Fragile Kunstwerke begeistern

Erstellt: 5. März 2012, 00:30 Uhr
Fragile Kunstwerke begeistern Tausende von Besuchern kommen an zwei Tagen zum 13. Ostereiermarkt in die Maulbronner Stadthalle.

Maulbronn. „13 ist eine Glückszahl“, freute sich Organisatorin Christine Finn über das ungebrochene Interesse bei der 13. Auflage des Ostereiermarktes in Maulbronn. Doch es war längst nicht nur das Glück, das die Besucher strömen ließ, sondern einmal mehr die vielseitige und hochkarätige Eierkunst, die sich im historischen Ambiente präsentierte.

Schon der Weg zur Stadthalle stimmte auf die Eierschau ein. Die Landfrauen von Zaisersweiher hatten den Klosterbrunnen mit 800 bunten Eiern in einen Osterbrunnen verwandelt. „Oh it’s so pretty“, staunten die Ei-Liebhaber nicht nur auf Hochdeutsch und Schwäbisch, sondern auch auf Englisch über die kleinen zerbrechlichen Kunstwerke.

Organisatorin Finn hatte auch in Deutschland erscheinenden amerikanischen Zeitschriften für den Markt in der Klosterstadt geworben, so dass ein internationales Publikum von Stand zu Stand schlenderte. „Sie gehört zur Oberliga“, stellte Christine Finn Waltraud Frischeisen aus dem bayerischen Mühlbach vor, die seit 20 Jahren Eier bemalt. „Das Ei hat einen mythologischen Hintergrund“, erklärte sie die Besonderheit des Ovals. Das Fragile mache es so wertvoll. Mit Acryl und feinem Pinsel zaubert die Künstlerin echte Eierköpfe. Albert Einstein und Che Guevara finden sich im großen Sammelsurium ebenso wie der Komiker Loriot und Lola Montez, einstige Mätresse des Bayernkönigs – es geht quer durch die Kunstgeschichte.

Prominenz hat sich auch bei Silvia Gulden im Ei versammelt. Die Stuttgarterin bringt Jahr für Jahr die Gäste in Maulbronn auf das Neue zum Staunen. Sie schafft es, dass Ludwig II. im Straußenei Hof hält. Und natürlich ist auch Sissi in dieser Szene in Schloss Neuschwanstein nicht weit. „Es ist unglaublich“, fehlen einer Betrachterin die Worte angesichts dieser detailverliebten Nachbildung im Ei.

Als studierter Biologin liegt dagegen Christiane Schwake die Natur näher. Mit ihren Aquarell-Farben malt sie naturgetreu Tiere auf die Kalkschale. „Mir ist es wichtig, dass mich die Tiere ansehen“, begründete die Schweizerin, warum sie keine Blumen malen kann. „Es macht Spaß zu sehen, welche Freude die Menschen daran haben“, erklärte sie, warum sie immer wieder zum Pinsel greift.

Neben Ei-Gestaltern aus Deutschland und der Schweiz waren auch einige aus Ungarn, Rumänien und unter anderem Russland gekommen. Etliche zeigten traditionelle Eier. Die liegen auch Maria Wyrich am Herzen. Sie hatte Eier in der Tradition ihrer Heimat Schlesien mitgebracht. „Die Schlesier und Böhmer zeichnen Blümchen, die Sorben machen Ornamente.“

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