Dominik Vincon beißt auf die Zähne

Erstellt: 28. September 2007, 00:00 Uhr
Dominik Vincon beißt auf die Zähne Geschafft: Für Patrick (l.) und Dominik Vincon ist eine bisweilen schmerzhafte aber erfolgreiche Saison zu Ende.

Platz elf trotz Schmerzen – Bester Deutscher der Meisterschaft – Patrick Vincon leistet sich Verbremser.

Hockenheim (pm) – Trotz eines gebrochenen Mittelfußes hat Dominik Vincon seinen Platz als bester Deutscher im Yamaha R6 Dunlop Cup behauptet. Beim letzten Rennen der Saison belegte der 16-Jährige Knittlinger unter Schmerzen den achtbaren elften Platz. Sein jüngerer Bruder Patrick Vincon war indes mit Platz 15. und einem Meisterschaftspunkt im Finale um den ADAC Junior Cup weniger zufrieden.

Bei einem Sturz im freien Training hatte sich Dominik Vincon hatte sich am Freitag den Mittelfußknochen gebrochen und ging, nachdem er am Sonntagmorgen grünes Licht vom Rennarzt erhalten hatte, mit großen Schmerzen ins Rennen. Sein elfter Platz war unter diesen Umständen mehr als achtbar. Mit dem angeschwollenen Fuß konnte er sich gerade noch in die Stiefel zwängen. Trotz Schmerzen fuhr er das erste Zeittraining bis zum Ende, kam jedoch nur auf den 31. Platz. Beim zweiten Zeittraining ließen die Schmerzen etwas nach. Der 16-Jährige verbesserte sich um drei Sekunden und belegte Rang 24.

 Im Rennen lief dann vieles durcheinander, mit Startplatz 24 und Schmerzen im Fuß ging es los. Die Ampel schaltete auf rot, alle Lichter aus, Start, Dominik Vincon kam recht gut weg und fuhr bereits als 15. das erste Mal wieder über die Ziellinie. Doch in der zweiten Runde rutschten gleich vier Fahrer auf einer Ölspur aus und das Rennen wurde abgebrochen und ein Re-Start nach einer Pause von zehn Minuten angesetzt.

 Das hieß für das Team: schnell Reifenwärmer, Ständer und Benzin holen. Der zweite Start wollte dem 16-jährigen Knittlnger nicht so gut gelingen, er kam als 24. um die erste Kurve. Doch er wollte für die Meisterschaft wenigstens ein paar Punkte holen und er biss auf die Zähne, denn in den Linkskurven schmerzte sein Fuß mächtig. Als Elfter beendete er nach 14 Runden das Rennen. Zum Trost gab es in der Opel-Kurve ein großes Spektakel und das Publikum heizte kräftig ein. Dominik Vincon und die übrigen Fahrer radierten mit heulenden Motoren noch ein paar Kreise aus Reifengummi auf die Strecke.

 In der Gesamtwertung rutschte Dominik Vincon zwar vom zweiten auf den dritten Tabellenplatz zurück. „Aber für das erste Jahr im Yamaha R6 Dunlop Cup ist es trotzdem ein Super-Ergebnis“, so der 16-Jährige, der immerhin der beste Deutsche Fahrer in der Meisterschaft ist.

 Weniger zufriedenstellend verlief dagegen das Wochenende für Patrick Vincon. Beim ersten Zeittraining des ADAC Junior Cups war die Strecke noch etwas nass gewesen und Vincon hatte zunächst den achten Platz belegt. Im zweiten Zeittraining, als die Strecke bereits getrocknet war, nutzten die teils um bis zu zehn Kilogramm leichteren Fahrer ihre Vorteile gegenüber den 14-Jährigen vom MSC Oberderdingen, und setzen sich schließlich vor den Knittlinger. Vincon belegte am Ende des Training den 14. Startplatz.

 Recht gut startete Patrick Vincon schließlich ins Rennen. Als Neutplatzierter raste er nach der ersten Runde wieder durch das Motodrom auf dem Hockenheimring. Danach hielt er sich stets zwischen dem zehnten und dem zwölften Platz. Als im vorderen Feld ein paar Fahrer gestürzt waren und mehrere Runden lang in der Opel-Kurve die gelbe Flagge geschwenkt wurde, kämpfte sich der Knittlinger in der Sachs-Kurve spektakulär an einigen Kontrahenten vorbei und lag zeitweise auf dem siebten Platz. In der elften von 14 Runden leistete sich Patrick Vincon jedoch einen Verbremser und gleich zehn Fahrer, die knapp hinter ihm gelegen hatten, zogen an ihm vorbei. Bis zur Ziellinie schnappte er sich lediglich noch zwei Konkurrenten und landete auf dem 15. Platz.

  In der Meisterschaft liegt Patrick Vincon mit seiner Aprilia auf dem 22. Platz von 50 Fahrern, obwohl er wegen seines Schlüsselbeinbruchs im Frühsommer nur vier der acht Rennen gefahren ist, eine Leistung mit der der 14-Jährige zufrieden sein kann. Rund 60 Zuschauer aus Knittlingen, Maulbronn Oberderdingen und Leimen hatten die beiden Brüder vom MSC Oberderdingen Fahrer unterstützt und angefeuert.

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