Enzberg ist ein unbequemer Gegner

Erstellt: 30. Oktober 2009, 00:00 Uhr
Enzberg ist ein unbequemer Gegner Ölbronn-Dürrns Trainer Ulli Stengel ist ob der jüngsten Negativserie nachdenklich, aber: „Da war viel Pech dabei, aber wir haben auch nicht mehr so konsequent nach vorne gespielt.“ Foto: Eigner

Nach fünf Spielen ohne Sieg will die SG Ölbronn-Dürrn gegen den Tabellenvorletzten zurück in die Erfolgsspur

Drei Spieltage in Folge stand die SG Ölbronn-Dürrn zu Beginn der Saison an der Spitze der Kreisklasse A 1. Doch dann: fünf sieglose Spiele in Folge. Nun kommt mit Viktoria Enzberg der Tabellenvorletzte nach Dürrn. Für SG-Trainer Ulli Stengel kein leichtes Spiel, aber ein richtungsweisendes.

Von Steffen-Michael Eigner

Ölbronn-Dürrn. Glück und Pech können so nah beieinander liegen. Diese Erfahrung hat die SG Ölbronn-Dürrn in dieser Saison am eigenen Leib erfahren. Mitunter stand Fortuna bei den Siegen der Stengel-Elf zu Beginn der Saison Pate.

 „Gerade in Knittlingen und auf dem Buckenberg hatten wir ein wenig Glück“, räumt der Trainer ein. Dort waren die gegnerischen Angreifer bei zahlreichen dicken Chancen am starken SG-Schlussmann Marcel Weihing oder am Aluminium gescheitert, während Ölbronn-Dürrn seine Möglichkeiten in Zählbares ummünzte. Dennoch lässt sich der furiose Saisoneinstand nicht allein auf Dusel schieben. So war die SG beim 2:0 über Germania Singen II das dominierende Team auf dem Platz. Doch das Bild hat sich gewandelt.

 Nur einen Punkt hat Ölbronn-Dürrn aus den letzten fünf Spielen geholt. Dass die Mannschaft ein wenig nachgelassen hat, gibt auch Ulli Stengel zu: „Wir haben zuletzt nicht mehr so konsequent nach vorne gespielt, uns zu wenige Chancen erarbeitet.“ Allerdings schien auch Fortuna irgendwoanders zu sein.

Sonntagsschuss aus 35 Metern in den Winkel kostet den Sieg

 Ein Doppelschlag binnen fünf Minuten brachte die SG-Elf zuletzt gegen den FSV Eisingen um die Punkte. Beim 2:2 gegen den 1. FC Eutingen kostete ein Sonntagsschuss den Sieg, der aus 35 Metern genau in den Winkel traf. „Auch die Niederlage gegen Bilfingen war unglücklich, das hätte auch ein Unentschieden sein können. Eigentlich war die Partie gegen Kieselbronn die einzige, wo wir tatsächlich schlecht gespielt haben“, findet Ulli Stengel, und sieht deshalb keinen Anlass zu besonderem Aktionismus. Zumal die erwähnten Teams aus Eutingen und Eisingen zu den Topteams der Liga zu rechnen seien, wofür auch der Tabellenstand spricht: Eutingen liegt mit 22 Punkten auf Rang zwei, Eisingen ist mit 20 Zählern Dritter. „Die beste Mannschaft ist für mich allerdings der FSV Buckenberg“, betont Ulli Stengel. Der steht in der Tat mit 22 Punkten an der Tabellenspitze.

 Ölbronn-Dürrn hingegen ist durch die jüngste Pechsträhne bis auf Platz neun durchgereicht worden, hat mittlerweile sechs Punkte Rückstand auf Platz eins. Umso mehr ärgert sich Ulli Stengel über den jüngsten Rückschlag: „Ein Sieg gegen Eisingen, und wir wären wieder richtig bei der Musik gewesen.“ So aber muss Ölbronn-Dürrn sogar aufpassen, nicht ins hintere Tabellendrittel zu rutschen.

 „Gegen Enzberg will ich drei Punkte“, verlangt der SG-Trainer deshalb unmissverständlich vor dem morgigen Heimspiel. Zu Platz elf sind es derzeit vier Punkte, zu den Abstiegsrängen, die bei Platz 14 beginnen, immerhin noch neun. Für Stengel kein Ruhekissen: „Wir müssen wieder gewinnen, sonst schmilzt der Abstand nach hinten allmählich dahin.“

Enzbergs Goalgetter ist einer, der aus halben Chancen Tore macht

 Auf die leichte Schulter nimmt Ölbronn-Dürrn den Aufsteiger nicht. „Enzberg ist ein unbequemer Gegner“, warnt Stengel vor dem Tabellenvorletzten, der bis dato sieben Punkte auf dem Konto hat.

 Doch die aktuelle Pechsträhne der SG Ölbronn-Dürrn wäre ein Fall für Burim Akija: Der erfolgreichste Goalgetter von Viktoria Enzberg ist so einer, der gelegentlich aus zwei halben Chancen zwei Tore macht. Anpfiff auf dem Sportplatz in Dürrn ist morgen um 15 Uhr.

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