Firmen ziehen positive Bilanz

Erstellt: 9. April 2011, 00:00 Uhr
Firmen ziehen positive Bilanz Prominenter Besucher der Messe: Ministerpräsident Stefan Mappus (Mitte). Foto: privat

Unternehmen aus dem Enzkreis haben auf Messe vielversprechende Kontakte geknüpft

Die positive Grundstimmung, die bei den Ausstellern auf der gestern zu Ende gegangenen Hannover Messe allenthalben von Tag zu Tag gewachsen ist, herrscht auch bei den meisten Firmen aus der Region Nordschwarzwald. Allgemein wird ein spürbarer Konjunkturimpuls verzeichnet.

Von Norbert Kollros

Enzkreis/Hannover. Der Maulbronner Pumpenspezialist Flux mit mehr als 50-jähriger Hannover-Messe-Erfahrung hatte beispielsweise laufend Besucherfrequenz auf seinem ebenso geräumigen wie auch auffälligen Messestand. „Wir hatten sehr gute Gespräche mit zahlreichen Kunden und Interessenten und somit in den nächsten Wochen sicher ausreichend Gelegenheit, diese Kontakte im Nachmessegeschäft zu bearbeiten“, so Geschäftsführer Klaus Hahn. Er ist überzeugt, aus Hannover „sehr gute Impulse“ mit nach Hause zu nehmen.

 An Neuheiten zeigte Flux in diesem Jahr beispielsweise einen weiterentwickelten Flüssigkeits-Mengenmesser zum mobilen Einsatz mit Flux-Fass- und Containerpumpen oder zum stationären Einsatz im Anlagenbau. Dann konnten die Maulbronner noch stolz darauf verweisen, zum zweiten Mal in Folge für ein Flux-Produkt den renommierten „iF product design award“ errungen zu haben – dieses Mal für neu entwickelte Zapfpistolen, die durch ihre ergonomisch geformten Handhebel, eine verbesserte Sicherheitsabdichtung und ihre vorbildliche Funktionalität für mehr Feingefühl beim Abfüllen überzeugten.

 Aus dem Sternenfelser Gewerbepark waren gleich zwei Unternehmen präsent. Zum einen der Aluminiumverarbeiter Alutec, der sich auf Kaltfließpress-Verfahren spezialisiert hat. Alutec präsentierte sich am Gemeinschaftsstand von Baden-Württemberg International zum Thema Elektromobilität, weil sich das Sternenfelser Unternehmen als potenzieller Hersteller für Akku-Gehäuse in Leichtbauweise versteht.

 Uneingeschränkt glücklich war Stefan Castellana, zuständig für technischen Vertrieb und einer der Standbetreuer, mit der alleinigen Festlegung als Zulieferer für den Bereich E-Mobilität indes nicht, wie er sich als sein persönliches Resümee entlocken ließ. „Die Bandbreite unseres Fertigungsprogramms ist weitaus größer“, weshalb er sein Unternehmen in einer anderen Themenhalle besser platziert gesehen hätte.

 Systeme für die Trocknung von Galvanikteilen sowie von nasslackiertem oder pulverbeschichtetem Schüttgut stellt in Sternenfels FST-Drytec her. Die drei Firmengründer Horst Ferber, Dieter Schopp und Werner Tietz hatten vor acht Jahren ganz pragmatisch reagiert, als ihr einstiger Arbeitgeber in Pfaffenhofen in Insolvenz gegangen ist: Die drei nutzten ihr Expertenwissen um Trocknersysteme und machten sich damit selbstständig. Mit viel Tatkraft ist es dem FST-Trio und seinen vier Mitarbeitern, allesamt aus der einstigen Pfaffenhofener Firma stammend, gelungen, sich als Zulieferer für Anlagen-Hersteller zu etablieren. Es sei zwar kein leichtes Unterfangen, so Geschäftsführer Horst Ferber, als Sieben-Mann-Betrieb in Hannover Präsenz zu zeigen, „aber unsere Kunden sind dort und ebenso potenzielle Kunden, da kann man nicht außen vor bleiben“. Um so erfreuter ist Ferber, „interessante Kontakte“ geknüpft zu haben.

 Microgussteile im Gewichtsbereich zwischen einem Zehntel und 30 Gramm sind die Spezialität von Bernd Nonnenmacher aus Dürrn. Laut Knut Heitzmann, Assistent der Geschäftsleitung, hat es in Hannover vielversprechende Kontakte gegeben.

 Jens Mohrmann, der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, meint zusammenfassend: „Unsere innovativen Unternehmen sind die Aushängeschilder unserer Wirtschaftsregion. Die Zulieferindustrie spielt bei uns wie auch in ganz Baden-Württemberg eine große Rolle, daher ist die Präsentation unter dem Dach von Baden-Württemberg hier in Hannover eine gute Plattform.“

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