Experte sieht Chance auf Mini-Kreisel

Erstellt: 29. Oktober 2009, 00:00 Uhr
Experte sieht Chance auf Mini-Kreisel Die auf einer Kuppe gelegene Kreuzung am Knittlinger Rathaus soll nach dem Wunsch des Gemeinderats entschärft werden. Archivfoto: Becker

Verkehrsplaner will Bedenken des Landratsamts und des Regierungspräsidiums gegen Kreisverkehr am Rathaus entkräften

Der Knittlinger Gemeinderat hat eine weiterführende Verkehrsanalyse in Auftrag gegeben. Diese soll gute Argumente für den Bau eines Mini-Kreisels an der stark befahrenen Rathauskreuzung liefern.

Von Carolin Becker

Knittlingen. Bisher zeigten sich sowohl das Regierungspräsidium in Karlsruhe als auch das Enzkreis-Landratsamt skeptisch gegenüber dem Wunsch aus Knittlingen, den Knotenpunkt am Rathaus mit Hilfe eines klein dimensionierten Kreisverkehrs zu entschärfen. Auch eine etwaige Beteiligung von Land oder Kreis an den Kosten sei momentan „umstritten“, stellte die Verwaltung fest. Deshalb seien weiterführende Untersuchungen nötig.

 Diplom-Ingenieur Burkhard Leutwein, dessen Karlsruher Büro Koehler, Leutwein und Partner bereits eine Verkehrsanalyse für Knittlingen erstellt hat, wurde nun mit der Fortführung beauftragt. Er zeigte sich zuversichtlich, die Bedenken der Behörden zerstreuen zu können. Diese hatten in der Lage des möglichen Kreisels auf einer Kuppe einen Hinderungsgrund gesehen. Die Sicht sei eben nicht zu stark eingeschränkt, führte der Diplom-Ingenieur den Stadträten anhand einer Reihe von Fotos vor Augen. „Ich habe Hoffnung, dass wir zum Ziel kommen“, sagte er.

 Angepeilt wird freilich nicht nur die geschwindigkeitsdrosselnde Wirkung eines Kreisverkehrs. Statt der derzeit „mehr als unglücklichen Situation“ soll dort, „wo Knittlingen pulsiert“, künftig auch mehr Freiraum für eine attraktivere städtebauliche Gestaltung im Bereich zwischen Rathaus und der Abzweigung Friedrichstraße entstehen, blickte Leutwein voraus. Auch die Fußgänger würden durch ein deutliches Plus an Sicherheit profitieren.

 Zur Finanzierung der Untersuchung, die für insgesamt 14600 Euro auch einen weiteren möglichen Kreisverkehr an der Kreuzung Brettener/Bahnhofstraße mit einschließt, seien noch Mittel im Haushalt 2009 vorhanden, informierte Hauptamtsleiter Stephan Hirth. Dennoch hätten drei CDU-Räte angesichts der schwierigen Finanzlage lieber die Etatberatungen 2010 abgewartet; sie enthielten sich der Stimme. Die überwiegende Mehrheit jedoch votierte dafür, „bei dieser Geschichte, die uns schon so lange auf den Fingernägeln brennt, am Ball zu bleiben“, wie es Dr. Joachim Leitz von der Parteilosen Wählervereinigung formulierte.

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