Finanzierung bereitet noch Sorgen

Erstellt: 31. Oktober 2006, 00:00 Uhr
Finanzierung bereitet noch Sorgen Herbert Temme inspiziert die Elektrozentrale – Herzstück für die neue Beleuchtungs- und Brandmeldeanlage. Foto: Haller

Modernisierung des Waldensermuseums kostet 190000 Euro – Brandmeldeanlage wird installiert

Ötisheim-Schönenberg – Auf den ersten Blick sind es nur einige geringfügige Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die derzeit am Henri-Arnaud-Haus in Schönenberg durchgeführt werden. Doch die Gesamtkosten belaufen sich auf 190 000 Euro.

VON RUDOLF HALLER

Herbert Temme, Präsident der Deutschen Waldenservereinigung mit Sitz in Schönenberg, nannte die dringend erforderliche Wärmeisolierung des Anbaus samt neuem Verputz, eine neue Beleuchtung für alle Ausstellungsräume, eine neue Verkabelung sowie den Einbau einer Brandmeldeanlage als unumgänglich, um das kulturhistorische Kleinod auch weiterhin der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Im Rahmen der seit Mai laufenden Arbeiten, die spätestens Ende November abgeschlossen sein sollen, bekommen die im ehemaligen Wohnhaus des Waldenserführers Henri Arnaud untergebrachten Räume des Museums ein etwas anderes Gesicht.

 Neben Schönheitsreparaturen und einer Auffrischung alter Farben wird vor allem die Museumsbeleuchtung den aktuellen Erfordernissen angepasst. Wo früher Strahler die Ausstellungsstücke nicht nur ins rechte Licht setzten, sondern diese auch beschädigten, wird jetzt eine spezielle Museumsbeleuchtung mit Kaltlicht installiert. Dieses wird mit einer zentralen Steuerung und Bewegungsmeldern versehen, so dass nur die Räume ausgeleuchtet werden, in denen sich gerade Gäste befinden.

 Dem Brandschutz, der bislang kein Thema war, wird durch eine moderne Brandmeldeanlage Rechnung getragen, die im Ernstfall direkt bei der Feuerwehrleitstelle Alarm schlägt. Die Arbeiten, so lobt Herbert Temme die Handwerksbetriebe, würden nicht zuletzt auch dank der guten Koordination durch das Architekturbüro Weingärtner und das Fachingenieurbüro Stoll voll im Zeitplan liegen, so dass man mit einer zügigen Fertigstellung etwa Ende November rechnen könne.

 Am 8. Dezember soll das runderneuerte Waldensermuseum dann im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Etwas Sorgen bereite ihm indes noch die Finanzierung der Maßnahme. Neben Eigenmitteln hätten die Gemeinde Ötisheim und der Enzkreis ihre Unterstützung mit jeweils 15000 Euro zugesagt.

 12000 Euro kommen aus Spenden von den Mitgliedern, während erst dieser Tage, so Temme, eine weitere Spendenzusage auch von den waldensischen Freunden in Torre Pelice eingegangen sei. Diese würden über einen Fonds aus der Kultursteuer verfügen, die in Italien von allen Bürgern erhoben werde. Weitere Spenden seien natürlich jederzeit willkommen, machte der der Präsident der Deutschen Waldenservereinigung deutlich.

Weiterlesen
Es gibt andere Wege als den Freitod

Es gibt andere Wege als den Freitod

Debatte um aktive Sterbehilfe: Ambulanter Hospizdienst begleitet Todkranke auf ihrem letzten Weg.Mühlacker –  Der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch hat einer 79-Jährigen beim Selbstmord geholfen –  und damit die Debatte… »