Fußweg in Müllhalde verwandelt

Erstellt: 9. Februar 2008, 00:00 Uhr
Fußweg in Müllhalde verwandelt Der Bauhof muss aufräumen. Foto: Eier

Trinkgelage hinterlassen Spuren in der Innenstadt – Ärger der Anwohner wächst

Mühlacker (the) – Der Fußweg zwischen der Zeppelinstraße und der V7 gleicht an diesem Freitagmorgen einem Schlachtfeld. Die Anwohner in Mühlacker stöhnen über die Zustände.

Die Verpackungen von alkoholischen Mixgetränken, leere Wodkaflaschen, Bierflaschen, Sektflaschen und ein Großteil davon mutwillig zerdeppert. Der Fußweg mit Scherben übersät, die Grünanlagen an seinem Rand zugemüllt. Die Spuren des nächtlichen Trinkgelages treiben den Anwohnern die Zornesröte ins Gesicht, während sich die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs nicht zum ersten Mal als Müllmänner betätigen müssen.

 Täuscht der Eindruck der Nachbarn nicht, dann spielen die Verursacher Katz und Maus mit den Ordnungshütern von Stadt und Polizei. Erst war es an der Drehscheibe, dann unter der alten Eisenbahnbrücke, zwischendurch dann auf der Brücke und jetzt hier, beschreibt ein verärgerter Anwohner, wie sich das Problem buchstäblich im Kreis dreht. Er müsse bei den Spaziergängen seinen kleinen Hund auf dem Arm durch das Scherbenmeer tragen, damit sich das Tier nicht die Pfoten zerschneide, klagt er.

 Sein Nachbar ist nicht minder sauer. Das ist in dieser Woche das dritte Mal, schimpft er auf die Dreckspatzen, die auch schon mal im Kreis vor den Garagen an der Zeppelinstraße sitzen und die Ausfahrt blockieren. Eine jüngere Frau aus der Nachbarschaft sei unlängst von der Clique angepöbelt worden, berichtet der Zeuge.

 Verantwortlich für die Zustände, die von den Anliegern schlicht als eine Riesen-Sauerei bezeichnet werden, ist eine Gruppe von etwa einem Dutzend Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich in wechselnder Besetzung an den verschiedenen Treffpunkten im Umfeld der Drehscheibe betrinken und eine Müllhalde hinterlassen. Die kommen mit vollen Rucksäcken aus dem Rewe anmarschiert, und dann geht es los, schildert einer der Anwohner das wiederkehrende Bild, auch Mädchen sind dabei. An eindeutigen Spuren finden sich dann anderntags nicht nur die mutwillig kaputtgeschmissenen Flaschen, sondern auch schon mal gebrauchte Kondome in den Vorgärten in der Umgebung.

 Die Forderung der Anwohner ist klar: Die Stadt und die Polizei müssten konsequent gegen die Störenfriede vorgehen und sie im Zweifelsfall kräftig zur Kasse bitten. Dafür, sagen die Nachbarn mit Blick auf den Einsatz des Bauhofes, müssten diejenigen bezahlen, die es angerichtet haben.

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