Freizeitheime sind gut ausgelastet

Erstellt: 27. Juni 2006, 00:00 Uhr
Freizeitheime sind gut ausgelastet Idyllisch gelegen: Die vier Freizeitheime beim Füllmenbacher Hof, der zur Gemarkung Diefenbach gehört. Foto: Garhöfer

Anlage beim Füllmenbacher Hof besteht seit 38 Jahren – Sanierungsbedarf macht gelegentlich Sorge

Sternenfels-Diefenbach – Noch im April 2005 war die Zukunft des katholischen Jugendhauses beim Füllmenbacher Hof ungewiss. In der Zwischenzeit steht aber fest, dass die Katholiken das Freizeitheim weiter nutzen. Je nach finanzieller Möglichkeit erfolgen auch Sanierungsmaßnahmen am beliebten Freizeitdomizil.

VON GERHARD FRANZ

Seit 1968 verfügen der Schwäbische Albverein, die Sportkreisjugend Ludwigsburg sowie die evangelische und katholische Kirche über „eigene“ Freizeitheime beim Füllmenbacher Hof, der zur Gemarkung Diefenbach gehört. Die jetzigen Feriendomizile waren 1949 für Waldarbeiterfamilien gebaut worden. Inzwischen werden sie den vier Trägern kostenfrei überlassen, dafür gehen jedoch Unterhalt und Sanierung auf eigene Rechnung.

 1983 wurde das Feriendomizil des katholischen Dekanats, das 23 Schlafplätze hat, letztmals grundlegend renoviert. Neben den sieben Pfarrgemeinden, die zum katholischen Dekanat Mühlacker gehören, wird die Einrichtung noch an den katholischen Kirchengemeinden aus Sersheim, Vaihingen, Enzweihingen und Asperg genutzt. Sie beteiligen sich alle anteilsmäßig am Defizit und mit einer Umlage, die je nach Größe der Kirchengemeinde unterschiedlich ist, erläutert Dekanatsreferent Christoph Knecht. Nach Meinung von Knecht sei die Kirche in einem Zwiespalt: Auf der einen Seite lege sie großen Wert auf eine gute Kinder- und Jugendarbeit, andererseits dürfe sie den wirtschaftlichen Aspekt nicht aus den Augen verlieren. Bisher konnten die Jugendgruppen der am Haus beteiligten Kirchengemeinden das Feriendomizil gratis nutzen. Ob dies weiterhin möglich sei, darüber werde noch beraten.

 In der Zwischenzeit hat der Dekanatsrat einen Ausschuss eingesetzt, der sich um das Freizeitheim auf Diefenbacher Markung kümmert. Die Rücklagen für Sanierungsmaßnahmen sind in diesem Jahr auf 10000 Euro angehoben worden, so der Dekanatsreferent. Als vordringlichste Aufgabe sieht Christoph Knecht die Sanierung der Küche. Außerdem müssen Tische und Stühle erneuert und die Holzfassade gestrichen werden. Je nach finanzieller Lage sollen etappenweise die Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen in Angriff genommen werden, beschreibt der Dekanantsreferent die Vorgaben für die Verwaltung.

 Auch beim evangelischen Jugendwerk Mühlacker ist man immer am Werkeln. Im lang genutzten Freizeitheim beim Füllmenbacher Hof hat man Zimmer im Untergeschoss zu Aufenthaltsräumen ausgebaut und mit Holzdecke und Teppichboden versehen, berichtet Jugendreferent Michael Gutekunst. Neben kirchlichen Gruppen sei das Freizeitheim wochentags auch von Schulklassen und Kindergartengruppen belegt. Michael Gutekunst: „Vor zehn bis 15 Jahren erfolgte eine größere Sanierung.“ Über den Austausch der Heizungsanlage werde man sich mittelfristig Gedanken machen müssen, meint der Vertreter des evangelischen Jugendwerkes.

 Keinen großen Sanierungsbedarf für das Freizeitheim sieht man beim Schwäbischen Albverein. Ein Betreuungsverein – alle Mitglieder sind auch Mitglieder beim Schwäbischen Albverein – ist Vertragspartner mit dem Land. Vorsitzender Friedrich Kicherer aus Oberderdingen: „Der Einbau einer neuen Küche liegt schon längere Zeit zurück.“ Man sorge dafür, dass das Haus immer in Ordnung sei, so der Verwalter. Das Freizeitheim mit seinen 31 Schlafplätzen sei das ganze Jahr über recht gut ausgelastet, heißt es beim Albverein.

 Das Feizeitheim der Sportkreisjugend Ludwigsburg werde weiterhin benützt, unterstreicht Vorsitzender Harmut Beller. Erneuerungsbedürftig seien unter anderem die Fenster. Durch einen eigens gegründeten Förderverein, der die Einrichtung finanziell unterstützt, habe man die Möglichkeit, den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus stellt der Sportkreis Ludwigsburg jährlich einen Betrag zur Verfügung. Hartmut Beller: „Unser Freizeitheim ist das ganze Jahr immer gut ausgelastet.“

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