Freibad: kein vorgezogener Startschuss

Erstellt: 28. April 2007, 00:00 Uhr
Freibad: kein vorgezogener Startschuss Mühlacker Freibad-Team: Udo Gaißert, Jens Beffert, Stefan Brix und Rudi Pfisterer (v.l.). Foto: Sadler

Eröffnung in Mühlacker trotz hoher Temperaturen erst am 12. Mai – Auch bei schlechtem Wetter geöffnet.

Mühlacker – Die Wasserfreuden im Freien sind nicht mehr fern: Am 12. Mai startet die Freibadsaison in Mühlacker. Auf eine vorgezogene Öffnung wegen des frühsommerlichen Wetters wird aus organisatorischen Gründen verzichtet. Außerdem sind die Vorbereitungen noch nicht beendet. Service-Vorteil der Senderstädter Einrichtung: Auch wenn es mal kühler ist, bleibt das Bad durchgehend täglich geöffnet.

VON THOMAS SADLER

Am übernächsten Samstag öffnet das Mühlacker Freibad seine Pforten und steht Wasserratten und Sonnenanbetern täglich von 9 bis 20 Uhr zur Verfügung – zu denselben Preisen wie im vorigen Jahr.

 In Vaihingen geht es – wie immer – bereits am 1. Mai los, wobei, wie der Mühlacker Bäderbetriebsleiter Rudi Pfisterer sagt, die Eintrittspreise höher seien. Die Stadt Pforzheim reagiert auf die außergewöhnlich hohen Temperaturen, die derzeit herrschen, und lässt die ungeduldigen Besucher des Nagoldfreibades schon ab heute das Kassenhäuschen passieren.

 In Mühlacker ist dies nicht möglich. Zwar sind die Becken bereits mit Wasser gefüllt, und die Umwälzung ist ebenfalls schon in Betrieb, doch stünden noch einige Arbeiten an, informierte Rudi Pfisterer am Donnerstag. So müssten unter anderem erst die Sprungbretter montiert und die Beckenumgänge abgestrahlt werden. Darüber hinaus stehe die gründliche Reinigung der Umkleidekabinen und die Installation der Sonnenschirme an – also noch genug Arbeit für die drei Schwimmmeister und den Auszubildenden.

 Einer vorgezogenen Eröffnung steht im Übrigen noch ein anderer Grund im Wege: In den nächsten Wochen werde das Bäderpersonal nach wie vor im Hallenbad benötigt, das für die Öffentlichkeit bis 1. Juli geöffnet ist, ehe es bis zum Ende der Schulferien Pause macht. In den 14 Tagen nach der Schließung dürfen nur Schulklassen rein. „Wir haben täglich bis zu 500 Schüler hier“, sagt Rudi Pfisterer.

 Auf jeden Fall kommen die Freibadfans in Mühlacker auf ihre Kosten. Bis Mitte September dürfen sie in der beliebten Einrichtung mit der Riesenrutsche an ungefähr 120 Tagen ihre Bahnen ziehen. Und zwar sogar dann, wenn der Sommer mal Pause macht. Keineswegs eine Selbstverständlichkeit, wie Pfisterer nicht ohne Stolz betont. „Andere Bäder haben bei schlechtem Wetter bis zu 30 Tage geschlossen.“ Für die Besucher fällt das nasse Vergnügen dann abrupt ins Wasser. Umso lieber weichen dann enttäuschte Auswärtige schon mal nach Mühlacker aus. „Hier ist der Gegenwert für eine Saisonkarte wesentlich größer als anderswo, wo sich die Kommunen ihre flexiblen Öffnungszeiten teuer bezahlen lassen“, legt der Betriebsleiter nach. Das Mühlacker Öffnungszeitenmodell sei außerdem übersichtlicher, und das Personal könne sich wiederum auf feste Dienstpläne verlassen.

 Mit einer Verbesserung gegenüber den Vorjahren kann das Mühlacker Bad hinsichtlich der Wassertemperatur aufwarten. Durch den Umbau der Solaranlage werde das Wasser im Schwimmerbecken gezielt auf 24 Grad geheizt. Was darüber hinaus geht, komme dem Nichtschwimmerbecken zugute, in dem das Nass bis 27 Grad messen kann. Im Planschbecken ist das Wasser dann dank der Solaranlage sogar bis 28 Grad warm.

 Was zum Glück des Freibadchefs kurz vor dem Start noch fehlt, ist eine zweite Kassenfrau für Schichtbetrieb auch samstags, sonntags und feiertags. Die Bewerber –  auch Schüler und Studenten kommen in Frage – müssen volljährig sein.

 Derweil müssen auch in den Nachbarkommunen die Freibadfreunde nicht mehr lange warten. Der Tiefe See in Maulbronn ist von 17. Mai bis Mitte September geöffnet. Die Preise sind laut Stadtverwaltung um 15 bis 20 Prozent höher als 2006. Ebenfalls am 17. Mai geht’s in Ötisheim los, wo das Bad voraussichtlich auch bis Mitte September offen sein wird. Auch hier müssen die Gäste, wie vom Mühlacker Tagblatt berichtet, für manche Kartenart ein wenig mehr zahlen – in etlichen Fällen macht die Erhöhung allerdings weniger als zehn Prozent aus. In Knittlingen bleiben die Beträge konstant. Startschuss ist am 26. Mai. Geschlossen wird das Bad vermutlich am 9. September; wenn die Witterung nicht mitspielt, schon früher. Ebenfalls keine Preiserhöhung gibt es in Sternenfels, wo das Freibad den Erfrischungswilligen vom 3. Juni bis 9. September zur Verfügung steht.

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