Erfolgreicher Test auf sensiblem Terrain

Erstellt: 30. Juli 2008, 00:00 Uhr
Erfolgreicher Test auf sensiblem Terrain Kommandant Bernd Straile und Regionaldirektorin Susanne Jansen. Foto: Küppers

Feuerwehrübung an den Enzkreis-Kliniken.

Mühlacker – Die Patienten und die Mitarbeiter der Enzkreis-Kliniken in Mühlacker können beruhigt sein: Das Brandschutzkonzept ist auf dem aktuellen Stand, wie sich jetzt bei einer Feuerwehrübung gezeigt hat.

VON RALPH KÜPPERS

Das Übungsszenario ging vom Brand eines Zimmers im vierten Obergeschoss aus. Die Feuerwehr wurde durch die automatische Brandmeldeanlage verständigt und fuhr mit einem kompletten Löschzug an. Während sich ein Angriffstrupp über die Treppe nach oben vorkämpfte, wurde der eigentliche Löschangriff über die Drehleiter vorgetragen. Feuerwehrkommandant Bernd Straile erläuterte hierzu: „Durch die Brandmeldeanlage werden wir sehr schnell benachrichtigt und können dann mit großer Wahrscheinlichkeit den Brand auf das Zimmer begrenzen, in dem er ausgebrochen ist.“ Um nicht die ganze Station in Mitleidenschaft zu ziehen, werde aber nach Möglichkeit versucht, die Löscharbeiten selbst von der Drehleiter aus zu erledigen. Das hat den Vorteil, dass beispielsweise der Rauch durch die Fenster nach draußen abzieht, statt sich im Gebäudeinneren einen Weg zu suchen.

 Bei der Übung beschränkte sich die Feuerwehr auf wenige Tätigkeiten, um die Patienten nicht unnötig zu beunruhigen. Wichtig war allen Beteiligten, dass die Technik im Haus funktioniert. Mit dem Auslösen der Brandmeldeanlage öffneten sich beispielsweise die Schranken am Parkplatz, um den Einsatzkräften ungehinderten Zugang zu ermöglichen. Der Brandschutzbeauftragte Konstantinos Aminidis überzeugte sich vor Ort davon, dass dem Löschzug keine Hindernisse den Weg versperrten. Auch die Photovoltaikanlage an der Südseite des Gebäudes wurde automatisch außer Betrieb gesetzt, um die Feuerwehrleute nicht der Gefahr eines Stromschlags auszusetzen. Der technische Leiter Peter Schinhammer bestätigte: „Da steht alles auf Störung, das hat also funktioniert.“ Dass die Anlage dennoch hinderlich ist, zeigte sich beim Einsatz der Drehleiter. Der Zugang zu den Zimmern ist wegen der Enge äußerst schwierig. Im Notfall könnte die Feuerwehr daher einige Module herunter schlagen, um Platz zu gewinnen. Diese Notlösung überzeugte auch den technischen Leiter und Regionaldirektorin Susanne Jansen: „Wenn die Feuerwehr zu einem Ernstfall zu uns kommen muss, verhindert sie durch ihre Löscharbeiten weiteren Schaden, der schnell in die Hunderttausende gehen kann.“ Dann komme es auf ein paar Photovoltaik-Module ganz bestimmt nicht an.

 Unter dem Strich zogen Feuerwehrkommandant Bernd Straile und die Krankenhausleitung ein positives Fazit. Die Brandschutztechnik sei in den vergangenen Jahren auf einen aktuellen Stand gebracht worden, und jetzt habe sich gezeigt, dass sie auch funktioniere. So auch die fest verlegte Steigleitung, die den Feuerwehrleuten das kraft- und zeitraubende Verlegen von Schläuchen durch die Treppenräume erspart. Wenn an bestimmten Einspeisestellen von den Löschfahrzeugen Wasser in die Leitung eingespeist wird, kann dieses im entsprechenden Stockwerk zum Löschen abgenommen werden. Auch dies wurde bei der Übung ausgetestet.

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