FV Knittlingen schielt nicht auf Platz zwei

Erstellt: 27. November 2009, 00:00 Uhr
FV Knittlingen schielt nicht auf Platz zwei Schmerzlich vermisst: Der torgefährliche Ufuk Kocaoglu (re.) fehlt dem FV Knittlingen wegen eines Mittelfußbruchs definitiv bis zur Winterpause. Archivfoto: Eigner

Gegen den Tabellendritten Eutingen muss ein Sieg her, um Kontakt zur Spitzengruppe nicht zu verlieren

Mit einem Schlag von Platz fünf auf zwei – diese Gelegenheit bietet sich dem FV Knittlingen am kommenden Sonntag. Voraussetzung ist jedoch ein Sieg gegen den Tabellendritten Eutingen und ein wenig Schützenhilfe aus Wurmberg und Kieselbronn.

Von Steffen-Michael Eigner

Knittlingen. „Daran glaube ich nicht wirklich“, bezweifelt Thomas Schmid, der Spielleiter des FV Knittlingen, dass der Tabellenzweite FSV Eisingen ausgerechnet im Heimspiel gegen den Tabellenelften TSV Wurmberg patzt. Auch mit einem Sieg des 1. FC Kieselbronn II (Platz 14) gegen den FV 09 Niefern (Platz vier) rechnet Schmid nicht. „Da gehe ich eher von Favoritensiegen aus. Umso wichtiger wäre, dass wir selbst das Spiel gegen Eutingen gewinnen, um an der Spitzengruppe dran zu bleiben“, sagt Schmid.
 Zu dieser Spitzengruppe kann man Knittlingen getrost dazuzählen. Nur vier Punkte trennen den Tabellenfünften vom FSV Buckenberg Platz eins. Erst hinter Knittlingen klafft wieder eine kleine Lücke von vier Punkten zum TuS Bilfingen auf Rang sechs. Nebenbei bemerkt steht auch Buckenberg vor einer vermeintlich leichten Aufgabe: Der SV Königsbach (Platz zwölf) ist am Sonntag zu Gast.

Saisonverlauf des FV Knittlingen gleicht einer Achterbahnfahrt

 Insofern schielt der FV Knittlingen nicht wirklich auf diesen zweiten Tabellenplatz, der mitten in der Saison ohnehin nichts wert ist. „Wir haben einige blöde Spiele verloren, wo man nicht damit gerechnet hätte. Und wir haben umgekehrt einige Siege, die wir nicht erwartet hatten. So gesehen sind wir im Soll“, kommentiert Thomas Schmid den bisherigen Verlauf der Saison, die für Knittlingen einer Achterbahn gleicht. Auf Platz 14 und 13 ist der FVK an den ersten beiden Spieltagen in die Runde gestartet, stand drei Wochen später plötzlich an der Tabellenspitze, um binnen zweier Spieltage wieder auf Rang acht abzurutschen. Seither ging es rauf auf fünf, runter auf sieben und wieder rauf auf fünf. „Jetzt wollen wir uns da oben etablieren und Platz drei oder vier anpeilen“, kündigt Schmid an. Was den kommenden Gegner angeht, so ist der Saisonverlauf des 1. FC Eutingen ungleich konstanter. Nie besser als Platz zwei, nie schlechter als Rang fünf – Eutingen hält sich schon seit Beginn der Spielzeit in der Spitzengruppe.

Eutingen verfügt im Sturm über Oberliga-Erfahrung

 Für Thomas Schmid und den FV Knittlingen sind die Eutinger dennoch ein unbeschriebenes Blatt. „Vor der Saison ist Eutingen ja von vielen als Geheimfavorit der Liga gehandelt worden. Die Mannschaft selbst kenne ich nicht, Und von daher schätze ich sie ähnlich stark ein wie uns“, mutmaßt Schmid. „Die haben genau wie wir einige Spiele verloren, bei denen keiner damit gerechnet hatte.“

 In der Tat hat sich Eutingen in der laufenden Runde schon ein paar Patzer geleistet, etwa die 1:3-Heimschlappe gegen Zaisersweiher und das magere 1:1, ebenfalls auf eigenem Platz gegen den Abstiegskandidaten Kieselbronn II. Zuletzt fuhr Eutingen ein 3:0 über TG Stein ein, die gleichfalls um den Klassenerhalt bangt, während Knittlingen die TuS Bilfingen mit einem 3:1-Auswärtssieg auf Distanz hielt
 Allerdings hat Eutingen vorne im Sturm einen erfahrenen und hochkarätigen Mann: Der 27-jährige Bilal Yildiz hat mit dem FC Nöttingen, dem 1. FC Pforzheim und zuletzt in der Saison 2006/2007 mit der SG Sonnenhof Großaspach in der Oberliga Baden-Württemberg gespielt. Ehe der 1,87 Meter große Rechtsfuß zum 1. FC Eutingen kam, waren unter anderem auch der ASV Durlach und in der vergangenen Spielzeit ein zweites Mal der 1. FC Pforzheim Stationen seiner Laufbahn.

 Der FV Knittlingen hingegen vermisst einen seiner wichtigsten Angreifer. Ufuk Kocaoglu kehrt wegen eines Mittelfußbruchs definitiv erst nach der Winterpause zurück auf den Fußballplatz. „Der fehlt uns schon sehr“, räumt Schmid ein.

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