Erinnerung ist noch hellwach

Erstellt: 25. September 2011, 23:00 Uhr
Erinnerung ist noch hellwach Die nächste Generation Faustball: Die D-Jugend des TV Enzberg, Floris Hoffmann, Maximilian Frank, Marvin Malohn und Timon Ernst (v.li.), schaut sich die Ausstellung „50 Jahre Faustballturnier“ an. Fotos: Fotomoment

Mühlacker-Enzberg. Annette Braun, Ute Goll, Andrea Heugel-Neumann, Frauke Hoffmann, Claudia Schmid und Nicole Schuler-Stärkle spielten in den 90er Jahren als Frauenteam für den TV Enzberg in der 1. Bundesliga. Am Samstag traten sie im Freizeit-und Vereinsturnier wieder an. Im ersten Spiel gegen den MV Enzberg verloren sie 15:10 und waren darob etwas enttäuscht. Wobei sie die Niederlage völlig realistisch einschätzten: Keine Spielerin sei heute noch aktiv im Faustballsport, Spielpraxis und körperliche Fitness seien nicht mehr mit der Aktivenzeit zu vergleichen. Dennoch: „Toll, wieder in der alten Truppe zu spielen“, fand Claudia Schmid.

Stück für Stück hatte sich das Team damals bis zur Bundesligareife entwickelt. Hellwach sind die Erinnerungen bis heute. Mit einem Glas Sekt stießen die Frauen nach der Niederlage auf eine Gemeinsamkeit an. „Wir haben den Sport geliebt“, erinnert sich Ute Goll. Daran hat sich bis zu diesem Faustball-Jubiläumsturnier nichts geändert.

Eine aktive Truppe sind die Mitglieder der Faustballabteilung heute immer noch. Derzeit bringen sie sich in den geplanten Vereinsheimbau ihres Vereins ein. Die Bodenplatte bei den Faustballplätzen neben dem Sportpark des FC Viktoria Enzberg wurde vor zwei Wochen betoniert. Laut dem Faustball-Abteilungleiter Uli Keller sollen die Grundmauern des 14 mal acht Meter großen Vereinsheims noch in diesem Jahr fertig werden. Für die Faustballer ein wichtiges Projekt. Denn als Stauraum und mit großem Küchenbereich wird das neue Clubhaus für ihre Veranstaltungsaktivitäten dringend benötigt.

Timon Ernst gehört zum D-Jugendteam von Enzbergs Faustballern, das sich die vom Vereinsarchivar zusammen- und aufgestellte Ausstellung über die 50 Jahre dieses Faustballturnier anschaute. Einen Wunsch hatte er danach: „In der Nationalmannschaft spielen“. Der Sport mit dem glatten Ball macht den D-Junioren Spaß. „Ich finde es richtig cool, sagte Floris Hoffmann, von der nächsten Faustballgeneration in Enzberg. Seine Mutter Frauke Hoffmann spielte in der Bundesliga.

Sie spielten am Samstag bei einem D-Jugendturnier gegen die Faustballer von TV Öschelbronn und TV Hohenklingen. Außerdem wurde ein Kleinfeld-Männerturnier ausgetragen. Am Sonntag beteiligten sich zwölf Teams an einem Aktiven-Männerturnier.

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