Die wenigsten Arbeitslosen seit 20 Jahren

Erstellt: 3. Mai 2012, 06:38 Uhr

Enzkreis (pm). Walter Reiber, Chef der Pforzheimer Arbeitsagentur, freut sich, die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem April seit 1992 verkünden zu können: „Im vergangenen Monat gab es in der Region insgesamt 7249 Arbeitslose, ein Niveau, das zuletzt vor 20 Jahren erreicht wurde.“

Weil immer weniger Menschen ihren Job verlieren und immer mehr in neue Jobs vermittelt werden können, hält der positive Trend an. „Die regionale Wirtschaft hat erneut mehr Kräfte als im Vormonat angefordert und zeigt sich auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt deutlich aufnahmebereiter als im Vorjahr. Die Zeichen zeigen auf eine anhaltende Frühjahrsbelebung“, analysiert Reiber.

Von den knapp 7300 Arbeitslosen wohnen 4583 in der Stadt Pforzheim und 2666 im Enzkreis. Die Arbeitslosenquote der Stadt Pforzheim verbesserte sich um einen Zehntelprozentpunkt auf 7,7 Prozent, und für den Enzkreis wurde nach einer Verbesserung von einem zehntel Prozentpunkt eine Quote von 2,6 Prozent ausgewiesen. Für den Landkreis bedeutet das erneut die zweitniedrigste Arbeitslosenquote aller Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg hinter dem Kreis Biberach (2,5 Prozent). Obwohl auch in der Stadt Pforzheim die Arbeitslosenzahlen sinken, ist sie nach wie vor der traurige Spitzenreiter im Land. Landesweit blieb es bei einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent (Vorjahr: 4,2 Prozent).

Im April kamen 1524 Arbeitslose neu oder erneut auf die Arbeitsagentur und die Jobcenter der Stadt Pforzheim und des Enzkreises zu; 36 weniger als im April und 416 weniger als vor einem Jahr. Von ihnen kamen 647 aus einer Erwerbstätigkeit, und 241 hatten eine Ausbildung oder eine Bildungsmaßnahme beendet. Im Gegenzug konnten innerhalb von vier Wochen 1618 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

„Der regionale Arbeitsmarkt hat eindeutig von der steigenden Kräftenachfrage der Arbeitgeber profitiert“, stellt Walter Reiber mit Blick auf die 726 im April neu hinzu gekommenen Stellen fest. Darunter waren es 344 Dienstleistungsberufe, 195 Fertigungsberufe, 140 Helferstellen und 46 technische Berufe, die es zu besetzen galt.

Quote im Raum Mühlacker

bleibt stabil bei 3,0 Prozent

Am Monatsende waren noch 1936 Arbeitsstellen frei. Einige Sparten sind am stärksten ausgeprägt: Mit 754 Stellen sind vor allem Mitarbeiter in der Produktion und Fertigung gesucht. Im Gesundheits- und Erziehungswesen sind 265 Stellen zu besetzen; 219 Kräfte können im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit untergebracht werden, beinahe genauso viele haben Chancen im Handel und kaufmännischen Bereich. Gut 90 Prozent der Stellen erfordern eine Ausbildung oder Berufserfahrung. Knapp Zehn Prozent aller gemeldeten Offerten sind Helferstellen.

Im April waren 3752 Männer und 3497 Frauen arbeitslos gemeldet. Insgesamt waren es 100 weniger Arbeitslose.

Für den Geschäftsstellenbezirk Mühlacker mit dem östlichen Enzkreis blieb es im April bei einer stabilen Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent bei einer annähernd unveränderten Arbeitslosigkeit von 955 (plus eins). Leicht zurückhaltend zeigten sich die regionalen Arbeitgeber; 156 Stellenangebote waren 14 weniger als im März aber 23 mehr als im Vorjahr.

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