Ein oder zwei Kilo mehr machen nichts

Erstellt: 29. Dezember 2007, 00:00 Uhr
Ein oder zwei Kilo mehr machen nichts Tennis-Ass Reinhold Adam zählt Kochen und Backen zu seinen Hobbys. Mit seiner Tochter Corinna zaubert er ganze Menüs. Foto: Appich

Tennis-Ass Reinhold Adam sieht die Sache mit den Pfunden gelassen

Ötisheim – Süßes Gebäck, herzhafte und üppige Mahlzeiten und hie und da ein Viertel Wein. Die Zeit zwischen den Jahren ist vielfach ein Fest für Schlemmer. „Wer zählt die Pfunde, nennt die Kalorien“, ist man versucht, in Abwandlung des Dichterworts zu sagen. Gegen die Feiertagsringe auf der Hüfte geht der Ötisheimer Reinhold Adam nicht mit besonderen Strategien vor. Das verrät der Tennis-Meister in der sportlichen MT-Weihnachtsserie.

VON RAINER APPICH

 „Nach den Festtagen ein oder zwei Kilo mehr auf die Waage zu bringen, das macht mir nichts aus“, findet der Tennisspieler des TC Ötisheim. Deswegen verzichtet er weder auf die leckeren Weihnachtsplätzchen von Tochter Corinna, noch auf das Glas Wein am Abend. „Ich gehe dann eben einmal öfter laufen“, erklärt der 57-Jährige. Oder er fährt in die Berge, schnallt sich die Abfahrtsski an und fährt die Piste hinunter. „Wenn es die Schneeverhältnisse zulassen, fahre ich auch mal in den Schwarzwald zum Langlaufen.“

 Ähnlich locker geht der zweifache Württembergische Meister der Ü55-Herren auch seinen Sport an. „Man muss locker an die Sache herangehen, dann kommt auch der Erfolg.“ Er verzichte auch an Turniertagen weder auf ein Stück Kuchen, noch auf seinen Kaffee. Für Sportler, die sich noch im gesetzten Alter so in den Sport verbeißen, dass sie sich spezielle Energiedrinks anrühren und nach einem harten Diätplan leben, hat er nur ein mildes Lächeln übrig.

 Erst mit 33 Jahren, nachdem er seine aktive Fußballkarriere beim TSV Ötisheim beendet hatte, fand Adam Zugang zum Tennissport. Trotz aller Lockerheit mit der die aktuelle Nummer 63 der deutschen Rangliste in der Altersklasse Männer 55 den Sport sieht, bereitet sich Adam doch akribisch auf jede neue Turniersaison vor. „In der Zeit der Vorbereitung auf die nächste Saison, so ungefähr ab Mitte Januar, laufe ich drei Mal in der Woche die 5000 Meter auf der Bahn“, sagt der Beamte vom Bauamt der Gemeinde Ölbronn-Dürrn. „Auch heute noch in einer Zeit zwischen 25 und 30 Minuten“, fügt er hinzu. Dazu kommen zwei bis drei Trainingseinheiten auf dem Tennisplatz. Damit holt er sich seine Grundkondition für die Saison.

 Zum Ende der Saison, ungefähr ab Ende Oktober reduziert er seinen Trainingsaufwand bis zur nächsten Vorbereitung. „So eine Ruhephase tut dem Körper richtig gut“, hat Reinhold Adam festgestellt. Seinen derzeitigen Platz in der deutschen Rangliste wird der gebürtige Saarländer, der seit 1969 im Schwabenland zu Hause ist, wohl verlieren. Ein Muskelfaserriss hat ihn in diesem Jahr daran gehindert, die Ranglistenturniere zu spielen. 

 Ein traditionelles Festessen zu Weihnachten ist im Hause Adam nicht üblich: „Da sind wir variabel.“ Vater Reinhold und die 20-jährige Tochter stehen gern gemeinsam in der Küche. Aber auch wenn Adam allein am Herd steht, ist das Ergebnis lecker und schmackhaft: „Kochen und Backen gehören zu meinen Hobbys.“ Ob Sauerbraten mit Knödel oder eine Kreation mit Schweinelendchen – Adam bringt sowohl gediegene Hausmannskost, als auch ganze Menüs auf den Tisch. „Dafür stehe ich auch gern mal zwei Stunden in der Küche“, sagt er. Besonders stolz ist er aber, wenn er für seinen Käsekuchen gelobt wird.


Das Lieblingsrezept von Reinhold Adam: Käsekuchen
Zutaten:

Für den Boden:
1 Mürbteig (gehackter Teig)

Für die Füllung:
750 – 1000g Quark
50 g Butter,
125 – 150 g Zucker,
4-5 Eigelb,
2 EL Kartoffelmehl,
1 Tasse saure Sahne,
Eischnee von 4 – 5 Eiweiß,
50 – 100 g Sultaninen,
1 Eigelb zum Bestreichen.

Zubereitung:
Butter, Zucker und Eigelb sehr gut schaumig rühren, das Kartoffelmehl, den Quark, die Sahne und zuletzt den steifen Eischnee darunter mischen.

 Den zuvor für eine halbe Stunde im Kühlschrank auskühlenden Mürbteig ausrollen und in die eingefettete und mit Semmelbrösel bestreute Springform geben. Die Sultaninen auf den Mürbteig streuen und die Quarkmasse gleichmäßig darauf verteilen. Die Oberfläche mit Eigelb bestreichen.

 Den Kuchen sehr langsam bei zirka 200 Grad (Umluft 170 Grad) backen. Backzeit ungefähr 70 Minuten. Nach dem Backen im Backofen belassen, damit der Kuchen langsam abkühlen kann und nicht in sich zusammenfällt.ra

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