Finger weg vom Alkohol

Erstellt: 12. Juli 2012, 07:22 Uhr
Finger weg vom Alkohol „Bunt statt blau“: Die UVD-Schüler der Klassen 8b und 9b präsentieren ihre Plakate.

Mühlacker. Anlässlich von bundesweit 26000 stationären Behandlungen von Jugendlichen und Kindern aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums im Jahr 2011 veranstaltete die DAK auch in diesem Jahr den Plakatwettbewerb „bunt statt blau“.

Allein im Enzkreis seien 72 Fälle verzeichnet worden, sagte Frank Geissler, Leiter des DAK-Servicezentrums Pforzheim. „Diese Zahlen erschrecken, und ein Aufenthalt im Krankenhaus ist nicht angenehm. Mit dem Plakatwettbewerb wollen wir den Alkohol nicht verteufeln, sondern auf den richtigen Umgang mit dieser Droge aufmerksam machen“, verdeutlichte er das Anliegen des Wettbewerbs.

„Gerade bei Acht- und Neuntklässlern ist der Alkohol ein großes Thema“, informierte Kunstlehrerin Meike Szekeresch und begründete damit die Teilnahme der 8b und 9b der Ulrich-von-Dürrmenz-Schule am Plakatwettbewerb. Bei rund 15000 Konkurrenten im Rennen um den Hauptpreis sei der Gewinn des Wettbewerbs wie ein Sechser im Lotto, so Frank Geissler, und doch wolle er die Leistung und das Bemühen der Dürrmenzer Schüler mit einer Spende von 70 Euro für die Klassenkasse anerkennen.

Der Oberbürgermeister und Schirmherr des Wettbewerbs Frank Schneider bedankte sich gestern bei der Übergabe nicht nur bei den Jugendlichen, die für ihn die Hauptgewinner seien, sondern auch bei der Krankenkasse, die auf die Probleme mit den Drogen aufmerksam mache. Abschließend warnte er vor stetigem und übertriebenem Alkoholkonsum, denn „ein klarer Kopf ist wichtig für die persönlichen und beruflichen Fähigkeiten“.

Bei einigen ihrer Schüler, so Meike Szekeresch, die den Jugendlichen den Wettbewerb ans Herz legte, sei ein Bewusstsein im Umgang mit dem Alkohol bereits erkennbar. Einer der Schüler brachte zum Ausdruck, dass er nur ab und zu bei besonderen Anlässen ein Bier trinke. „Sonst wird man abhängig und kann sich nicht mehr kontrollieren.“ Ein Mitschüler betonte, er verschmähe die Droge gänzlich, da sie Gehirn und Körper schade.

„Wir hatten zum Glück noch keine eklatanten Fälle an unserer Schule“, sagte Rektorin Gertrud Pfitzer und bedankte sich bei der DAK nicht nur für das Geld, sondern auch für jede Menge Erfahrungen.

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