EP-Center möchte mit Service punkten

Erstellt: 31. Oktober 2007, 00:00 Uhr
EP-Center möchte mit Service punkten Partner: Klaus Sämann (r.) und Patric Lauser, der sich mit seinem EP-Center im Kaufhaus eingemietet hat. Foto: Tilo Keller

Interner Umbau des Kaufhauses Sämann läuft auf Hochtouren – Supermarkt-Projekt ist in Planung

Mühlacker – Der interne Umbau des Mühlacker Kaufhauses Sämann hat eine erste wichtige Etappe genommen: Seit dem vergangenen Samstag können sich die Kunden ein Bild von dem neuen Elektronik-Fachmarkt im Untergeschoss machen, der an diesem Freitag seine offizielle Eröffnung feiert.

VON THOMAS EIER

Mit dem neuen EP-Center geht Sämann neue Wege: Erstmals nimmt das Familienunternehmen unter seinem Dach einen Untermieter auf, der als eigenständiger Partner seine Kompetenz für die Kunden in die Waagschale wirft.

 Telekommunikation, Multimedia, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte und Großgeräte vom Kühlschrank bis zur Waschmaschine: Das Pforzheimer Unternehmen, das Anfang der 90er Jahre gegründet wurde und zum Einkaufsverband Electronic Partner gehört, verspricht den Kunden in Mühlacker nicht nur eine große Auswahl, sondern auch den vollen Service; von der qualifizierten Beratung bis hin zu der Inbetriebnahme in den eigenen vier Wänden. „Unser Motto lautet: Service macht den Unterschied“, sagt Mitinhaber Patric Lauser, „und das wollen wir unter Beweis stellen.“ Neben dem Verkaufsteam, in dem auch ehemalige Sämann-Mitarbeiter zu finden sind, betreuen auf Wunsch drei Techniker für den Außendienst – darunter ein PC-Spezialist und ein Fachmann rund um das Fernsehen – den Käufer.

 Wo bis vor kurzem die Sämann-Sportabteilung zu finden war, werden auf rund 500 Quadratmetern Flachbildfernseher und DVD-Player, Notebooks und mobile Navigationsgeräte, Kaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten, Digitalkameras, Handys und Telefone, MP3- und Mediaplayer, Gasherde und Einbauherde, Kühlschränke und Waschmaschinen angeboten. Womit auch das Unternehmen von Patric Lauser und dessen Partner Frank Fehr ein Stück weit Neuland betritt: „Anders als in Pforzheim, wo wir den klaren Schwerpunkt auf Multimedia und Telekommunikation legen, steigen wir in Mühlacker in den Sektor der Großgeräte ein.“ In einer Schauküche, die Teil eines 250 Quadratmeter großen Küchenstudios ist, sollen regelmäßig Fachleute im Rahmen von Produktinformationen für die Kunden brutzeln und braten.
 Gleichzeitig soll das EP-Center Appetit machen auf den „neuen“ Sämann, der in einer Woche schon die nächste Einweihung erlebt: Fast 1000 Quadratmeter umfasst die neue „Sportwelt“, die in der Zwischenzeit vom Untergeschoss in den zweiten Stock umgezogen ist und ihre Fläche annähernd verdoppelt hat. „Wir wollen unser Konzept bis zum Frühjahr sukzessive umsetzen“, kündigt Klaus Sämann weitere Veränderungen an, wobei im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss künftig der Schwerpunkt eindeutig auf der Mode liegen wird. Ziel ist der Umbau des klassischen Warenhauses, das von allem etwas hat, zu einem Einkaufszentrum moderner Prägung, das klare Prioritäten setzt.

 Beide, Klaus Sämann wie Patric Lauser, sehen in dem Einzug des EP-Centers einen Aufbruch zu neuen Ufern – und die Chance auf Synergieeffekte, ohne deshalb die Traditionen des klassischen, inhabergeführten Fachhandels aufzugeben. „Wir gehen von einer Partnerschaft aus, in der sich die beiden Unternehmen gegenseitig stärken“, sagen Sämann und Lauser. So könne das EP-Center vom guten Ruf des Kaufhauses und von dessen Stammkundschaft profitieren, während es gleichzeitig als neuer Anziehungspunkt neue Kunden anlocken soll. Selbst aus seinem Heimatort Wimsheim kämen viele Kunden zum Einkauf nach Mühlacker, hat Lauser festgestellt, der sich durch das Resultat einer Marktanalyse in seinem Entschluss für Mühlacker bestärkt sieht. Hier fülle das EP-Center Lücken im Angebot aus. „Die Kunden schätzen die vielen Parkplätze, die gute Beratung und die Nähe des Einzelhandels zum Kunden.“

„Die Angestellten reden die Kunden mit Namen an“

Im Vergleich zu einer Großstadt gehe es in Mühlacker weniger hektisch zu, sieht Lauser in dem überschaubaren Umfeld auch eine Stärke. „Das ist auch hier im Haus zu spüren: Die Angestellten reden die Kunden mit Namen an“, freut sich der 34-Jährige und wirbt bei den alten und neuen Sämann-Kunden zu der Eröffnung seines EP-Centers mit attraktiven Sonderangeboten.

 Doch nicht nur innerhalb des Hauses gibt es Umwälzungen, auch das Supermarktprojekt im rückwärtigen Bereich ist auf dem Weg. Nachdem der Gemeinderat in der Zwischenzeit grünes Licht gegeben hat, stimmt sich das Unternehmen Sämann derzeit mit der Stadt über die planerischen Details ab. Noch stehe der künftige Betreiber nicht endgültig fest, hält sich Klaus Sämann noch bedeckt, berichtet aber von mehreren Handelsketten, die sich für den Standort zwischen der B10 und der Goethestraße interessierten. Baubeginn für das Supermarktgebäude könnte im nächsten Frühjahr und die Eröffnung ein Jahr später sein, gibt Sämann den groben Zeitplan vor.

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