Eiberger stimmt für Trimm-dich-Pfad

Erstellt: 28. Juni 2012, 23:30 Uhr
Eiberger stimmt für Trimm-dich-Pfad Die Zeit der Rumpfbeugen auf dem Trimm-dich-Pfad in Illingen ist abgelaufen. Archivfoto: Goertz

Von Ulrike Stahlfeld

Illingen. Die Tage des Illinger Trimm-dich-Pfades sind gezählt. Nach über 30 Jahren wird die marode Anlage im Gemeindewald abgebaut. Auch an den Sitzbänken rund um die Klosterseen nagt der Zahn der Zeit, wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates festgestellt wurde.

Revierförster Rolf Esslinger hat noch keinen Freizeitsportler auf dem Trimm-dich-Pfad gesehen, dafür umso mehr Jogger und Walker, die im Wald nach Fitness streben. Ob die sportliche Konzeption des Trimm-dich-Pfades nach über drei Jahrzehnten überholt ist, war aber im Gemeinderat nur ein Thema am Rande.

Viel mehr beschäftigten das Gremium Fragen der Instandhaltung und rechtlichen Absicherung. CDU-Gemeinderat Winfried Scheuermann ärgerte sich ziemlich darüber, dass scheinbar landauf, landab gemeindeeigene Anlagen nicht gepflegt werden. Das gelte auch für die Sitzbänke.

Revierförster Rolf Esslinger stattdessen lag vor allem der rechtliche Aspekt schwer im Magen. Der 2,5 Kilometer lange Pfad unterliege der erhöhten Verkehrssicherungspflicht. Diese Verkehrssicherungspflicht obliege dem Waldbesitzer und werde durch den Forstbetrieb überwacht. Tatsächlich, so stellte Esslinger fest, sei angesichts der personellen Besetzung an eine Instandsetzung nicht zu denken.

Einige Stationen seien schon abgebaut, andere „kann man grad noch so laufen lassen“. „Der Trimm-dich-Pfad ist kein repräsentatives Aushängeschild“, sprach der Revierförster der Mehrheit der Gemeinderäte aus dem Herzen. Lediglich Heidi Murschel (UBL) und Bürgermeister Harald Eiberger stimmten gegen den Abbau.

Was die Sitzbänke angeht, so betonte Eiberger, dass man bereits „tätig“ sei. Man werde die Bankstandorte begutachten. SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Kluge regte einen Rundweg mit Rastmöglichkeiten an. Sechs Anlagen mit Bänken und Tischen gibt es schon, wie Esslinger aufzählte. Allerdings stelle sich nicht nur die Frage, wo man Bänke aufstelle, sondern auch, wer sich darum kümmert. Früher habe es in Illingen zehn Waldarbeiter gegeben. Heute seien es nur noch zwei.

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