Früherer Schultes will Bürgermeister werden

Erstellt: 30. Juli 2007, 00:00 Uhr
Früherer Schultes will Bürgermeister werden Kandidat Dieter Girrbach. Foto: p

Der 46-jährige Dieter Girrbach aus Ludwigsburg bewirbt sich um das Amt des Mühlacker Beigeordneten.

Mühlacker – Der erste Bewerber um den Posten des Mühlacker Beigeordneten heißt Dieter Girrbach. Der 46-Jährige ist Diplom-Verwaltungswirt und kommt aus Ludwigsburg.

VON THOMAS SADLER

Der parteilose Dieter Girrbach, der im Oktober zum Nachfolger von Bürgermeister Hans-Jürgen Pisch gewählt werden will, wurde in Gomadingen, Kreis Reutlingen, geboren. Der verheiratete Vater zweier Kinder kann auf einige Erfahrung in der Kommunalverwaltung verweisen. 1985 bis 1987 war er stellvertretender Ordnungsamtsleiter der Großen Kreisstadt Günzburg und 1988 bis 1991 hauptamtlicher Ortsvorsteher in Kirchheim unter Teck-Nabern. Danach leitete er bis 1993 das Hauptamt der Schwarzwaldstadt Furtwangen, und anschließend fungierte er bis 1995 als hauptamtlicher Ortsvorsteher von Leonberg-Höfingen. Von 1995 bis 2003 hatte Girrbach das Amt des Bürgermeisters in Schlaitdorf, Kreis Esslingen, inne. Die angestrebte Wiederwahl gelang ihm nicht. „Sauknapp“ sei es zugegangen, sagte er dem MT. Seit vier Jahren arbeitet er als Leiter der Verwaltung des Zweckverbands Pattonville/Sonnenberg, wo er die Umwandlung zweier ehemaliger amerikanischer Wohnsiedlungen zu modernen Stadtteilen betreue. Zu seiner Tätigkeit gehöre neben der Grundstücksvermarktung der Aufbau und Betrieb einer Infrastruktur mit verschiedenen öffentlichen Einrichtungen.

 Das Amt des Beigeordneten von Mühlacker betrachtet Girrbach als eine langfristige Herausforderung. „Ich kenne Mühlacker und die Potenziale, die drinstecken.“ Er sei bereits in der Vergangenheit „mit Planen und Bauen“ befasst gewesen. Indes: Auch in Hockenheim wollte Girrbach schon Beigeordneter werden – ohne Erfolg.
 Bislang hält sich das Interesse an dem Posten der Nummer zwei im Mühlacker Rathaus in Grenzen. Gerade mal drei Interessenten, darunter angeblich ein Betriebswirt aus dem Raum Mannheim, haben mit Gemeinderatsfraktionen Kontakt aufgenommen. Nur einer, eben Dieter Girrbach, gibt sich als Bewerber zu erkennen. Seine Fühler hat zwar auch Jochen Protzer, früher Bürgermeister von Illingen und heute Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Betriebs- und Werksärzte, ausgestreckt, aber auf eine Kandidatur wollte er sich bislang nicht festlegen. Derlei Überlegungen seien „Spekulation“, bekräftigte er am Samstag dem MT. Allerdings, fügte er hinzu, wäre die Aufgabe „reizvoll“.

 Die CDU will sich, wie sie mitteilt, ebenfalls nicht festlegen. „Wir halten uns die Entscheidung, wen wir bei der Beigeordnetenwahl unterstützen werden, weiterhin offen“, erklärt die Ratsfraktion. Es bestehe kein Grund zur Eile oder zu einer Vorentscheidung. „Wir führen Gespräche mit allen, die sich für diese wichtige Position in der Stadtverwaltung interessieren.“ Erst danach falle die Entscheidung. Indes hofft die CDU, dass bis zum Bewerbungsschluss am 15. September weitere Bewerber ihren Hut in den Ring werfen.

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