„Es gibt immer noch Staubildung“

Erstellt: 27. Juni 2012, 23:30 Uhr
„Es gibt immer noch Staubildung“ Bus und Auto teilen sich die Fahrbahn, doch bei zwei großen Fahrzeugen wird es eng.

Mühlacker. In den vergangenen Monaten hat die Stadtverwaltung manche Schritte unternommen, um den Verkehrsfluss in der Bahnhofstraße zu verbessern. Auf eine zunächst vorgesehene Maßnahme wird jedoch, mit Zustimmung des Gemeinderates, verzichtet: Auf Höhe des orthopädischen Schuhhauses, Bahnhofstraße 49, wird nun doch keine Lieferzone eingerichtet, da der Geschäftsinhaber durch die Zone und die Verlegung des Behindertenparkplatzes Nachteile für seine gehbehinderten Kunden und seinen Laden befürchtet, der Produkte auch vor der Tür präsentiert und diese bei Bedarf mit einer Markise schützt.

Bereits über die Bühne ist derweil die Verlegung von Parkplätzen in Richtung Gehweg um jeweils 20 Zentimeter auf Höhe Bahnhofstraße 42, 55, 57 und 61, die Entfernung oder Versetzung von Radbügeln und Mülleimern, um Stellplätze leichter anfahren zu können, der Rückbau des Hochbords bei der Drehscheibe, damit zwei Busse ungehindert aneinander vorbeifahren können, und die Streichung von zwei Parkplätzen auf Höhe Bahnhofstraße 35 und 36, um Raum für Busse zu schaffen.

Die Resonanz aus dem Gemeinderat auf die verschiedenen Änderungen fiel allerdings eher skeptisch aus. Weder Wilhelm Heidinger (FDP) noch Karin Münzmay (SPD) vermochten nennenswerte positive Veränderungen zu entdecken. Im Bereich seiner Bäckerei, so Heidinger, stehe den Bussen auch jetzt nicht viel mehr Platz zur Verfügung. „Es gibt immer noch Staubildung.“ Ohnehin wären ihm Parkplätze beim Geschäft lieber als ein Poller.

FDP-Vorsitzender Dr. Jens-Christian Hanf regte an, die Verwaltung solle einen Sachstandsbericht zu den gemachten Erfahrungen vorlegen. LMU-Sprecherin Dr. Ulrike Fuchs wiederum brachte ein eigentlich abgehaktes, aber immer wieder neu belebtes Thema auf: Vielleicht müsse man doch noch einmal über einen Einrichtungsverkehr nachdenken, meinte sie. Ein Vorstoß, auf den CDU-Chef Günter Bächle abwehrend reagierte. „Ich warne vor einer neuerlichen Bahnhofstraßendiskussion.“

Widerspruch von Oberbürgermeister Frank Schneider erntete Ulrich Hagenbuch (FW), der es lieber sähe, wenn Lokale in der mittleren Bahnhofstraße ihre Tische nicht auf die Straße, sondern in den Hof hinterm Haus stellten. Darauf erwiderte der OB, das Ziel sei gewesen, die Bahnhofstraße durch die Gastronomie zu beleben. Eine „hochwertige Bestuhlung“ wolle er nicht von der Straße entfernen lassen. Allerdings würden auch Parkplätze benötigt.

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