Ein Hauch von Olympia weht über den Buckenberg

Erstellt: 26. April 2012, 23:30 Uhr
Ein Hauch von Olympia weht über den Buckenberg Stattliche Hindernisse warten auf die Reiter beim Goldstadt Cup. Im Bild der Franzose Roger-Yves Bost auf Nippon d’Elle, der im vergangenen Jahr gleich drei Springprüfungen gewann, darunter den Preis der Schmuckwelten Pforzheim. Foto: Keller

Pforzheim (pm). Vom Pforzheimer Buckenberg nach London: Der 13. S&G Goldstadt Cup – das „C.F. Bardusch Gedächtnisturnier“ vom 14. bis 17. Juni ist für die internationalen Reiterinnen und Reiter eine wichtige Station auf dem Weg zu den Olympischen Sommerspielen in der britischen Metropole. Hier können sich Starter aus Nationen, die kein Team zu den Olympischen Spielen entsenden, als Einzelreiter für den sportlichen Höhepunkt des Jahres qualifizieren, wenn sie im abschließenden Großen Preis der S&G Automobil AG am Sonntag, 17. Juni, fehlerfrei ins Ziel kommen. Im Parcours stehen mindestens zwölf Hindernisse zwischen 1,40 Metern und 1,60 Metern Höhe, darunter ein offener Wassergraben von mindestens 3,50 Meter Breite.

„Das ist für unser Turnier eine große Ehre und Auszeichnung, denn nicht jedes Drei-Sterne-Turnier wird von der FEI als Olympia-Qualifikation benannt“, sagt Reitsport-Legende Hans Günter Winkler nicht ohne Stolz und ergänzt: „Olympische Spiele sind nun einmal für einen Sportler das Größte.“ Hans Günter Winkler weiß, wovon er spricht, sattelte er doch selbst sechsmal bei Olympia (Stockholm 1956, Rom 1960, Tokio 1964, Mexiko 1968, München 1972 und Montreal 1976) und kehrte mit insgesamt fünf Goldmedaillen sowie je einmal Silber und Bronze heim – bis heute im Springreiten einmalig. Der erfolgreichste Springreiter aller Zeiten bei Olympischen Spielen ist beim Pforzheimer Turnier als sportlicher Leiter tätig. In Deutschland sind neben dem Goldstadt Cup nur noch die Turniere in Mannheim und Nörten-Hardenberg offizielle Olympia-Qualifikationen des Welt-Reiterverbandes (FEI).

Der im vergangenen Jahr verstorbene Carl Fritz Bardusch hatte im Jahr 2000 mit seinem Freund Hans Günter Winkler das Pforzheimer Turnier „wiederbelebt“ und 2006 auf internationalen Level gehoben. Die zehn internationalen Springprüfungen auf dem Buckenberg sind mit zusammen mehr als 150000 Euro dotiert, außerdem erhält der Sieger im Großen Preis einen Mercedes im Wert von 25000 Euro.

Große Anziehungskraft auf die Spitzenreiter haben zudem die Weltranglistenpunkte, die es in drei Prüfungen zu holen gibt. Neben der Großen Tour und der Mittleren Tour bietet die Youngster-Tour die Gelegenheit, nicht nur die Top-Pferde zu satteln, sondern auch die sieben- und achtjährigen Nachwuchspferde. Außer den internationalen Cracks gehen in Pforzheim schon zum vierten Mal auch Amateur-Springreiter an den Start. Neben den internationalen Amateurprüfungen ist zum zweiten Mal der Amateur-Springreiterclub Deutschland mit drei Prüfungen der schweren Klasse auf dem Platz vertreten.

Der Eintritt am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. Juni, ist frei, am Samstag und Sonntag kostet die Karte für jeden Besucher ab zwölf Jahren einheitlich fünf Euro.

www.goldstadt-cup.de

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