenarbeit war im Februar 2005 beschlossen worden und sieht vor, dass der Maulbronner Jugendpfleger zu 50 Prozent für die offene Jugendarbeit in Illingen im Einsatz ist. Das soll jetzt auf unbestimmte Zeit so fortgesetzt werden, war man sich im Gemeinderat einig.

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