Fußball-Finale: Nur noch wenige Fragen offen

Erstellt: 30. Mai 2008, 00:00 Uhr
Fußball-Finale: Nur noch wenige Fragen offen Die Sportfreunde Mühlacker und ihr Trainer Helmut Frey haben es in der Hand, Platz 13 zu halten – mindestens. Foto: Fotomoment

Fernduell Ötisheim gegen Enzberg – Maulbronn und die Sportfreunde lediglich in theoretischer Gefahr

Mühlacker – Zwei Fernduelle prägen das Finale der Fußballsaison 2007/2008 aus Sicht der Region Mühlacker. In der Kreisklasse B 1 bewerben sich noch der TSV Ötisheim und Viktoria Enzberg um den Meistertitel und den direkten Aufstieg. In der Kreisklasse A 1 wollen Maulbronn und die Sportfreunde Mühlacker den Gang in die Abstiegsrelegation vermeiden.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

Kreisklasse A 1 Pforzheim

Der TSV Maulbronn hat im Moment noch den Schwarzen Peter. Die Mannen von Bernd Kirchstetter liegen auf dem Rang 14, weiteres Abrutschen ausgeschlossen. Dieser drittletzte Tabellenplatz würde schlimmstenfalls den Gang in die Abstiegsrelegation bedeuten. Trainer Kirchstetter ist dennoch locker. Der Grund: Die Situation zwei Etagen höher in der Landesliga kommt Maulbronn entgegen. Von dort müssten nämlich gleich zwei Vereine aus dem Kreis Pforzheim absteigen, damit Platz 14 der A-Klasse ein Relegationsplatz bliebe. Mit dem VfR Pforzheim steht ein Absteiger in die Kreisliga Pforzheim zwar fest. „Es müsste aber mit dem Teufel zugehen, wenn Wimsheim dort noch auf den Relegationsplatz abrutschen würde“, sagt der Maulbronner Coach. In der Tat: Wimsheim müsste sich gleich von vier Teams überholen lassen und dabei im Vergleich zum FV Graben auch noch 23 Tore verlieren. „Nur deshalb hat der Staffelleiter überhaupt dem Wunsch der TG Stein entsprochen, unser Spiel bereits am Samstag auszutragen“, so Kirchstetter.

 Trotzdem wären die Klosterstädter Platz 14 gerne los. Und nach oben ist tatsächlich noch einiges zu machen. Bis auf Rang elf könnte der TSV Maulbronn noch klettern, Platz zehn ist nur theoretisch möglich. Drei Punkte Rückstand auf den dort rangierenden FV Knittlingen aufzuholen ist zwar denkbar, doch dabei auch noch 17 Treffer in der Tordifferenz wettzumachen eher nicht. Wem sie Platz 14 überlassen, dürfte den Maulbronnern vermutlich herzlich wurscht sein. In Frage kommen der FV Tiefenbronn (Platz elf, zwei Punkte vor Maulbronn), Germania Brötzingen II (Platz zwölf, ein Punkt Vorsprung) sowie die punktgleichen Sportfreunde Mühlacker auf Rang 13. Also muss für die Maulbronner im Heimspiel (Samstag, 16 Uhr) gegen den Tabellenneunten TG Stein am besten ein Sieg her, alles andere liegt dann nicht in ihrer Hand.

  Die Sportfreunde Mühlacker befinden sich im Prinzip in der gleichen Situation wie der TSV Maulbronn, mit einem Unterschied. Sie können den viertletzten Platz aus eigener Kraft halten und kennen überdies das Resultat aus Maulbronn vom Tag zuvor bereits vor dem Anpfiff. ihres Heimspiels gegen den FV 09 Niefern. Punktgleich mit Maulbronn hat Mühlacker vier Tore Vorsprung und ebenso noch die Chance bis auf Platz elf nach oben zu klettern.

 Für die übrigen Vertreter der Region Mühlacker in der Kreisklasse A 1 ist der letzte Spieltag reines Schaulaufen.

 Der FV Knittlingen spielt in Ispringen, könnte noch von Platz elf auf acht klettern, aber auch auf Rang zwölf abrutschen. Platz 13 und 14 sind angesichts der Tordifferenz nur noch theoretisch denkbar.

 Die SG Ölbronn-Dürrn würde mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Kieselbronn II Platz sechs halten, es sei denn die punktgleichen Wurmberger gewinnen um zehn Tore höher. Nach oben geht für die SG nichts mehr, bei einem Unentschieden oder einer Niederlage könnte lediglich der TSV Wurmberg-Neubärental vorbeiziehen und Ölbronn-Dürrn auf Rang sieben verweisen.

 Die komfortabelste Position hat der designierte Vizemeister Spvgg Zaisersweiher. Platz zwei ist bereits sicher, nach oben und unten geht nichts mehr. Die Mannen können mit einem Auswärtssieg beim 1. FC Nußbaum Selbstvertrauen für die Aufstiegsrelegation tanken, um dort ihrem scheidenden Trainer Volker Müller mit dem Aufstieg in die Kreisliga Pforzheim ein schönes Abschiedsgeschenk zu machen.

Kreisklasse B 1 Pforzheim

In dieser Liga entscheidet sich am kommenden Sonntag die Meisterschaft. Die besten Karten hat der TSV Ötisheim als Spitzenreiter mit zwei Punkten Vorsprung. Wohl jeder rechnet gegen den Drittletzten Spvgg Zaisersweiher II mit einem Heimsieg, der den Titel und den direkten Aufstieg in die A-Klasse sichern würde. Schlimmer als Platz zwei verbunden mit der Aufstiegsrelegation kann es zwar nicht mehr kommen, aber das wäre angesichts der jetzigen Kostellation sicherlich eine Enttäuschung.

 Chancen die Ötisheimer auf Platz zwei zu verweisen hat nur noch der FC Viktoria Enzberg. Dazu müsste Enzberg aber sein Heimspiel gegen die Reserve des 1. FC Pforzheim gewinnen und auf ein Unentschieden oder eine Niederlage des Spitzenreiters hoffen. Immerhin: von hinten droht keine Gefahr, und als Vizemeister könnte Enzberg dann den Ötisheimern über die Relegation in die A-Klasse folgen.

 Für die übrigen Mannschaften der A 1-Staffel ist das Drops im Prinzip gelutscht. Hellas Mühlacker und die Fvgg 08 Mühlacker werden ihre Plätze zehn und elf in jedem Fall behalten. Der FV Lienzingen, derzeit Achter könnte auch noch Siebter oder Neunter werden. Die Spvgg Zaisersweiher II könnte noch von 13 auf 14 abrutschen. Doch Absteiger gibt es in der untersten Spielklasse ohnehin keine.

Kreisliga Pforzheim

Ein Heimsieg im türkischen Derby gegen den FC Fatihspor Pforzheim, und der Aufsteiger FC Anadolu Mühlacker ginge definitiv als Tabellenneunter aus einer wechselhaften Saison mit grandiosem Start, in der mittlerweile schon der dritte Trainer an der Seitenlinie steht. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage droht allenfalls Rang zehn, wo derzeit der FV Langenalb lauert. Der Tabellenelfte Conweiler-Schwann ist in Sachen Tordifferenz zu weit zurück, als dass er die Senderstädter noch überholen könnte.

Bezirksliga Enz-Murr

Der TSV Phönix Lomersheim könnte mit einem Heimsieg gegen Germania Bietigheim einen versöhnlichen Schlusspunkt unter eine letztlich missratene Saison setzen. Während die Bietigheimer sich in den vergangenen Spielen berappelt und die Abstiegszone hinter sich gelassen haben, ist für Lomersheim der Gang hinunter in die Kreisliga A beschlossene Sache. Sieben Punkte in der Hinrunde waren einfach zu wenig, um in der Rückserie noch den Klassenerhalt zu schaffen – trotz dem kleinen Zwischenspurt direkt nach der Winterpause, als viele nach drei Siegen in Folge Hoffnung schöpften.

Kreisliga A 3 Enz-Murr

In der Kreisliga A 3 ist für die Vereine aus der Region Mühlacker nicht mehr als Schaulaufen angesagt. Es geht allenfalls noch um die ein oder andere Platzierung, Auf- und Abstieg sind jedoch geregelt.

 Am besten steht der TSV Wiernsheim da, der als Tabellendritter jedoch keine Chance mehr hat, noch auf Platz zwei und damit in die Aufstiegsrelegation zu springen. Von hinten droht noch ein wenig Gefahr. Bis auf Rang fünf könnte die Mannschaft von Trainer Kai-Uwe Kussmaul noch abrutschen. Zwar ist auch der Tabellensechste Roßwag nur zwei Punkte entfernt, doch im Duell gegen den Vierten Sersheim kann eben nur einer dreifach punkten und Wiernsheim überholen, das zum Abschluss der Saison gegen den SV Illingen antritt.

 Jener SV Illingen schließt mit seiner jungen Mannschaft beim Auswärtsspiel auf der Platte eine Saison ab, die geradezu fürchterlich, nämlich mit sechs Niederlagen in Folge begann. Dann aber legte das Team von Trainer Ferdinand Haupt einen Zwischenspurt ein, das den SVI rasch ins Mittelfeld brachte. Dort liegt Illingen nun auf Platz sieben, nach oben und unten geht nichts mehr.

 Erwischt hat es den TSV Großglattbach. Die Mannschaft von Trainer Martin Weeber kam in dieser Saison einfach nicht vom Fleck und muss – in jedem Fall 17. und damit Vorletzter der Tabelle – den Gang in die B-Liga hinnehmen. Ein Heimsieg am Sonntag gegen den FV Löchgau II wäre wenigstens ein Abschiedsgeschenk für Weeber, der nach zehn Jahren bei den „Glabbichern“ sein Traineramt abgibt. In der kommenden Saison wird Güngör Topal, seither Torschütze vom Dienst beim FC Anadolu Mühlacker, als Spielertrainer fungieren.

Kreisliga B 5 Enz-Murr

Die Kreisliga B 5 hat ihre Auf- und Absteiger bereits gefunden. Hinter dem designierten Meister FC Gündelbach wird definitiv der SV Iptingen als Vizemeister in die Aufstiegsrelegation gehen. Beim TSV Oberriexingen hat die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schenkel am Sonntag Gelegenheit, sich mit einem Sieg dafür einen psychologischen Schub zu holen.

 Im Mittelfeld der Liga, nämlich auf Platz sechs, liegt Phönix Lomersheim II. Von hinten droht keine Gefahr mehr. Nach vorne ist indes noch Platz drei drin.

 In den hinteren Regionen muss der SV Sternenfels noch einmal zittern, aber erst in der Relegation gegen den Abstieg in der kommenden Woche. Den drittletzten Tabellenplatz können die immer wieder von Personalsorgen geplagten Sternenfelser am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel in Kleinglattbach weder nach oben noch nach unten verlassen.

 Runter in die C-Liga muss indes der TSV Mühlhausen an der Enz als Vorletzter der Tabelle. Nur ein Jahr, nach dem die Mannen von Trainer Martin Kern den Aufstieg gefeiert haben, heißt es wieder Abschied nehmen von der Kreisliga B, daran konnte auch die Verpflichtung des landesligaerfahrenen Marcus Budday in der Winterpause nichts ändern.

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