Die Tagespflege strukturiert den Alltag

Erstellt: 29. April 2012, 23:30 Uhr
Die Tagespflege strukturiert den Alltag Heimleiter Martin Gnoyke erläutert einer Bewohnerin des Altenzentrums „Haus Tabor“ in Maulbronn Informationstafeln zum Tag der offenen Tür.

Maulbronn. Das Haus Tabor wird vom gemeinnützigen Verein „Sozialwerk Bethesda“ getragen und bietet seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 verschiedene Dienstleistungen an: Das Spektrum reicht von der Tagespflege über Betreutes Wohnen bis hin zur Dauerpflege.

An den Tagen der offenen Tür am Samstag und Sonntag wurden den Besuchern bei gemütlichem Zusammensein mit Kaffee und Kuchen interessante Einblicke in die Arbeit des Pflegepersonals und in die Begebenheiten des Maulbronner Altenzentrums gegeben.

Am Samstag lag der Schwerpunkt dabei auf der Vorstellung der Tagespflege. Diese sei vor allem interessant für Menschen, die noch größtenteils allein leben können oder von Angehörigen betreut werden, erklärte Annegret Seeg. Sie ist die Leiterin der Tagespflege im „Haus Tabor“, die derzeit von 14 Senioren in Anspruch genommen wird. „Einerseits ist unsere Tagesbetreuung natürlich eine Entlastung für die Angehörigen, vor allem aber wirkt sie der Vereinsamung der alten Menschen entgegen“, so Annegret Seeg im Gespräch mit dem Mühlacker Tagblatt.

Die Tagespflege biete den älteren Herrschaften an fünf Tagen in der Woche einen geregelten Tagesablauf: angefangen von Frühstück, über verschiedene Angebote zur Beschäftigung, wie beispielsweise Gymnastik, Kochen, Nähen oder Singen, bis zum Mittagessen und dem gemeinsamen Kaffeetrinken. Deshalb sei sie auch optimal für Menschen, die an Demenz erkrankt seien, da für solche vor allem geregelte Abläufe und ein strukturierter Alltag von großer Wichtigkeit seien.

„Die Tagespflege ist eine rundum gute Sache“, findet auch Heimleiter Martin Gnoyke, „sie stellt für viele ältere Menschen eine gute Alternative zur Dauerpflege rund um die Uhr dar.“

Auf der Dauerpflege lag der Fokus dann am gestrigen Sonntag. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer präsentierten das Wohnen und Leben im „Haus Tabor“ mit seinen vielfältigen Betreuungsangeboten an Infoständen und bei Hausführungen.

Außerdem fand vormittags ein Festakt zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Einrichtung statt, bei dem unter anderem Maulbronns Bürgermeister Andreas Felchle, Sozialdezernent Roland Hübner vom Landratsamt Enzkreis sowie der ehemalige Vorsitzende und Gründer des „Sozialwerks Bethesda“, Pastor Gottlob Ling, lobende Worte für das „Haus Tabor“ und seine Arbeit und Entwicklung in den letzten zehn Jahren fanden.

Das Altenzentrum habe sich vor allem „qualitativ stark weiterentwickelt“ und sei pflegetechnisch auf einem sehr hohen Niveau, bestätigt auch Heimleiter Gnoyke. „Aktuell ist unsere Einrichtung mit 52 Bewohnern ausgelastet“, schildert Gnoyke den Stand der Dinge in „Haus Tabor“. Der 46-Jährige, der einst als Altenpfleger seine Karriere begann, kann eine Ausbildung in der Pflegebranche nur empfehlen. Insgesamt hat das Maulbronner Altenzentrum 85 Mitarbeiter, darunter auch Teilzeitkräfte. Der Maulbronner Heimleiter: „Wir sind ständig auf der Suche nach Fachkräften und Auszubildenden.“

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