Fußballer feiern Festakt

Erstellt: 29. Juni 2009, 00:00 Uhr
Fußballer feiern Festakt Ausgezeichnet: Der Vorsitzende des Fußballkreises Pforzheim, Gerhard Schwörer (v.li.), ehrt die langjährigen und engagierten TSV-Mitglieder Thorsten Jung, Klaus Heugel, Bernd Traub, Manfred Heugel, Bernd Jung sowie den Vorsitzenden Manfred Schulz. Foto: Appich

100 Jahre Fußball im TSV Ötisheim: Mit Entschlossenheit gegen viele Widerstände zum Erfolg

Vor genau 100 Jahren hat das Fußballfieber Ötisheim erreicht. Gegen alle Widerstände verschrieb sich eine Gruppe junger Männer dem jungen Sport. Das Jubiläum wurde mit einem Festakt und viel Musik gefeiert.

Von Rainer Appich

Ötisheim.  Am Freitag luden die Ötisheimer Kicker zum großen Festbankett anlässlich des 100. Geburtstags der Fußballabteilung des TSV Ötisheim in die Erlentalhalle ein. Offenbar war das Jahr 1909 eine fruchtbare Zeit zur Gründung von Fußballclubs. Denn gleich 17 Vereine im heutigen Fußballkreis Pforzheim sind 1909 aus der Taufe gehoben worden.

 Zum Auftakt der Feier spielte der Musikverein dem Jubilar ein Ständchen. Musikalisch umrahmte das Violinduo Carolin und Susanne Becker die Feier. Als Moderator fungierte Michael Tauchmann, der die Fußballabteilung leitet. „Man schrieb das Jahr 1909, als eine Gruppe von jungen Männern sich ein Herz fasste und in Ötisheim einen Fußballverein ins Leben rief.“ So steht es im Jubiläumsfestbuch. Es bedurfte wohl einer Menge Enthusiasmus und einiger Entschlossenheit, um in der damaligen Zeit einen Fußballverein zu gründen. Auch in Ötisheim stießen die als „Stalper“ verrufenen Gründerväter auf Vorurteile und Widerstände. Selbst in der eigenen Familie.
 „Kein Geld und ein schlechtes Ansehen“, hätten die Fußballer gehabt, sagte Bürgermeister Werner Henle in seinem Grußwort. Mittlerweile begeistere der Fußball Millionen Menschen. Damals wie heute bedürfe es viel ehrenamtlicher Arbeit, um den Sport voranzubringen. Henle betonte: „Die Gemeinde stand und steht als fairer Partner zum Verein.“

 Einen Wunsch richtete der Schultes direkt an die Herrenmannschaft. Sie dürften es in der kommenden Saison gerne etwas weniger spannend machen, als in der soeben abgelaufenen. Der Virus des Fußballfiebers sei 1909 durchs Land gezogen, stellte Roland Hübner, der Leiter des Enzkreisdezernats für Familie, Bildung und Soziales, fest. Der Fußballverein sei ein Teil des Dorflebens geworden. „Unsere Jugend braucht Bewegung“, unterstrich Hübner die gesellschaftliche Bedeutung des Sports. Die Grüße des Deutschen Fußballbundes, des badischen Verbands und des Fußballkreises Pforzheim überbrachte Gerhard Schwörer. Mit den 17 Hundertjahr-Jubiläen, die in diesem Jahr gefeiert würden, liege der Fußballkreis bundesweit an der Spitze, machte Schwörer deutlich. „Zu verdanken ist dies den vielen ehrenamtlichen Helfern und ihren Ehepartnern.“ Heute, so Schwörer, entdeckten immer mehr Frauen und Mädchen die Faszination Fußball. Der DFB fördere diese Tendenz.

 Schwörer bedauerte die Wechselfreudigkeit von Spielern, die ihrem alten Verein wegen „einem versprochenen Paar Kickschuhe“ Lebewohl sagen. Schwörer: „Ehrungen, wie wir sie heute hier vornehmen, wird es in der Zukunft kaum noch geben.“
 Mit Bernd Traub, Torsten Jung und Klaus Heugel, zeichnete er drei Spieler aus, die seit 16 Jahren zum Aktivenkader des TSV Ötisheim gehören. Sie erhielten die bronzene Ehrennadel des BFV. Die silberne Ehrennadel gab es für Manfred Heugel, Bernd Jung und den TSV-Vorsitzenden Manfred Schulz. Sie sind seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich im Verein tätig.

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