Eltern sollen Leistung einfordern

Erstellt: 24. Juli 2010, 00:00 Uhr
Eltern sollen Leistung einfordern Zeugnis in der Tasche: Die Abschluss-Schüler der Schillerschule feiern im Mühlacker Mühlehof das Ende eines wichtigen Lebensabschnitts. Foto: Stahlfeld

Schillerschüler verabschiedet – Rektorin sieht angesichts der wirtschaftlichen Erholung Chancen auf dem Lehrstellenmarkt

Mit der deutschen Fußballnationalmannschaft hat am Donnerstag Waltraud Schellenberger-Hagenbucher, Leiterin der Schillerschule, die diesjährigen Absolventen verglichen.

Von Ulrike Stahlfeld

Mühlacker. Ähnlich wie bei den Fußballern „spielten“ auch in der Schule viele Migranten-Schüler mit, sagte sie bei der Abschlussfeier für die 65 Haupt- und Werkrealschüler im Mühlehof von Mühlacker. Ähnlich wie in der Fußballnationalmannschaft lernten an der Schillerschule deutsche Schüler und Schüler mit Migrations-Hintergrund einträchtig miteinander und nicht gegeneinander. „Viele von euch haben in der Projektprüfung ihre Team- und Kooperationsfähigkeit unter Beweis gestellt“, so die Schulleiterin weiter in ihrer Abschlussrede.

 „Ihr müsst nun noch mehr Engagement zeigen, um euren Berufsweg zu finden oder einen weiteren Schulweg erfolgreich abzuschließen“, forderte Waltraud Schellenberger-Hagenbucher die 44 Hauptschüler und 21 Werkrealschüler auf, auch weiterhin Eifer und Lernbereitschaft zu zeigen.

 Da sich die Weltwirtschaft momentan erhole, hätten die Absolventen gute Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen. Vor allem persönliches Engagement führe zum Erfolg. Die Schulleiterin forderte die Eltern auf, auch zukünftig von ihren Kindern Leistung einzufordern. Hauptschüler mit einem guten Hauptschulabschluss hätten nach wie vor eine sehr gute Chance, eine Lehrstelle oder einen weiteren qualifizierten Schulabschluss zu bekommen. „Ihr seid nun frei zu entscheiden, welchen Weg ihr geht“, forderte Elternbeiratsvorsitzender Muzaffer Havcarci die Jugendlichen auf, Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen. Jedes Ende sei auch eine Einladung, sich ein neues Ziel zu setzen. In etlichen Jahren würden sie erkennen, dass das Ende ihrer Schulzeit tatsächlich der Anfang für etwas Neues gewesen sei. Auch für die Schulsprecherin Panajota Rikanovic beginnt ein neuer Weg. Sie gehörte zu den verabschiedeten Werkrealschülern. In ihrer letzten Rede dankte sie den Lehrern, die es nicht immer leicht gehabt hätten.

 Wie turbulent der Unterricht an der Schillerschule manchmal sein kann, zeigten am Abend der Abschlussfeier die Schüler der Klasse 9 b in ihrem humorvollen Sketch. Die Jugendlichen der Klasse 9 a hatten während ihrer Schulzeit viele Märchen gelesen, wie sie berichteten. Daraus war die Idee entstanden, bei der Abschlussfeier dem Publikum eine witzige Version von Aschenbrödel zu präsentieren. Die 9 a hatte außerdem einen schwungvollen Schul-Rap vorbereitet. Mit einer Diashow verabschiedeten sich hingegen die Werkrealschüler der Klasse 10.

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